Mareike Fallwickl - immer!
was soll ICH zu diesem buch eigentlich großartig sagen,…
wenn mareike fallwickl den nagel doch schon selbst auf den kopf getroffen hat? ich kann nur so viel sagen: wer dieses buch nicht liest, verpasst wohl die beste liebeserklärung an eine zusammenhaltende, für gleichberechtigung und freiheit von patriarchalischen strukturen kämpfende menschheit. bei diesem buch bekommt man herzrasen. als überkäme dich eine welle neuen mutes und du möchtest menschen an die hand nehmen und endlich die welt umkrempeln. bis dich die realität wieder einholt und klar wird, wie weit wir von diesem neuen feminismus des miteinanders noch entfernt sind. das kann nur geändert werden, wenn mehr menschen diesen brief an die „liebe jorinde“ lesen – daher sollte das buch pflichtlektüre werden!

Ich habe es meinem Freund vorgelesen. Ein Buch, dass eine Pflichtlektüre sein sollte
Für alle. Besonders Eltern. Besonders Mütter. Mütter von Söhnen. Will ich jedes Jahr lesen. Danke ❤️
Ein wichtiges und so gutes „Buch“ bzw. Brief. Der Appell „Die ganze Welt braucht emotional verfügbare, mit uns, der Erde und einander verbundene Männer.“ wird hoffentlich irgendwann in Zukunft mehr wahrgenommen werden.
Hallo
Kurzweilig und wichtig
Spannende Zusammenfassung des heutigen Patriachates und eine erfrischende Zukunftsvision für Feminismus.
Sehr schön, mit tollen Denkansätzen. Simpel und sinnvoll aufgearbeitetes Thema.
Es sind nur 80 Seiten aber hier schreibt sie einen Brief an eine Freundin über ihren Weg zum Feminismus und wie sie ihn auch in ihren Werken verarbeitet und stellt Überlegungen an wie man gemeinsam mit den Männer am Feminismus arbeiten kann vor allem die junge Generation die wie sie hofft durch Mütter auf einen guten Weg gebracht werden können. Sehr interessant man hat das Werk schnell durch kommt dabei aber immer zum Nachdenken und sich selber hinterfragen
Gedankenaustausch
Inhalt: Manche sagen: Wenn Mütter ihren Kindern antipatriarchales Wissen vermittelten, hätten wir dank der nächsten Generationen schnell Gleichberechtigung. Dass es so einfach nicht ist, davon handelt dieses Buch. Denn während junge Frauen zunehmend feministisch denken, wenden sich junge Männer verstärkt misogynem Gedankengut zu. Meinung: Ich konnte zu so vielem nur Nicken! So viele Gedankengänge von ihr hatte ich auch oder so ähnlich. Nur das Marieke Fallwickel es einfach super formuliert und auf den Punkt bringt. Daher reichen wohl 80 Seiten aus, es hätten aber gerne noch viel mehr sein können. Ich finde das Buch als super Grundlage zum diskutieren in verschiedenen Bereichen, daher perfekt für die Schule um in einen Austausch zu kommen und Gedankenanstöße zu geben. Es bringt einen näher, wo der Feminismus in der heutigen westlichen Gesellschaft steht und was es Brauch um das Patriarchat zu ändern. Kurzweilig und gut und ich werde es an Männer weiterempfehlen.

Absolute Pflichtlektüre für Alle!!
Dieses Buch ist wirklich die perfekte Mischung aus feministischen Zitaten, Buchempfehlungen und Wissen und der eigenen Erfahrungen, Sorgen und Hoffnungen von Mareike. Glasklare Leseempfehlung.
Ein Brief der an uns alle gerichtet ist, Muster brechen kann und eine zuversichtliche Zukunftsaussicht für uns alle bietet.
Wir haben die Mädchen zu selbstbewussten, unabhängigen Frauen erzogen, aber wir haben den Jungs noch nicht beigebracht, mit selbstbewussten, unabhängigen Frauen umzugehen.
