Ruhige Fantasy-Geschichte ohne Kampf oder erhobener Zeigefinger
Werbung - Rezensionsexemplar über LovelyBooks bekommen ISBN 978-3938012161 PREIS 20,00 € SEITEN 384 Ruhige Fantasy-Geschichte ohne Kampf oder erhobener Zeigefinger August betreibt eine Pfandleihe und ist sich selbst genug. Selbst seine Reinigungskraft Elsa geht ihm auf den Nerv. Und manchmal bekommt er Gegenstände, die er abends beim Schreiben in einer seiner Geschichten zum Leben erweckt. Bei manchen Gegenständen funktioniert das sogar so gut, dass er selbst erstaunt ist, was er da so schreibt. So zum Beispiel bei einem kleinen Wandteppich, den ihm einer der Hausbewohner - der Junge Eric - überlässt. Doch nach und nach und mit Erics Hilfe findet August eine Wahrheit, die seine Geschichten in einem ganz anderen Licht zeigen. Der erste Band der Fantasyreihe liest sich ausnehmend gut. Anfags zog er sich ein wenig, man sitzt da, August schreibt, man schaut ihm über die Schulter und irgendwie fragt man sich, was das Ganze soll. Das geht gut so bis Seite 150, der Punkt, wo ich schon geneigt war, abzubrechen, weil nichts Sinn ergibt. Aber dann zieht das Tempo plötzlich leise an und man ist fast durch. Und fragt sich, wie das passieren konnte. Viele Fragen sind am Ende geklärt, natürlich nicht alle, sonst macht ein zweiter Band keinen Sinn. Der Schreibstil ist leise, gut zu lesen und bildhaft. Sieht man von den Längen am Anfang ab, lässt es sich gut angehen. Neben August sind auch die wichtigen Nebencharaktere gut gezeichnet und man möchte dann doch wissen, wie es mit allen weitergeht. Schön fand ich die Idee auch, dass „unsere“ Welt die Traumwelt ist und nicht die Fantasywelt. Der Roman eignet sich für Fantasyleser oder auch für junge Leser mit ein wenig Geduld. Vom mir 4 (von 5) Sternen. Der Roman „Gefangene der Traumwelt“ von Susanne Tröller erscheint am 30.06.2026 beim Varius Verlag.


