Außergewöhnlicher Krimi, in dem sich Humor und menschliche Abgründe die Hand geben!
Eine ältere Dame als Auftragskillerin hat mir schon recht gut gefallen, der bissige und trockene Humor hat sein übriges getan. 🙂
Das Buch dockt ein wenig an geheimen Weltverschwörungsgedanken an, die wahrscheinliche viele Menschen kennen: lassen Staaten Menschen umbringen, die ihnen lästig geworden sind?
Halten sich Regierungen immer an den offiziellen Weg?
Wer entscheidet, ob jemand sterben muss oder nicht?
Was macht es mit Auftragskillern, die lediglich den Auftrag, nicht aber den Grund kennen? 😃
Ich fand die Idee hinter dieser Reihe erfrischend, spannend geschrieben und definitiv empfehlenswert!
Es war amüsant in eine Welt einzutauchen, die einem bekannt ist aber aus einer anderen Perspektive erzählt wird. Ein Schweizer Killer-Ministerium, das auch noch Tell heisst? Auf diese Idee muss man erst kommen.
Auch wenn sie nicht perfekt sind, Bücher in diesem Stil gefallen mir am besten. Sie sind kreativ, die Charaktere entsprechen nicht dem nächstbesten Stereotyp und bekommen im Verlauf der Geschichte die Chance ihre Persönlichkeit zu zeigen. Die angenehmen, sowie die weniger schönen Seiten. Deshalb mochte ich die connection von Morgenstern und Miguel sehr. Eine Hassliebe mit Freundschaftspotenzial?
Die beiden haben viel Zeit miteinander verbracht, sich gegenseitig herausgefordert und die ganze Geschichte erst richtig spannend gemacht. Man kann sich fragen in welcher Beziehung die beiden eigentlich stehen.
Violetta Morgensterns verrückte Art muss man wahrscheinlich erleben, um sie zu glauben. Obwohl sie zur Profikillerin wird, nimmt man es ihr nicht übel. Denn ihre Gründe sind nachvollziehbar. Irgendwie. Auch wenn das Morden an sich verwerflich ist, hat man als Leser das Gefühl es sei gerechtfertigt.
Am meisten gefiel mir der Anfang. Alles ging relativ zügig und man erfuhr recht spannendes Zeug über die Hauptfiguren, Morgenstern sowie die Tell-Zentrale. Eine wichtige Grundlage für die spätere Handlung. Im mittleren Teil wurde mir kurz langweilig, aber das letzte Drittel war super. Die Geschichte kam so richtig ins Rollen und das Killer-Ministerium Tell zeigte nochmals welche Tricks sie auf Lager haben. Es war spannend und vielschichtig, bis zum Schluss.
Nebst alldem schien mir die Geschichte sehr gut recherchiert. Nach meinem Geschmack hätten es hie und da weniger Details sein dürfen. Sehr cool fand ich jedoch die passend eingesetzten schweizerdeutschen Ausdrücke.
Fr. Morgenstern, eine pensionierte Lehrerin wird vom Schweizer Staat als Auftragsmörderin angeheuert. Gmeinsam mit ihrem Partner bzw. Ausbilder schließt sie einige Aufträge ab. Doch einer ist besonders kniffelig.
Teilweise war es etwas langatmig, aber es war auch spannend und ich musste mehrmals lachen oder schmunzeln.
Vom Thema her recht spannend: Ehemalige Lehrerin wird zur Mörderin. Allerdings war der Anfang für mich recht schleppend. Erst ab Mitte des Buches kam Spannung auf.
Das Ende hat Lust auf Teil 2 gemacht.
🅒🅞🅩🅨 🅛🅔🅢🅔🅩🅔🅘🅣 🤍 „Frau Morgenstern und das Böse - Band 1“ von Marcel Huwyler, Grafit Verlag
Leider kann ich euch zu diesem Bauch keinen Einstiegssatz präsentieren, einfach weil das Buch schon nicht mehr bei mir wohnt 😬
Ihr merkt, es konnte mich nicht überzeugen.
Wir begleiten Violett Morgenstern, pensionierte Lehrerin und sie nimmt das Gesetzt gerne mal in die eigene Hand. Als sie dabei erwischt wird, gerät sie in Haft und befürchtet schon das Schlimmste.
Allerdings wurde sie von TELL aufgegriffen, eine geheime Organisation und die machen genau das, was Violette eigentlich auch macht, nur im großen Stil.
