Ich habe dieses Buch gekauft weil ich ein Fan von Geschichten zu Kriegszeiten - insbesondere der 2. Weltkrieg - bin. Ich ergötze mich keinesfalls an dem Leid der Geschichte. Das Gegenteil ist der Fall. Ich denke das wir aus diesen Geschichten die auch unsere Geschichte sind, lernen können. Es hilft das Vergessen zu verhindern. Nun aber zur Rezension. Pam Jenoff ist eine für mich neue Autorin von der ich jetzt schon weiss das ich sie mir merken möchte. Sie hat einen flüssigen und gut lesbaren Schreibstil mit ein paar kleinen Mängeln. Frau Jenoff neigt leider dazu einige Ausdrucksformen immer wieder zu nutzen. Wobei nicht klar ist ob im englischen wirklich immer dasselbe geschrieben worden ist oder es eine Sache des Übersetzers gewesen ist. Mich störte es schon zum vierten Mal "ich ermahne mich..." lesen zu müssen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Wir erleben den anfangs noch normalen Alltag mit Emma/Anna. Es ist ein schleichender Prozess in Krakau. Nach und nach zieht die Besatzung Folgen nach sich. Nicht nur für die Juden sondern für alle Polen. Spannend fand ich hier auch einen Einblick in die Gedanken vom Kommandanten Richwalder zu bekommen. Seinen Zwiespalt der Wehrmacht zu dienen und gleichzeitig das Leid das er damit über die Menschen bringt. Im Vordergrund steht natürlich Anna. Man folgt ihr, sieht ihre Last, ihr Leid und ihre widersprüchlichen Gefühle. Die beiden Hauptprotagnisten sowie Krysia (Anna ihre Tante) sind Charaktere mit Tiefgang in einer sehr schweren Zeit. Der Roman wirkte auf mich authentisch auch wenn er fiktiv ist. Es ist nicht einfach nur eine schnöde Liebesgeschichte sondern ein Roman mit Tiefgang und fesselnden Geschehnissen. Für mich gab es nur ein großes Manko. Das Ende. Ohne zu viel zu verraten: Man muss offene Enden mögen. Ich gehöre nicht dazu. Mich macht es wahnsinnig nicht zu wissen wie es nun weiter gegangen ist. Zudem scheint es keine Fortsetzung zu geben. Wer damit kein Problem hat, darf gerne zugreifen. Fazit Ein ergreifender Roman zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Fesselnd, mitreißend und spannend wird diese Geschichte erzählt. Lesen!
Das ist das Eigenartige bei den Deutschen, überlege ich auf meinem Rückweg. Hitler könnte persönlich vorbeikommen, um sich einen Radiergummi zu holen, und niemand würde sich daran stören, solange er das richtige Formular vorlegt.
Ich habe dieses Buch gekauft weil ich ein Fan von Geschichten zu Kriegszeiten - insbesondere der 2. Weltkrieg - bin. Ich ergötze mich keinesfalls an dem Leid der Geschichte. Das Gegenteil ist der Fall. Ich denke das wir aus diesen Geschichten die auch unsere Geschichte sind, lernen können. Es hilft das Vergessen zu verhindern. Nun aber zur Rezension. Pam Jenoff ist eine für mich neue Autorin von der ich jetzt schon weiss das ich sie mir merken möchte. Sie hat einen flüssigen und gut lesbaren Schreibstil mit ein paar kleinen Mängeln. Frau Jenoff neigt leider dazu einige Ausdrucksformen immer wieder zu nutzen. Wobei nicht klar ist ob im englischen wirklich immer dasselbe geschrieben worden ist oder es eine Sache des Übersetzers gewesen ist. Mich störte es schon zum vierten Mal "ich ermahne mich..." lesen zu müssen. Aber das ist Jammern auf hohem Niveau. Wir erleben den anfangs noch normalen Alltag mit Emma/Anna. Es ist ein schleichender Prozess in Krakau. Nach und nach zieht die Besatzung Folgen nach sich. Nicht nur für die Juden sondern für alle Polen. Spannend fand ich hier auch einen Einblick in die Gedanken vom Kommandanten Richwalder zu bekommen. Seinen Zwiespalt der Wehrmacht zu dienen und gleichzeitig das Leid das er damit über die Menschen bringt. Im Vordergrund steht natürlich Anna. Man folgt ihr, sieht ihre Last, ihr Leid und ihre widersprüchlichen Gefühle. Die beiden Hauptprotagnisten sowie Krysia (Anna ihre Tante) sind Charaktere mit Tiefgang in einer sehr schweren Zeit. Der Roman wirkte auf mich authentisch auch wenn er fiktiv ist. Es ist nicht einfach nur eine schnöde Liebesgeschichte sondern ein Roman mit Tiefgang und fesselnden Geschehnissen. Für mich gab es nur ein großes Manko. Das Ende. Ohne zu viel zu verraten: Man muss offene Enden mögen. Ich gehöre nicht dazu. Mich macht es wahnsinnig nicht zu wissen wie es nun weiter gegangen ist. Zudem scheint es keine Fortsetzung zu geben. Wer damit kein Problem hat, darf gerne zugreifen. Fazit Ein ergreifender Roman zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Fesselnd, mitreißend und spannend wird diese Geschichte erzählt. Lesen!
