29. Sept.
Rating:5

Unfassbar! Jede/r muss das lesen!

Thema: Klimawandel, die Welt im Jahr 2084; Interviews geben einen "Rückblick" in die aktuellen Jahre 2020+ (sowie davor) und machen deutlich, was wir ändern müssen, um die Welt (für unsere Kinder) zu retten. Regt zum Nachdenken an! Bedrückend und grandios!

2084
2084by James Lawrence PowellQuadriga
12. Mai
Ein wichtiges, aber emotional herausforderndes Buch.
Rating:4

Ein wichtiges, aber emotional herausforderndes Buch.

Wenn ihr dieses Buch zur Hand nehmen wollt, dann stellt euch auf viel Wut ein. All die Szenarien, welche von Prognosen erstellt sind, lassen einen fassungslos werden und die Frage, die sich immer wieder stellt, ist: wir haben es doch gewusst, warum haben wir es nicht verhindert?

2084
2084by James Lawrence PowellQuadriga
17. Aug.
Rating:3.5

Deprimierendstes Buch, was ich je gelesen habe, aber vermutlich sollte es trotzdem jeder lesen

2084 ist eine Sammlung von (fiktiven) Interviews mit Personen im Jahr 2084, die sich alle mit dem Klimawandel und seinen Folgen beschäftigen. Die meisten davon sind mit Wissenschaftlern, die berichten, was die Erderwärmung bis zu diesem Jahr alles ausgelöst hat. Alle diese Geschichten und Zahlen sind herzzerreißend und machen vor allem traurig und wütend. Wut ist aber glaube ich auch genau das, was der Autor erreichen wollte – Wut und den Willen, etwas zu ändern. Ich fand den globalen Blick auf dir Welt sehr spannend, gezeigt zu bekommen, wo überall der Klimawandel seine Folgen nach sich zieht – nämlich wirklich überall. Das Lesen war vom Schreibstil her für mich recht angenehm und eher emotional anstrengend. Die Tatsache, dass alles wie Geschichte und fertige Fakten klingt, der Untergang von Städten und Ländern ebenso wie Atomkriege und Umweltkataserophen, macht einen beim Lesen wirklich fertig. Genau das finde ich an dem Buch aber tatsächlich auch etwas schwierig: es wird beschrieben, was passieren kann, aber als Leser:in ohne riesige Expertise habe ich keine Ahnung, was davon wie wahrscheinlich ist, auf welche Studien es sich stützt etc etc. Und zusätzlich hat das Buch bei mir auch eher das Gefühl verstärkt, dass viel zu tun wäre, es eigentlich aber eh schon zu spät ist und in meiner Macht sowieso nichts liegt. Vielleicht mag das auch so sein, aber der Anfang, um etwas zu ändern, ist das Buch dann auch nicht zwingend.

2084
2084by James Lawrence PowellQuadriga
7. März
Rating:4.5

Dieses Buch hat mich definitiv zum Nachdenken angeregt und mein eigenes Verhalten hinterfragen lassen.

"2084" war tatsächlich mein erstes Buch, welches sich aus einer wissenschaftlicheren Perspektive mit dem Klimawandel beschäftigt hat. Es handelte sich dabei um ein interessantes Konzept, denn es war kein gewöhnliches Sachbuch. Dieses Buch verband die Aspekte eines Sachbuchs mit dystopischen Elementen, in dem es die Meinungen zukünftiger Wissenschaftler wiedergibt. Das bedeutet, dass wir die Geschichten von Menschen aus dem Jahr 2084 hören, die die Auswirkungen des Klimawandels bis dato hautnah erlebt haben und die für uns bisher nur einer Horrorvorstellung gleicht. Natürlich kann man die Darstellungen kritisch betrachtet, weil es sich lediglich um Prognosen handelt. Aber lasst euch sagen - all das sind sehr besorgniserregende Prognosen. Das Buch umfasst verschiedene Auswirkungen und Katastrophen, die auf den Klimawandel zurückzuführen sind. Dabei sind unter anderem auch beispielsweise die verheerenden Buschbrände, die wir selber dieses Jahr aus Amerika verfolgt haben und auch 2018, als in Australien Tausende von Tieren aufgrund dessen verstorben sind. Ich glaube jeder von uns kann nicht leugnen, dass in den nächsten Jahren weitere Brände mehr als absehbar sind. Aber es wurden auch andere Themen angesprochen wie die Schmelze der Gletscher und den damit verbundenen möglichen temporären Überflutungen, den durch den Klimawandel folgenden Wassermangel und dem Kampf, mit welchem sich die zukünftigen Generationen auseinandersetzen müssen. Millionen, wenn nicht sogar Milliarden Klimaflüchtlinge, aber auch Flüchtlinge aus Kriegsgebieten, die um eine stärkere Wasserquelle kämpfen, könnten die Folge sein. Neben diesen Auswirkungen beschreibt das Buch aber besonders deutlich eine viel schwerwiegendere Thematik: Selbst wenn einzelne Länder wie Schweden gegen den Klimawandel vorgehen und Maßnahmen dagegen treffen, wird ihnen und uns das im Gesamtbild nichts bringen. Denn solange keine einheitliche Meinungsänderung erfolgt, wird der Klimawandel nicht mehr aufzuhalten sein.

