Nicht ganz so fesselnd wie Teil eins, dennoch ein solider Thriller
"Driven" ist die Fortsetzung von "Driver" und erzählt die Geschichte quasi weiter. Der Film endet ähnlich wie der erste Buchteil, somit bleibt offen, was mit dem Driver passiert. In der Fortsetzung erfahren Leser*innen der Bücher nun, wie die Geschichte weiter geht. Die Gangster mit denen sich der Driver im ersten Teil angelegt hat, verfolgen ihn nun und er muss immer auf der Hut sein. Inzwischen hat er sich sogar einen Namen zugelegt. Dennoch ist es noch immer spannend, dass man seinen wahren Namen nie erfährt. Man kann, wenn man aufpasst, im ersten Teil zumindest seinen Nachnamen erfahren, aber selbst das ist nicht sicher. Die Geschichte ist nicht ganz so spannend wie der Vorgänger, aber dennoch interessant. Driver wird hier in eine Art Detektivstory gezogen, denn er muss herausfinden, wer diese Leute sind, die ihn umbringen wollen und warum? Natürlich muss es mit den Geschehnissen aus dem ersten Band zu tun haben, aber es gibt Ungereimtheiten. In "Driven" hat der Driver ein paar Freunde gefunden, mit denen er sich oft unterhält und somit bekommen Leser*innen ein paar gute Weisheiten über das Leben zu hören, was mir persönlich sehr gut gefiel. Auch gibt es wieder reichlich Action, die man sich sehr genau vorstellen kann. James Sallis hat ein Gespür für Szenen, in denen Gewalt im Vordergrund steht, beschreibt diese aber präzise und gleichzeitig kunstvoll, dass es kein Wunder ist, dass Nicolas Winding Refn eine genaue Vorstellung für seinen Film dafür bekam. Das Buch "Driven" ist kürzer als Driver, kann jedoch genau so sein Potential entfalten. Eine spannende Geschichte eines Niemands, der sich im Leben durchschlägt. Ich habe wieder das Hörbuch dazu gehört und finde die Stimme von Michael Hansonis inzwischen sehr angenehm und passend. Denke jetzt immer an seine Stimme, wenn ich an den Driver denke.


