„Trevor“ ist eine leidenschaftliche, sehr körperbetonte Second-Chance-Lovestory mit dominantem Alpha-Helden, bei der Emotionen und Besitzanspruch klar vor subtiler Spannung stehen.
Wir bleiben in der bekannten Familie , den Mayson-Brüdern. Während November und Asher inzwischen ihr erstes Kind großziehen, steht mit Trevor der nächste Bruder im Mittelpunkt. Trevor hat es sich mit Liz selbst verbaut. Ein Missverständnis führt dazu, dass er ihre Freundschaft beendet und genau das bereut er. Denn loslassen kann er sie nicht. Also kämpft er sich Schritt für Schritt zurück in ihr Leben. Ganz ohne Drama geht das natürlich nicht. Es gibt Hürden, verletzte Gefühle und einiges an Sturheit auf beiden Seiten. Was man wissen muss: Trevor ist, wie sein Bruder, ein absoluter Kontrollfreak. Dominant, beschützend, übergriffig in Entscheidungen. Dieses typische „Ich weiß, was gut für dich ist“-Auftreten zieht sich durch die gesamte Geschichte. Würde mein eigener Mann mich so behandeln, mich übergehen oder mir permanent seine Meinung aufdrücken, ich wäre schneller weg, als man „Liebe“ sagen kann. Aber in dieser Reihe ist das Konzept klar: Die Männer sind alle extrem dominant. Sie tragen ihre Frauen ständig durch die Gegend, entscheiden gern für sie mit und beenden Diskussionen auch mal damit, dass sie sie einfach küssen, bis sie nachgeben. Das muss man mögen, oder zumindest akzeptieren, sonst wird es schwierig. Intime Szenen gibt es reichlich. Und mit reichlich meine ich wirklich reichlich. Gefühlt besteht die Hälfte des Buches daraus. Für mich war das stellenweise zu viel. Ich habe einige Passagen nur noch überflogen, weil es sich wiederholt hat und die eigentliche Handlung dadurch in den Hintergrund gerückt ist. Ein bisschen Spannung ist da, aber sie bleibt eher oberflächlich. Da wäre mehr drin gewesen. Vielleicht wird in den Folgebänden noch etwas aufgegriffen oder vertieft, hier blieb es für mich eher Nebensache. Was am Ende hängen bleibt, sind vor allem die vielen intimen Momente. Unterm Strich: Wer dominante Mayson-Männer, viel Leidenschaft und wenig Zurückhaltung mag, bekommt hier genau das. Wer mehr Plot und weniger Wiederholung erwartet, könnte enttäuscht sein.



