Amüsanter Gesellschaftsroman aus dem England der Zwischenkriegszeit.

Note to self: öfter mal weniger erwarten...
In Erwartung einer lustigen und chaotischen Geschichte über eine Scheidung in einer Zeit, in der das undenkbar war, habe ich die ersten 100 Seiten nahezu verschlungen. Und es fängt auch wirklich witzig an. In der englischen Ständegesellschaft der 30er Jahre etwas zu verheimlichen, scheint ein Ding der Unmöglichkeit gewesen zu sein. Und so entwickelt sich die Handlung teilweise skurril und komisch. Aber dann versinkt die Geschichte nahezu in Belanglosigkeit und wird am Ende ein trauriges Familiendrama, das hektisch von Person zu Person springt. Aber es ist interessant zu lesen, wie die einzelnen Charaktere sich so verhalten, wie es zu der Zeit wohl üblich war. Man darf halt nicht vergessen, dass das Buch fast 100 Jahre alt ist. Mein Fazit: unterhaltsam, aber es nicht zu lesen, wäre kein Verlust. Und ich muss an meinen Erwartungen arbeiten...😅
Betsy und Alec sind ein gutsituiertes Ehepaar mit 3 Kindern im England der 1930er Jahre. Doch Betsy ist unglücklich und möchte die Scheidung. Doch sie hat ihre Rechnung ohne ihre Schwiegereltern und ohne ihre Eltern gemacht. Diese eilen herbei um die Katastrophe zu verhindern - und machen dabei alles nur noch schlimmer, es folgt ein Rosenkrieg vom Feinsten! Dieser Roman wurde 1936 geschrieben und jetzt wieder aufgelegt. Ich habe mich bestens unterhalten bei der Lektüre, die keineswegs seicht ist. Viel Spaß beim Lesen 😃


