Süße Idee, die Umsetzung war leider nichts für mich
Anfangs hab ich das Buch wirklich sehr gerne gelesen, dann hat der Protagonist angefangen mega kindisch und naiv zu sein, dass ich es wirklich nur noch anstrengend fand 😭 Jella Benks schreibt so gute Bücher & ja ihre Figuren machen viele Fehler und sind nicht perfekt, es hat mich hier aber so krass genervt wie er seine Fehler gemacht hat und wie sein Verhalten war 😭 und auch die Protagonistin fand ich soo realitätsfern
Ich liebte die Idee, dass Noah sich anhand einer Frau als Muse ein Romance Buch zusammen schusterte, es waren aber auch so viele andere große Themen dabei, die nur kurz angerissen wurden und nicht weiter verfolgt oder erklärt wurden. Es kam mir auch so vor, als wären die protas 15 und 16 😭
⭐️ 3,8/5 Sterne
Ich muss sagen: Ich liebe den Schreibstil und die Art, wie Jella ihre Charaktere schreibt – das ist für mich wirklich ein Highlight in all ihren Büchern. Auch Band 1 mochte ich schon sehr, und rein vom Gefühl her habe ich Band 2 sogar noch mehr ins Herz geschlossen.
Die Dynamik zwischen Noah und Alyssa hat mich direkt abgeholt – ich habe die Verbindung zwischen den beiden sofort gespürt und war total invested. Vor allem Alyssa mochte ich richtig gerne.
Aber: Noah ging mir stellenweise echt auf die Nerven 😅
Einige seiner Handlungen waren mir einfach zu drüber – besonders die wiederkehrenden Situationen (Stichwort Buchhandlung) waren anfangs noch ganz witzig, wurden für mich aber mit der Zeit eher anstrengend.
Insgesamt trotzdem eine richtig schöne Geschichte mit toller Dynamik und viel Gefühl – auch wenn mich Noah hier und da ein bisschen verloren hat.
Für mich war 100 Things I Love About You ein Buch, das mir das Gefühl gegeben hat, genug zu sein. In einer Welt voller Selbstzweifel und fehlendem Mut braucht es manchmal genau diese eine Geschichte, die den Anstoß gibt, sich selbst mehr zu akzeptieren und anzunehmen, wie man ist.
Jella Benks’ Schreibstil schafft dabei die perfekte Balance zwischen Humor und Tiefgang. Er trägt eine Geschichte, in der Figuren aus den Ängsten und Fehlern ihrer Vergangenheit lernen und beginnen, gemeinsam zu wachsen. Sie sind dabei unperfekt, aber ehrlich und authentisch.
Sowohl Noah als auch Alyssa machen sich zu viele Gedanken darüber, was andere von ihnen denken: ob als People Pleaser oder durch den Versuch, nach außen hin perfekt zu wirken. Ihre Vergangenheit hat ihre Rucksäcke mit Selbstzweifeln schwer gefüllt. Umso schöner ist es, ihre Entwicklung mitzuerleben. Besonders Noah verliert sich dabei immer wieder in seinem eigenen Konstrukt aus Ausreden und Geheimnissen, sodass man sich zeitweise fragt, wie er da jemals wieder herausfinden soll.
Gemeinsam schaffen es Noah und Alyssa jedoch, über ihren Schatten zu springen und erleben, wie befreiend es sein kann, mutig zu sein.
Die Handlung ist durchweg unterhaltsam und verbindet eine schöne Romance mit echten Wohlfühlmomenten. Vor allem die kleinen Anspielungen auf die Serie „Gilmore Girls“ haben mich als Fan total begeistert.
Insgesamt hat mich das Buch nicht losgelassen und ich habe es in kürzester Zeit verschlungen und wirklich geliebt. Es ist eine Geschichte, die es schafft, das eigene Gedankenkarussell aus Selbstzweifeln und fehlendem Mut in ruhigere Bahnen zu lenken: hin zu mehr Selbstakzeptanz, Mut und dem Loslassen von Ängsten.
Das Buch hat mich echt zum nachdenken angeregt. Es wird immer so viel von einem abverlangt, einem wird vermittelt, dass man perfekt sein muss. Oftmals ist aber genau das unperfekt, so perfekt.
Ich habe das Buch echt gemocht. Es war tiefgründig, emotional und doch berührend.
Die Story an sich hat mir super gefallen.