„Jede Mutter ist im Leben ihrer Kinder nur eine einzige Stimme. Und die anderen sind viele. Sie sind wesentlich , lauter und präsenter. Das Patriarchat ist in der Krabbelgruppe und im Kindergarten. Es ist in so gut wie jedem Bilderbuch und jeder Zeichentrickserie. Es geht mit in die Schule, es ist bei jeder sozialen Interaktion anwesend, es turnt über den Spielplatz. Es sitzt neben den Großeltern am Küchentisch, es nimmt an der Klassenfahrt teil. Es lacht aus Filmen heraus und springt in Comics zwischen den Zeilen umher. Es bildet den Rahmen für YouTube Videos und TikTok Content. Es ist in jedem Porno, in jedem Dating Setting, in jeder Beziehung, es kommt mit zum Gynolo und in den Kreissaal, es färbt Spielzeug und T-Shirts und Duschgels, es sitzt bei Hochzeiten in der ersten Reihe.“ (S. 47)
Ja, aber nein, aber ja? Ich liebe eigentlich alles von Mareike Fallwickl aber hier bin ich gespalten. Ja, wir brauchen einen neuen Feminismus. Ja, wir müssen Männer als Verbündete mitdenken. Ja, auch Männer leiden unter dem Patriarchat. Ja, niemand wird als Sexist geboren. Ja, Männer werden abgehängt. Ja, das ist alles sehr multifaktorell. Aber nein, wir sollten Männer, die komplizenhaften Profiteure des Systems, nicht mit ins Zentrum des feministischen Kampfes nehmen. Nein, wir müssen Männer nicht an die Hand nehmen, sodass sie ihre eigenen Benefits eines intersektionalen Feminismus erkennen können. Wo bleibt die Wut? Wo bleibt die Kapitalismuskritik? Wo bleibt der Hass? Das alles sind wichtige und valide Gefühle und Themen, die in einem neuen Feminismus nicht fehlen dürfen. Und ja, wir brauchen einen neuen Feminismus. Einen radikaleren, wütenderen, kompromissloseren, antikapitalistischeren, intersektionaleren Feminismus.
Mareike Fallwickls Essay ist sprachlich stark, emotional und stellt viele wichtige Fragen zu Patriarchat, Männlichkeit und Gleichberechtigung. Ich stimme zu, dass es ohne Männer keine echte Veränderung geben kann und dass patriarchale Strukturen allen schaden. In ihren Erklärungen lässt Fallwickl Männer jedoch stellenweise in eine Opferrolle rutschen, was Männern entgegenkommt, ihre aktive Verantwortung und ihr Festhalten an Privilegien aber zu wenig klar benennt. Viele Gedanken sind klug und anregend, andere empfinde ich als zu vereinfacht. Insgesamt ein wichtiges, aber für mich zwiespältiges Essay.
