Herbstlande ist ein Fantasy-Roman, der nicht nur durch seine märchenhafte Welt überzeugt, sondern auch durch die Tiefe seiner Botschaft. Endlich mal ein Werk des Genres, das nicht nur unterhält, sondern auch zum Nachdenken anregt. Die Geschichte ist fantasievoll und berührend zugleich, getragen von einer stimmungsvollen Erzählung und liebevoll gestalteten Fabelwesen, die das Herz jedes Fantasy-Fans höherschlagen lassen.
Besonders hervorzuheben sind die wunderschönen Illustrationen, die jedem Kapitel eine eigene Stimmung verleihen und das Leseerlebnis visuell bereichern. Auch das Cover ist mit viel Liebe zum Detail gestaltet – ein echter Hingucker im Bücherregal.
Der einzige kleine Kritikpunkt ist der Schreibstil: Zwar ist er grundsätzlich leicht verständlich, jedoch erfordert die Lektüre ein hohes Maß an Konzentration, um keine wichtigen Details zu verpassen. Wer sich aber darauf einlässt, wird mit einer zauberhaften und tiefgründigen Geschichte belohnt.
Insgesamt ein empfehlenswertes Buch für alle, die in eine fantasievolle, poetische Welt eintauchen möchten – mit Herz, Verstand und ganz viel Magie.
Als ich dieses Jahr durch eine Buchmesse schlenderte, bin ich durch das schöne und ungewöhnliche Cover aufmerksam geworden. Als mir dann auch von einem freundlichen (und bissigen😏) Verleger auch erklärt worden war, dass dieses Buch quasi ein Märchen für Erwachsene ist, wurde ich umso neugieriger. :)
Nach dem Lesen muss ich sagen, dass das Buch doch eher für Kinder geeignet ist, auch wenn eine toxische Beziehung Kern der Handlung ist.
Da vier Autoren am Werk beteiligt waren, konnte man vier Schreibstile "erleben", die zwar ziemlich nahtlos ineinandergehen, jedoch wurde ich mit keinem Schreibstil warm, auch wenn einer angenehmer als der andere war. Alle schrieben aber im Großen und Ganzen ziemlich plump. Oder fragwürdig.😅 Bestes Beispiel: "Sie fühlte sich leer. Babyleer." Aha.
Auch war die Protagonistin so unfassbar nervtötend. Man musste sich gefühlt 95% des Buches andauernd Sätze wie "Ich muss Nathan [also ihren toxischen Ehemann] retten, und das um jeden Preis". Obwohl in den ersten Seiten klar wurde, dass der Typ ein absolutes A****loch ist. Das mag zwar der Punkt dieser Beziehung sein, und zwar das sie am Anfang nicht sehen kann, wie sehr diese Beziehung ihr nicht guttut, es dauerte jedoch meiner Meinung nach viel zu lang, bis sie zu diesem Entschluss kam.
An sich sind die Charaktere extrem eindimensional geschrieben und die Story lässt trotz ein paar interessanter Ideen und dem ganz coolen Worldbuilding extrem zu wünschen übrig.
Seinem Spaß kann man aber trotzdem mit einigen Stellen haben, die -sorry- ziemlich cringe sein können.😅
Es ist keine Vollkatastrophe, überhaupt nicht, aber halt auch echt nicht so gut. Und ein "düsteres Märchen für Erwachsene" kann ich in dem Buch auch nicht sehen.
Fantastische Geschichte diesmal um die Rettung der Herbstlande
Ein weitere Reise durch die Herbstlande-ich war so gespannt!
Diesmal reisen wir mit Ally und Maisie rückwärts durch die Herbstlande.
Beginnend im November versuchen die beiden einen Ausweg aus der doch eher seltsamen Welt der Herbstlande zu finden.
Sie geraten dabei in Gefangenschaft des Rattenkönigs und schaffen mit Hilfe von Freunden die Flucht. Weiter gehts durch die Spinnenschlucht wo die sonst so bösartige Spinne ihnen hilft unbeschadet durch zu kommen. Dann landen sie auch schon im Oktober und treffen den Uhrmacher Eligius und den Homunkulus Verides die sich ihre Reise und Suche nach Rettung anschließen und sie in den September begleiten.
Die Herbstlande sind nicht mehr die selben, irgendetwas lässt die Magie verschwinden und es tut stellenweise richtig weh das zu lesen wenn man die Herbstlande bereits kennt.
