16. Jan.
Rating:5

Traurig schön und auch sehr tröstlich

Das Buch erzählt die Geschichte von Helene in der Zeit von 1954 bis 2049!!! Es handelt von Lieben und Loslassen sowie Hoffnung und Mut. Helene wird aus Mecklenburg-Vorpommern in die schwäbische Provinz von ihren Eltern Ende der 50er Jahre des letzten Jahrhunderts „verpflanzt“. Dieser Neuanfang erweist sich als Weitsicht der Eltern! Der Enge des Dorfes entflieht die Protagonisten in das von der Mauer umgebene pulsierende Berlin. Mit ihrem damaligen Freund lernt sie das WG sowie das politische Leben dort kennen. Es gibt wechselnde wichtige Männer in ihrem Leben und der Roman wechselt von der aktuellen Lebenssituation von Helene in den 20er Jahren unseres Jahrhunderts zurück in die 70er Jahre des letzten Jahrhunderts. Die Rückblicke sind alles andere als verwirrend, ebenso erhält der Leser auch noch eine Geschichtslektion der jüngsten deutschen Vergangenheit. Alles ist wunderbar miteinander verbunden, so dass man das Buch gar nicht aus der Hand legen mag. Der Schreibstil von Gabriele Günther hat mich sofort gefangen und ich habe mit Helene und ihren Männer mitgefiebert. Mich hat die Idee fasziniert, dass ihre ehemaligen Freunde, die verstorben sind, als Krähe ihr nochmals begegneten. Was es mit Jacques, ihrem letzter Partner 2049, auf sich hat, muss schon selbst gelesen werden!😊 Ich hoffe sehr, dass es bald wieder ein weiteres Buch von Gabriele Günther geben wird. Für „Helene oder 13 Männer später“ gibt es von mir eine ganz klare Leseempfehlung!

Helene oder 13 Männer später
Helene oder 13 Männer späterby Gabriele GüntherMolino Verlag