Mareike Fallwickls Essay „Liebe Jorinde oder warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen“ ist sprachlich eindringlich, emotional und voller wichtiger Gedanken über Patriarchat, Männlichkeit, Erziehung und weibliche Erschöpfung. Viele Passagen sind klug formuliert und regen stark zum Nachdenken an. Ich stimme der Autorin zu, dass wir ohne Männer keine echte Gleichberechtigung erreichen werden und dass patriarchale Strukturen nicht nur Frauen, sondern auch Männer beschädigen. Die Beschreibung männlicher Sozialisation, emotionaler Verarmung und der Enge traditioneller Männlichkeitsbilder ist ein wichtiger Teil feministischer Analyse. Gleichzeitig bleibt bei mir ein deutlicher Zwiespalt zurück. In ihren Erklärungen lässt Fallwickl Männer immer wieder in eine Opferrolle rutschen. Das entlastet Männer, passt gut in ein versöhnliches Narrativ, blendet aber aus, dass viele Männer ihre Machtposition bewusst verteidigen und ihre Privilegien nicht aufgeben wollen. Gerade das halte ich für problematisch, wenn man sich klar feministisch positioniert. Vieles wird sehr stark über das System erklärt, wodurch individuelle und kollektive Verantwortung von Männern stellenweise verwischt wird. Dass Männer nicht nur geprägt sind, sondern auch aktiv profitieren und Widerstand gegen Veränderung leisten, kommt mir zu kurz. Auch beim Thema Erziehung empfinde ich den Fokus als unausgewogen: Mütter werden intensiv reflektiert, ihre Grenzen und Überforderungen benannt – was wichtig ist –, während Väter häufig abstrakt bleiben, obwohl gerade sie in der Verantwortung stehen müssten, patriarchale Muster zu durchbrechen. Dass man durch bewusste Erziehung, Gespräche und Aufklärung sehr wohl Einfluss nehmen kann, wird mir im Essay zu stark relativiert. Das Konzept eines „Feminismus des Miteinanders“ finde ich grundsätzlich wertvoll. Gleichzeitig wirkt es für mich an manchen Stellen zu harmonisch gedacht, solange reale Machtverhältnisse und männliche Verweigerungshaltungen nicht klarer benannt werden. Insgesamt ist dieses Essay für mich ein wichtiges, kluges und gut geschriebenes Buch, das viele relevante Fragen stellt – aber eines, bei dem ich in zentralen Punkten nicht mitgehen kann. Ich bin daher zwiegespalten: in Teilen überzeugt, in anderen deutlich kritisch. 3,5 von 5 Sternen.
Schöne Zusammenfassung
Gute Mischung aus Anekdoten, Fakten, Zahlen, Zitaten und aktuellen Trends. Lässt sich entspannt und schnell durchlesen. Meiner Meinung nach auch super als Feminismus-Einstiegslektüre geeignet.

Hoffnung Pur :)
Dieses Buch ist so real und so mutmachend dass mir fast die Tränen gekommen sind beim lesen. Mareike geht sehr klar auf die Probleme in unserer Gesellschaft ein und macht nicht nur deutlich was alles grade falsch läuft, sondern auch was die folgenden Generationen tuhen müssen, damit die Menschheit harmonisch und glücklich miteinander exestieren kann. Danke Mareike für diesen wichtigen Text
Unbedingt lesen!!
Das war mein erstes Buch dieser Autorin und ich muss sagen, ich fand es wirklich gut. Ich dachte immer, das mich das Thema nicht wirklich beschäftigt. Aber beim lesen ist mir immer mehr bewusst geworden, doch!!! Ich finde das Buch sollte eine Pflichtlektüre in den Schulen werden.
Ein Plädoyer für einen Feminismus des Miteinanders
Mareike Fallwickl beweist einmal mehr, wie treffsicher und klug sie schreibt. „Liebe Jorinde oder Warum wir einen neuen Feminismus des Miteinanders brauchen“ ist ihr erstes Sachbuch! In Briefform an ihre Freundin Jorinde, aber gleichzeitig auch an die kommende Generation gerichtet, entfaltet Fallwickl auf nur 72 Seiten eine beeindruckende Tiefe. Sie stellt Fragen, die herausfordern, inspiriert und zum Nachdenken anregen. Ihr Ansatz: Feminismus darf nicht spalten, sondern muss verbinden. Es geht nicht um „Frauen gegen Männer“, sondern darum, patriarchale Strukturen gemeinsam zu überwinden – für eine gerechtere, empathischere Welt. Stark ist ihre Botschaft, dass Veränderung bei Bewusstsein beginnt. Sie fordert uns auf, Rollenklischees aufzubrechen, Jungen wie Mädchen zu stärken und Fürsorge sowie Menschlichkeit ins Zentrum unseres Handelns zu stellen. Dieses Buch hat mich bewegt, bestätigt und motiviert. Es ist ein leidenschaftlicher Appell für Hoffnung und ein Miteinander, das uns allen zugutekommt. Meine Empfehlung: Lest dieses Buch! Es ist klein im Umfang, aber groß in seiner Wirkung.