Wir treffen auf viele bekannte Wesen und begleiten Ally und Maisie nicht nur auf der Suche ihres Weges zurück in ihre Welt sondern auch auf der Suche nach sich selbst.
Hier ist den Autoren ein erneutes kleines Meisterwerk gelungen welches bei den Herbstlandeliebhabern auf keinen Fall im Bücherregal fehlen darf!
Ich liebe den Schreibstil aller 3 Autoren immer wieder und bin auch immer wieder aufs neue überrascht wie man zu dritt so ein Meisterwerk erschaffen kann.
Natürlich sind auch wieder wundervolle Illustrationen dabei - von Veronika Schnattinger.
Absolute Herzensempfehlung und 5 Sterne!
Der nächste Abenteuerband der Herbstlande liegt schon hier und wartet darauf gelesen zu werden!
fantastische Reise in eine magische Welt zur Selbstfindung
Zur Story selbst mag ich so viel gar nicht verraten, Lest den Klappentext und begebt euch selbst auf das Abenteuer!
Kurz zusammen gefasst begibt sich eine junge Frau die gefangen ist in der toxischen Beziehung mit einem Narzissten, auf eine Reise in eine fantastische Welt und findet sich dort auf steinigen Wegen selbst wieder.
Hier ist (wie ich finde) ein kleines Meisterwerk entstanden aus der Hand von gleich 4 Autoren.
Anfangs war ich skeptisch ob und wie das gelingen kann....schon zu Beginn des 2. Kapitels wusste ich es kann!
Der erste Reiseabschnitt führt uns in den September. Eine Welt die den Hauch des Sommers noch ins sich trägt und fantastische Wesen wie den Laubdrachen, Windtraumtänzer und Kürbislichter beheimatet.
Die Protagonisten, Fantasiewesen und Landschaften sind bis ins kleinste Detail hervorragend heraus gearbeitet und ich bin zusammen mit Scarlett tief in die Welt eingetaucht, hörte das Herbstlaub rascheln und das Feuer knistern.
Ich musste an Hohlbeins Märchenmond denken aber auch an Beagles Letztes Einhorn, Wolkows Zauberer der Smaragdenstadt und Endes unendliche Geschichte, trotzdem hat diese Story hier ihren ganz eigenen Charme und eine ganz andere Welt. Ich mochte den märchenhaften Schreibstil von Fabienne Siegmund sehr er ließ sich leicht und flüssig lesen.
Der zweite Teil von Stephanie Kempin, nicht weniger fantastisch und spannend, führt in den Oktober und gleichzeitig nach Halloween.
Ja richtig, nach Halloween denn das ist dort nicht nur das Fest sondern auch ein Ort.
Der Oktober der so bunt und golden sein kann, in dem man aber durchaus auch die kalten Finger des Winters schon fühlbar sind.
Hier begegnen wir Trollen und Mushpris und treffen auf Lygnis und einen Humunkulus. Auch diese Autorin steht was die Ausarbeitung und Beschreibungen angeht der ersten in nichts nach! Der Schreibstil war ebenso leicht und flüssig zu lesen wie der im vorangegangenen Abschnitt.
Last but not least begeben wir uns in den November ins Leben gerufen von Vanessa Kaiser und Thomas Lohwasser.
Der trostlose, graue und kalte November der so gar nichts freudiges mehr an sich hat, birgt viele Gefahren und seltsame Wesen. Hier muss Scarlett nach anfänglicher Begleitung alleine weiter reisen und wird vor schier unlösbare Aufgaben gestellt.
Ich habe die Kuscheldecke mehr als einmal enger um mich gezogen weil mir allein vom Lesen die Kälte in die Glieder kroch.
Auch dieses Autorengespann konnte mich sowohl mit ihrem Schreibstil als auch mit der Ausarbeitung mehr als überzeugen.
Jana Damaris Rech hat die nicht zu vergessenden, wunderschönen Illustrationen zu diesem fantastischen Buch beigesteuert die den Figuren Leben einhauchen und das Leseerlebnis noch verstärken. Tatsächlich würde ich mir hiervon noch mehr wünschen weil ich sie so toll fand.
Für mich ist es ein mehr als gelungenes Buch welches mich poetisch mit viel Tiefgang fasziniert und sehr oft tief berührt hat.
Es hat mir Lust auf mehr aus dem Herbstlande Universum gemacht und ich freue mich bereits die Herbstlande wieder zu betreten.