Wenn man sich mit dem zweiten Weltkrieg befasst und eine Geschichte zwischen einer Jüdin und einem Kommandanten erzählen will, ist das keine leichte Aufgabe. Die Protagonistin Emma, im Verlauf des Buches auch Anna genannt, war mir viel zu blass als Persönlichkeit. Natürlich ist das eine furchtbar schwierige Zeit, doch ihr Charakter bestand einzig und allein aus Jakub, ihren seltsamen Gefühlen für den Kommandanten und noch mehr Jakub. So konnte ich kaum mit ihr mitfühlen. Sie hat kaum für sich selbst gedacht - natürlich hat sie sich Sorgen um ihre Familie und die anderen Juden gemacht, aber nicht allzu sehr. Das hat mich teilweise wirklich gestört, weil es gefühlt nur um die beiden Männer ging. Aber ich mochte Krysia und Lukasz sehr und hoffte das beste für beide. Auch die ganzen jüdischen Traditionen kennenzulernen, fand ich wirklich interessant. Man merkt, die Autorin hat sich sehr damit befasst. Was mir wirklich gefallen hat, war der Anfang im Ghetto und das Ende und die Szenen mit dem Kommandanten. Ich musste feststellen, dass ich mich dabei immer mehr erwischte, wie ich Hoffnung hatte, das zwischen ihr und ihm würde gut ausgehen, obwohl das natürlich absolut wahnsinnig ist. Teilweise liegt es auch daran, dass man Jakub nicht kennenlernt, nicht diesen Mann, den Emma so abgöttisch liebt. Das finde ich schade, denn so hätte man mit den beiden sehr viel mehr mitfühlen können. Der Kommandant war sehr realistisch gehalten - und DAS war wirklich super, denn so musste man am Ende schlucken, als er sie doch töten will, weil er nunmal komplett überzeugt von den Ansichten der Nazis ist. Ich hoffte natürlich, dass er anders als alle anderen war, aber dem war nicht so. Denn am Ende bekam man die brutale Wahrheit wie durch einen Spiegel vorgehalten. Er war ein Nazi. Punkt. Überzeugt, zwar liebevoll, aber uneinsichtig und konsequent. Aus ihm wurde kein Held gemacht. Letztendlich ein Buch, das nicht viel Charaktertiefe hat und auch nicht wirklich die Schrecken des Krieges und des Holocausts näher bringt (außer, als Emma Informationen bekommt und im Ghetto ist) und ich mich bei manchen Handlungen der Figuren an den Kopf fassen musste (warum muss Emma so tollpatschig sein, dass es sich fast nach einer New Adult Geschichte anfühlt und warum wird gesagt, dass bereits 1941 gesagt wird, dass es für Deutschland schlecht aussieht im Krieg? Dies begann erst Sommer 42 mit der Schlacht von Stalingrad) Aber es hat eine konsequente, realistische Handlung und es wurde nichts aufgehübscht am Ende. 3,5/5