Kleines und sehr feines Buch ! Kurzlektüre zu einem neuen Feminismus des Miteinanders. Ich mochte es sehr, viele Ideen kannte ich schon aus anderen Büchern, aber es liest sich schnell und ein Auffrischen kann nie schaden.
Wirklich gelungene Gedankensammlung zum modernen Feminismus. Aktuelle Zeitgeschehnisse wurden zur Veranschaulichung mit eingebunden, was die Thematik entstaubt hat. Besonders gut hat mir gefallen, dass hier nicht auf Männer "geschossen" wurde, sondern durchaus gesehen wurde, wie die gesellschaftliche Haltung auch dazu beiträgt, dass Männer in bestimmte Rollen und Attribute gesteckt werden. Leider waren die letzten 1-2 Seiten derart dick aufgetragen für das Schlussplädoyer (à la "Viva la revolution), dass ich hier den Stern abgezogen habe.
All Heros die eventually
Mareike Fallwickls “Die Wut die bleibt”, zählt zu meinen absoluten Lieblings-Romanen der letzten Jahre. Besonders weil es so radikal und brutal von weiblicher Enttäuschung, Machtlosigkeit und Selbstermächtigung erzählt. Liebe Jorinde kann in angesichts dessen eigentlich nur enttäuschen. Fallwickls Plädoyer für einen Feminismus des Miteinanders ist am Ende nämlich nichts anderes als das was sie selbst eigentlich versucht zu umschiffen: das anbetteln der Männer sich doch bitte beim einreißen des Patriarchats zu beteiligen, da sie ja schließlich auch im Patriarchat leiden. Vollkommen unbedacht bleibt dabei die Erkenntnis, die Fallwickl in den Fokus von “Die Wut die bleibt” sowie “und alle so still” gestellt hatte: Männer interessieren sich leider nun einmal in der Regel nicht für das Leiden im Patriarchat. Ob sie selbst davon beeinträchtigt sind oder nicht. Auf den Feminismus des Miteinanders nach Fallwickl müssten wir also leider lange warten. Da halte ich es lieber wie die Protagonist*innen in Fallwickls Belletristik und nehme es als Frau selbst in die Hand!
Geht nicht sonderlich tief.
Das Buch ist gut geschrieben und kann als Einstieg in die Thematik dienen, aber darüber hinaus geht es nicht und wahrscheinlich ist das auch nicht der Anspruch. Ich habe darin nichts Neues gefunden, alles wurde schon einmal in sämtlichen Formen gesagt. Ich würde es meiner 14jährigen Nichte schenken, die gerade anfängt zu spüren, in welcher Welt wir leben. Was mich besonders gestört hat, war dieser bemitleidende Ton Jungs und Männern gegenüber. „Ich sage nichts, weil ich dann selber in Gefahr bin.“ Nein, du kriegst vielleicht einen dummen Spruch gedrückt oder maximal einen Tritt in die Eier, eine Frau wird mit Benzin übergossen und angezündet. Und in den Nachrichten wird es als Beziehungsdrama betitelt. Natürlich müssen wir männliche Kinder von Anfang an anders erziehen, damit sich eine Gesellschaft wandeln kann, aber mir hängt es zum Hals heraus, dass Männern erstmal die Patschehändchen gehalten werden müssen, während man ihnen ganz sanft erklärt, dass sie ja keine Schuld haben, das hat das System aus ihnen gemacht. Dennoch stimme ich Fallwickl zu: wir stehen ganz am Anfang, es wurde schon viel erreicht, jetzt muss es an die tiefliegenden und sich über Jahrhunderte gefestigten Strukturen gehen und das ist nicht mal eben gemacht. Ich freue mich drauf, ihre anderen Romane zu lesen!
Coole Gedanken, aber recht kurz.