Als ihr dort ein Job angeboten wird ist sie gleicht Feuer und Flamme 😅
Eigentlich könnte der Plot so gut sein. Die Handlung klingt genau nach mir. Leider konnte ich nur mit Violette so gar nicht warm werden. Die Frau kann alles, weiß alles und ist sowieso perfekt. War schon in jedem Land, kennt jedes bekannte Gift und so weiter 🙄
Dazu kommt, dass sie eigentlich schön über 60 aber natüüüürlich viel viel jünger wirkt! Glatt könnte man sie für einen Teeny halten und der Autor wird auch nicht müde das immer und immer wieder zu erwähnen.
Das hat echt genervt. Was sollte das?
Lass die Frau doch alt sein und Falten haben 😪
Das war einfach so drüber und auch der Fall war langweilig. Eben weil Violette alles kann und dann als es drauf ankommt, war sie überraschen naiv und hatte ne lange Leitung 🫤
Nein, ich werde die Reihe nicht weiterlesen.
Kennt ihr die Reihe? Oder liegt sie vielleicht noch auf eurem SuB?
Ich gebe dem Buch 2,5/5 ⭐️⭐️🌟
Lasst es euch gut gehen!
Cya, Jessy
Das Thema: "Morden zum Wohle der Gesellschaft" hat mich sofort gecatcht. 😆
Violetta und Miquel sind ein tolles Team, mit sehr interessanten und außergewöhnlichen Lebenläufen.
Teils fand ich das Buch zu realistisch, ich hatte es mir irgendwie magischer vorgestellt. Der Realismus war mir dann aber auch wieder etwas unrealistisch (Diskutieren des Falles in der Öffentlichkeit). 🤔
Das Ende hat mich allerdings versöhnt und ich möchte wissen, wie es weiter geht.
Ich kann mir gut vorstellen, dass der zweite Teil besser wird, weil der ganze Einleitungsquatsch wegfällt.
„die welt ist voller weicheier und dazugehörer, die dem bösen den mahnfinger zeigen, aber nichts dagegen unternehmen.“ morgenstern und schlunegger machen etwas dagegen. sie tun dies mit viel einfallsreichtum und wortwitz. ein toller erster band-ich freue mich auf die weiteren.
Frau Morgenstern und Ihr Humor. Schon etwas spezielles aber dennoch witzig.
Ich hoffe im nächsten Band kommen noch mehr so Rückblicke. Ich fand vor allem die von Miguel sehr spannend.
Unbedingt lesen!
Violetta Morgenstern ist pensionierte Lehrerin und fand schon immer „Strafe muss sein“. Nachdem sie die ein oder Ungerechtigkeit selbst „ausgeglichen“ hat, wird sie unerwartet Teil einer geheimen Organisation, die ihre Fähigkeiten auf diesem Gebiet nutzen möchte.
Allerdings hat sie es nicht nur mit herausfordernden Aufträgen sondern auch mit ebensolchen Kollegen zu tun und dann auch noch mit geheimnisvollen Erpresserbriefen, in denen ihr Leben bedroht wird!
Ein spannender, atmosphärischer Krimi aus ungewöhnlicher Perspektive mit einer aussergewöhnlichen Hauptfigur.
Strafe muss sein“: diese Regel hat Violetta Morgenstern, 59 Jahre und frühpensionierte Grundschullehrerin, von ihrer Mutter gelernt, auch dass Recht und Gerechtigkeit nicht immer dasselbe sind. Und so führt sie ein ruhiges Leben, kümmert sich um die Bewohner und Bewohnerinnen einer Seniorenresidenz, gibt Deutschunterricht für Immigranten und eliminiert mit viel Phantasie Menschen, die ihre Strafe verdient haben. Leider wird sie beim letzten Mal erwischt, doch sie bekommt vom streng geheimen Schweizer Tell-Ministerium das Angebot, Auftragsmorde auszuführen zum Wohle der Schweiz. Zusammen mit ihrem Ausbilder Miguel Schlunegger kommt sie einer großen Verschwörung auf die Spur. Und was ist, wenn „Strafe muss sein“ auch für Violetta gilt …?
Marcel Huwyler entwickelt vom ersten Satz an ein Sprachfeuerwerk, seine treffsicheren Formulierungen treffen immer den richtigen Ton. Das ist eine erstaunliche Leistung, denn als Leser:in ist man sich eigentlich nie sicher, welches Genre dem Buch zuzuordnen ist. Die Figuren, die Ereignisse, die Handlungen der Figuren wirken (eigentlich) völlig überzeichnet – aber trotzdem kippt die Handlung nie ins Lächerliche oder absolut Unglaubwürdige um, im Gegenteil, der Autor schafft es, alle seine Figuren individuell und mit vielen Ecken und Kanten zu zeichnen, so dass man öfters sich in einem Drama befindet. Keine Figur ist nur Gut oder nur Böse. Ein sprachlich perfekter Dramady-Krimi, der einen mit den Figuren mitfiebern lässt.