2. Dez.
Das ist nicht das stärkste Heft aus der Reihe, aber durchaus ein Heft welches Denkanstöße geben kann.
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Das ist nicht das stärkste Heft aus der Reihe, aber durchaus ein Heft welches Denkanstöße geben kann.

Maro Heft 16 - ,,Schlaf" --- Ein literarischer Essay --- Text: Marie-Louise Monrad Møller Illustration: Enikő Katalin Eged In Heft 16 wird das Thema Schlaf in drei Teilen beleuchtet. Zunächst geht es um den Jetlag und einer Ankunft in Tokio. In der zweiten kurzen Erzählung um eine morgendliche Fahrt mit der U-Bahn in Berlin. Im letzten Teil wird eine Reise mit der Fähre von Griechenland nach Italien geschildert. Die Geschichten werden durch das übergeordnete Thema Schlaf miteinander verbunden. Die Autorin geht dabei auf unterschiedliche Arten von Schlaf ein und betrachtet das Thema in der Gesellschaft. Hier zeigt sie zum Beispiel unter anderem wie der Kapitalismus unsere Sicht auf das Thema zum Schlechteren verändert hat, oder wie unterschiedlich die Ruhepausen je nach Mensch und Umgebung verschieden ausgeübt werden können. Interessant, welch niedrigen Stellenwert die Thematik in unserem Alltag hat. Der Schlaf wird häufig nicht geschätzt und gilt als Zeitverschwendung. Schlafen kannst du, wenn du tot bist, du Schlafmütze, du musst doch was schaffen heute usw. sind Sätze, die jeder von uns sicherlich kennt. Grundsätzlich zeigt das Buch aber, wie wichtig der Schlaf für uns Menschen ist und wie unterschiedlich dies praktiziert werden kann. Leider bleibt dieses Heft für mich zu sehr an der Oberfläche. Hier hätten mir doch ein wenig mehr Einschübe aus der biologischen Forschung gefallen. Toll waren die unterschiedlichen Sichtweisen, um das Thema aus verschiedenen Richtungen zu betrachten, sowie die Gestaltung des Heftes. Das ist nicht das stärkste Heft aus der Reihe, aber durchaus ein Heft welches Denkanstöße geben kann.

Schlaf. Ein literarischer Essay
Schlaf. Ein literarischer Essayby Marie-Louise Monrad MøllerMaro