Das Patriarchat ist in der Krabbelgruppe und im Kindergarten. Es ist in so gut wie jedem Bilderbuch und jeder Zeichentrickserie. Es geht mit in die Schule, es ist bei jeder sozialen Interaktion anwesend, es turnt über den Spielplatz. Es sitzt neben den Großeltern am Küchentisch, es nimmt an der Klassenfahrt teil. Es lacht aus Filmen heraus und springt in Comics zwischen den Zeilen umher. Es bildet den Rahmen für YouTube-Videos und TikTok-Content. Es ist in jedem Porno, in jedem Date-Setting, in jeder Beziehung, es kommt mit zum Gynäkologen und in den Kreißsaal, es färbt Spielzeug und T-Shirts und Duschgels, es sitzt bei Hochzeiten in der ersten Reihe.
Das Hörbuch war insgesamt ganz interessant und angenehm zu hören. Die Sprecherleistung war solide, die Inhalte klar strukturiert. Leider bietet es inhaltlich wenig Neues und überrascht nicht wirklich. Wer sich bereits mit dem Thema auskennt, wird kaum neue Erkenntnisse gewinnen. Empfehlenswert eher für Einsteiger, aber vorallem für jeden Mann.
Auch lesen !!!
Wir brauchen Männer (leider) damit sich etwas ändert
Absolut lesenswert! Wie alles von Mareike Fallwickl.
Verbundenheit statt Trennung und Schuldzuweisung!
Dieses Buch dient der allgemeinen Erwachsenenbildung und passt wunderbar in jedes noch so kleine Bücherregal. Fallwickel bringt das Patriarchat auf den Punkt und schafft es, hingegen mancher Meinungen, statt zu polarisieren zu verbinden. Fazit des Buches: wir alle sind durch viel mehr verbunden als getrennt!
Als Brief an Jorinde verfasst, setzt sich die Autorin damit auseinander, wie weit wir im Feminismus bereits gekommen sind und wo wir aktuell stehen. Sie betont, dass wir nicht gegen Männer, sondern mit ihnen kämpfen müssen, um das Patriarchat zu überwinden und echte Veränderungen zu schaffen. Denn auch Männern werden - genauso wie uns Frauen - von klein auf patriarchale Strukturen vermittelt. Fallwickl plädiert für ein Miteinander, denn auch Männer profitieren vom Feminismus. Ich fand diesen kurzen Text sehr gelungen. Er spiegelt Fallwickls eigene Gedanken wider, die sie mit ihren Berufskollegen teilt- besonders, dass Männer hier bewusst mit einbezogen werden. Ja, wir Frauen kämpfen weiterhin um Anerkennung. Doch wenn wir nicht gemeinsam mit den Männern nach Lösungen suchen, bleibt der Kampf endlos. Andernfalls steuern wir immer weiter in eine Abwärtsspirale, wie wir es aktuell im Rechtskonservatismus sehen, der in vielen Ländern zunehmend an Macht gewinnt. Und ja: Feminismus ist politisch.
Sehr gutes und zusammengefasstes Buch über den Mann im Patriarchat
Großartig!
Dieses Buch ist kurzweilig im lesen aber langanhaltend in den Gedanken. Auf keinen Fall darf dieses Buch wieder aus einem Bücherregal verschwinden wenn es es erst ein mal hinein geschafft hat. Es ist viel mehr ein Mahnwerk, ein Ratgeber und ein Arbeitsbuch das man sich von Zeit zu Zeit wieder zur Hand nehmen sollte. Ich liebe es auf so viele Weisen. Geschrieben ohne belehrend zu wirken und trotzdem so voller Fakten, mit einer warmherzigen Ausstrahlung in vorm eines Briefes an eine Freundin. Jeder sollte es mindestens ein Mal gelesen haben.
