Hier haben wir die Geschichte von zwei Schwestern die ältere arbeitet im mittleren Osten und nutzt dafür den Namen der jüngeren weshalb dann auch die Überreste mit dem falschen Namen in Manila ankommen und man verfolgt hauptsächlich die jüngere wie sie auf den Weg ist den Sarg abzuholen und man bekommt die Geschichte der beiden erzählt was mich mehr interessiert hätte wer wie ist es als Arbeitnehmer in dieser Region womit hat man dort zu kämpfen wie ergeht es einen da . Diesen Teil bekommen wir ziemlich schnell und eher oberflächlich erzählt
Leider eher enttäuschend
Aufgrund der baldigen Buchmesse in Frankfurt, wo die Philippinen das Gastland sind, habe ich mir dieses Buch als Second Hand gekauft. Ich bin in diesem Kulturkreis literarisch nicht sehr bewandert und möchte diesen gerne näher kennenlernen. Da ich zuvor bereits ein anderes teuer gekauft habe (und enttäuscht wurde) von einem philippinischen Autor, war ich eher vorsichtig. Das Positive zuerst: er kann schön schreiben und es ist mal ein anderes kulturelles Land als Autor unterwegs als europäische , amerikanische oder japanische. Leider war auch dieses Exemplar nichts für mich. Die Geschichte versprach, so deutete ich es für mich aufgrund des Buchrückens, eine Erzählung über ein philippinisches Schicksal einer jungen Frau und ihre Arbeit und Leben im Ausland, mit allen Nöten und Freuden, zu werden. Davon habe ich leider in dem Buch überhaupt nichrs mitbekommen. Um die entsprechende Protagonistin, die diese Erfahrungen erleben sollte, ging es ganze drei Kapitel (von 14) und es gab nur oberflächliche Einblicke in ihr Leben und unter welchen , vor allen gesellschaftlichen Umständen, sie dort lebte bekam man an sich überhaupt nichts mit. Viel mehr wurde allein die Fahrt vom Dorf bis zum Flughafen Manila (um die Leiche abzuholen) in epischer Breite ausgeführt und gefühlt jede zwei Seiten wurde vom eigentlichen Erzählstrang abgelenkt durch kleinere Nebengeschichten der anderen Protagonisten. Selbst die historische Entwicklung des Telegramms in der Region bekam seine ganzen zwei Seiten, ausgehend von der Tatsache, dass ein Telegram an die Familie der Toten versandt wurde und auch ein Dieb hat eine eigene Geschichte bekommen. Da es mich leider sehr langweilte habe ich auch einiges überflogen, ich hatte nur den Eindruck, dass xer Autor die Geschichte der Philippiner in die Schicksale der Nebencharaktere packen wollte, was aber sehr von der Hauptstory abgelenkt hat. Die Geschichte hatte kurz einen Spannungsbogen im letzten Drittel , der am Ende nur kurz anhielt und dann blieb noch ein offenes Ende - der einzige Trigger, der einen in der ganzen Erzählung überhaupt zum Weiterlesen verleitet hat. Fazit: an sich habe ich es nur zu Ende gelesen, weil ich dafür bezahlt habe. Lohnt sich meines Erachtens nicht.
Durchschnittlich 600 Särge kommen am Flughafen Manila pro Jahr an. Särge, in denen philippinische Tote liegen, die das Land verlassen haben, um irgendwo in der Welt ihren Lebensunterhalt zu verdienen und nach Hause zu schicken. Bauarbeiter, Pflegekräfte, Dienstmädchen. In dieser Geschichte geht es um eine junge Tote, die mit dem Pass und der Identität ihrer Schwester im Ausland gearbeitet hat und dort ums Leben kommt. Mit viel schwarzem Humor und gleichzeitig großer Empathie erzählt uns der Autor nicht nur die Geschichte dieser Frau und der Komplikationen, die ihre falsche Identität verursacht, sondern vor allem auch vom brutalen Alltag und Überlebenskampf auf den Philippinen sowie von den wunderbaren Menschen dort. Das Buch ist mir sehr zu Herzen gegangen und es war zudem ein hochinteressanter Einblick in das Leben auf den Philippinen
Hmm... Leider langweilig und etwas wirr 🤷🏼♀️



