
"Lazarus und ich, wir waren ein Chromosom in der Anaphase."
Das Ende musste ich kurz verdauen. Der zweite Teil der Dilogie und damit das Finale hat mich echt überrascht. Das Setting wechselt vom Gefängnis in die Stadt, Aoife ist leider immer noch nicht wirklich frei. Wobei Freiheit in diesen Gegebenheiten relativ ist. Die Charaktere bekommen alle noch mehr Tiefe und müssen sich mit den Konsequenzen ihres Handelns bzw. Nichthandelns auseinandersetzen. Die Figuren sind wundervoll facettenreich und weder eindeutig gut oder böse. Sie stellen sich verschiedenen Fragen der Schuld und klare Antworten oder gar Absolution bleiben aus. Die Rückblenden helfen gut dabei, ihre Entscheidungen und ihr Handeln nachzuvollziehen. Neben den psychischen Aspekten, die mich immer besonders interessieren, ist das Buch auch politisch brandaktuell und regt zum Nachdenken an. Eine tolle Dystopie, mit leider mir immer noch zu wenig Worldbuilding, aber dafür grandiosen Charakteren und viel Stoff zum Durchdenken.