Lest „Liebe Jorinde“ und fühlt euch wie ich in der Intuition bestätigt, dass wir nur gemeinsam das Ruder rumreißen können. Mal zart und besorgt, mal gewohnt brachial und messerscharf komponiert, kann man aus dieser Lektüre nur bewegt und verändert hervorgehen. Eine Loslösung vom Patriarchalen kommt nicht nur den Frauen zu Gute. Die Gestaltung als Briefform schafft eine Nahbarkeit und gleichermaßen eine Dringlichkeit, eine Verbundenheit zwischen all jenen zu schaffen, die für feministische Überzeugungen einstehen, ohne die wir in Zeiten der Spaltung noch weniger als ohnehin nur möglich auszurichten vermögen werden.
Leicht, einfach, WICHTIG
Mareike Fallwickel fasst einfach zusammen, was wir brauchen: einen Feminismus für alle. In dem alle mitmachen und gemeinsam alles besser wird. Soweit bekannt, soweit idealistisch. Sie bleibt aber nicht beim Ideal, sondern liefert präzise Beobachtungen und Erklärungen, warum auch Männer unter dem Patriarchat leiden und es gleichzeitig mit beenden MÜSSEN. Und gibt Handlungsempfehlungen. Das alles kurz und knapp - damit für jeden lesbar. Ein paar Gedanken aus dem Buch - nicht unbedingt neu, aber umso brisanter: "Männer wissen, dass von Ihnen Gefahr ausgeht. Sie sprechen aber nicht mit ihren Mitmännern. Sie schauen zu und weg." "Es regt mich maßlos auf, dass wir das Verhalten von Jungs entschuldigen, indem wir so tun, als bewegten sie sich in einem luftleeren Raum und hätte keine andere Wahl." - obwohl es bereits positive Role Models gibt. Die kriegt nur kaum wer mit - weil es eben ZU WENIG.. Der Feminismus kommt solange nicht weiter, wie wie wir als Gesellschaft Jungs und Männern zu Tätern machen, ihre Täterschaft mit Macht, Aufmerksamkeit und Ansehen belohnen, wenn wir ihnen weiterhin mitgeben, dass sie nichts anderes sein können als Täter. "Wir verpulvern unsere Energie und verheizen uns selbst." "Der Schlüssel sind die Männer der nächsten Generation." - gleichzeitig reicht es nicht, die Verantwortung ausschließlich auf Mütter und ihre feministische Erziehung abzuwälzen.
Von Mareike Fallwickl bin ich seit „Die Wut, die bleibt“ sowieso großer Fan, die Art wie sie über Feminismus schreibt, sich Gehör verschafft und durch teilweise radikale literarische Erzählungen Probleme der patriarchalen Gesellschaft aufzeigt. Auch für „Liebe Jorinde“ finde ich ganz große Bewunderung und würde mir wünschen jeder (auch Männer! - vor allem Männer?) würde es lesen. Ps. Ich glaube mit Kjonas Reihe „Briefe an die kommende Generation“ hab ich ein neues Lieblingsformat entdeckt.
JEDER SOLLTE DAS LESEN
Ich würde mir wünschen, das jeder und jede, aber insbesondere jeder dieses Buch liest. Es spricht mir aus der Seele und ich kann allem was Mareike schreibt nur zustimmen, "Der Feminismus braucht ein kraftvolles Miteinander aller Geschlechter und aller Menschen."
Eine Empfehlung für jeden Menschen der bereit ist unsere Gesellschaft und unser System aus einer kritischen aber auch lösungssuchenden Sichtweise zu sehen und vorallem bereit ist etwas zu verändern wenn auch nur bei seinen*ihren eigenen Gedankenstrukturen. Das Buch von Mareike Fallwickl hat meine Sicht auf Feminismus verändert. In ihren anderen Büchern habe ich der extremen Wut und Hilflosigkeit von Frauen nachfühlen können und habe dadurch meinen Fokus auf feministische Themen gelenkt. In feministischen Kreisen wird ganz oft der Hass gegenüber Männern bzw. dem Verhalten von Männern betont. Mareike Fallwickl weist aber in diesem Buch daraufhin, dass dieser Hass feministische Bewegungen eher schwächt und das Patriarchat weiterhin stärkt. Denn es sind nicht nur die Frauen (die oft mit Feminismus in Verbindung gebracht werden), die von einer antipatriarchalen Welt profitieren würden sondern auch die Männer. Doch denen ist das leider oft nicht bewusst oder eher gesagt sie lernen es anders und deswegen wird ihr Bewusstsein nicht darauf gelenkt. (Genauere und ausführlichere Zusammenhänge warum das so ist und woher es kommt werden im Buch erklärt.) Außerdem finde ich bei diesem Buch sehr gut dass Mareike Fallwickl nicht nur die Probleme an den patriarchalen Strukturen aufweist sondern auch Lösungsansätze vorschlägt.
Große Empfehlung 🫶🏻
Das Buch ist so kurz, aber so intensiv. In Briefform stell die Autorin Fragen zum Thema Feminismus und darüber, wie Männer unterstützen können, dass alle gleichberechtigt leben. Die Fragen haben mich als Leserin zum Nachdenken angeregt. Sie haben mir noch einmal vor Augen geführt, in was für einem Ungleichgewicht wir leben. Auch wenn ich in einer privilegierten Position bin, gehöre ich zu einer kleinen Gruppe, wenn man die gesamte Welt betrachtet. Und oftmals verliert man das aus den Augen, weil man der Meinung ist, allen anderen würde es besser gehen. Ich nutze meine Privilegien lieber. Informiere und Belese mich, damit ich dann an den passenden Stellen einhaken kann, wenn mir eine Ungerechtigkeit auffällt. Nehmt euch die Zeit und Lest diesen Text. 💚
Ein vor Empathie strotzender Text
Klar und emotional formuliert. Hat mitten in mein Herz getroffen. Habe ihn gleich 2x gelesen. Manch einer mag kritisieren, dass hier Männer zu arg zentriert werden und ihnen zu viel Verständnis entgegengebracht wird - aber ich denke manchmal wie die Autorin auch, wie lange sollen wir denn noch gegen dieses gewaltige Desinteresse anrennen? Weibliche Wut muss ihren Raum haben, definitiv. Niemand bestreitet das. Und den nehmen wir uns. Aber kommen wir damit aktuell wirklich weiter? Ich kenne Fragestellungen wie "für was brauchen wir Männer eigentlich noch?", die ich ab und an auf Social Media sehe und die empowernd und vielleicht auch ein bisschen provokant sein sollen. Den Gedanken der Autorin finde ich aber sehr treffend: Wir brauchen Männer doch - als Verbündete im Kampf gegen das Patriarchat. Sie verdienen Räume, in denen sie emotionale Verfügbarkeit lernen können. Auch sie sind nicht immer nur Täter, sondern auch Opfer dieses Systems. Vielleicht legen wir darauf bislang wirklich zu wenig wert. Es muss einen Weg miteinander geben, an dessen Ende wir alle verstehen, dass dabei jeder unabhängig des Geschlechts nur gewinnen kann.

Kernaussage des Buches: Feminismus nützt allen (auch den Männern) und geht nur gemeinsam. Das Mareike Fallwickl in ihrem Buch diese wichtige These beleuchtet finde ich sehr gut. Klug und zeitgemäß widmet sie sich diesem Thema, ganz ohne zu Kategorisieren oder Hass zu schüren. Auch für Eltern, die ihre Kinder nicht nach den patriarchalen Rollenstrukturen erziehen wollen, werden gute Denkanstöße geliefert. Ein Wegweiser für ein modernes Miteinander der Geschlechter. Dennoch hatte ich mir von dem kleinen Büchlein doch noch etwas mehr erhofft. 20 Euro für 70 Seiten ist nicht wirklich angemessen, obwohl so etwas doch jeder gelesen haben sollte.
Für einen neuen Feminismus des Miteinanders
"Heute geht es darum, marginalisierte Gruppen in einem intersektionalen Feminismus zu vereinen, zu begreifen, wer unter dem patriarchalen System leidet. Dieses Erkennen schließt noch nicht die Männer mit ein. Vielleicht wird die Welt sich verändern, wenn wir begreifen: Männer können und sollten Verbündete sein. Das sind sie aktuell nicht oder zu wenig. Wenn wir Veränderungen erreichen wollen, wenn wir gerade jetzt, da uns die Demokratie unter dem Arsch zu zerbröseln scheint, aus diesem ewigen Kreislauf voller Gewalt, Krieg und Umweltzerstörung ausbrechen wollen, brauchen wir einen neuen Feminismus das Miteinanders." Ich möchte dieses kleine, kluge und schöne Buch am liebsten ein Dutzend Mal kaufen und verschenken. Ich finde auf jeder Seite Zitate, die ich mit all meinen Mitmenschen teilen möchte. Mareike Fallwickl bringt hier so viel Wichtiges auf den Punkt, fordert auf in Aktion zu treten und macht gleichzeitig Hoffnung in diesen schweren Zeiten. 6/5 Sternen
„Ich halte es immer und in jeder Hinsicht mit bell hooks: Die Männer sind, auch wenn wir sie mit gutem Grund so definieren, nicht der Feind. Sie müssen echte Partner im Kampf um Gleichberechtigung werden, damit dieser Kampf überhaupt eine reelle Chance hat. Sie müssen ihre Augen öffnen und ihre Herzen auch, sie müssen sich an unsere Seite stellen, statt sich uns in den Weg. Männer brauchen den Feminismus, damit sie befreit werden von all den vergifteten Vorstellungen, wie sie zu sein haben und wie sie leben müssen. Aber der Feminismus braucht umgekehrt die Männer. Weil wir nicht vom Fleck kommen, wenn wir gegen die männliche Ubermacht anbrüllen. Wer immer wieder gegen eine Tür aus Eisen läuft, rennt sich auf Dauer den Schädel ein. Es muss einen anderen Weg geben, um diese Tür zu öffnen. Und der Schlüssel sind die Männer der nächsten Generation." (S. 42) Besser kann ich es nicht sagen oder zusammenfassen.
Starkes und hoffnungsvolles Buch!
"Männer sitzen dem Framing auf, dass Gleichgerechtigkeit eine Art Kuchen ist, von dem sie den größten Teil besitzen, und dass alles, was marginalisierten Menschen zugesprochen wird, ihnen weggenommen wird. Sie haben (noch) nicht verstanden, dass wir etwas vollkommen anderes backen wollen, gemeinsam. Sie sehen (noch) nicht, dass sie nichts verlieren, sondern unendlich viel gewinnen würden, wenn sie sich am Kampf gegen das Patriarchat beteiligen."
mich fragte ein kollege, als er dieses buch sah: "und darüber braucht es ein buch?" ja.
Lest es einfach ALLE!!!!!! Soooo sooo wichtig. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Sehr wichtige Fragen und Anstöße!
Yesss!
Der Brief von Mareike Fallwickl an die „Liebe Jorinde“ ist ein richtig guter Text über den „neuen Feminismus des Miteinanders“ mit vielen wichtigen Überlegungen, wie der gelingen kann. Es werden Gedanken darüber angestellt, wie Männlichkeit in der gesellschaftlichen Entwicklung entsteht und wie die damit verbundenen Normen und Werte zustande kommen. Dabei arbeitet Fallwickl mit vielen Referenzen zu Autor:innen, Politiker:innen, Filmen und Serien. Es wird deutlich gemacht, dass Männer nicht mit dem vorherrschenden Männlichkeitsbild auf die Welt gekommen sind, sondern soziologisch geprägt werden und wie man sie zu einem Wandel des Männlichkeitsbildes unterstützen kann. Fette Empfehlung!


















