2084
2084by James Lawrence PowellQuadriga
30. Nov.
Rating:4

Mit welchem Gefühl werden die Erdbewohner im Jahr 2084 auf uns zurückblicken? Nach Powells dramatischen Schilderungen in "2084" wird kaum ein Funken Verständnis für unser Handeln vorhanden sein. Jährlich beziehungsweise monatlich übertrumpft ein schreckliches Klimaereignis das nächste. Die Ausmaße der Wetterphänomene scheinen immer ein neues Maximum anzustreben. Bereits jetzt, im Jahr 2020, erkennen wir - Laien - die Auswirkungen des Klimawandels und doch wird wenig unternommen. Wie wird unsere Erde dann im Jahr 2084 aussehen? Eindrucksvoll, dramatisch und beängstigend schildert Powell die möglichen beziehungsweise absehbaren Ereignisse als Rückschau von Leuten in unterschiedlichsten Erdteilen. Das Buch ist in bestimmte Teile unterteilt um die Auswirkungen des Klimawandels halbwegs thematisch einzuordnen. Dies bedeutet natürlich nicht, dass eine Region nicht auch mehrere angesprochene Situation treffen wird, jedoch ergibt sich dadurch ein gewisses Schema, das auch der geographischen Zuordnung hilfreich ist. Ich muss zugeben, dass die gewählte Erzählweise - der Interviews - sowohl Vor- als auch Nachteile mit sich bringt. Die beschriebenen Geschehnisse werden dadurch privater und demnach emotionaler, jedoch war mir die dadurch gelieferte Dramatik auch ab und an etwas zu viel. Ich habe mich selbst dabei ertappt, vom Gelesenen Abstand gewinnen zu wollen und dadurch hat Powells angestrebter Effekt nicht komplett funktioniert. Die teilweise dystopischen Erzählungen nahm ich demnach teilweise nicht ganz so ernst, was eigentlich nicht passieren sollte. Man muss sich bewusst werden, dass die angesprochenen Szenarien höchstwahrscheinlich so oder so ähnlich real werden, ob noch zu unseren Lebzeiten oder erst kurz danach. Die Brisanz ist jedoch klar zu erkennen. Es wird Kriege um Trinkwasser geben, einige Bereiche der Erde komplett überschwemmt werden, unkontrollierbare Feuer werden auftreten sowie Massenmigration. Kein Landstrich wird verschont bleiben. Besonders gut empfand ich die vielen Informationen zu jedem Gebiet. Ich bin ganz sicher keine Niete in Geographie, mir ist jedoch trotzdem nicht jede Begebenheit in jedem Landstrich bekannt. Demnach liefert Powell geballt Wissen, das jedoch auch nachvollziehbar geschildert wird. So kann man auch relativ schnell die Situation der erzählenden Person nachvollziehen. Auffällig ist natürlich das oftmalige Erwähnen des jetzigen Jahrzehnts und die Auswirkungen unseres Tuns bzw. Nicht-Tuns. Dies verstärkt natürlich das Gefühl des Lesers einen aktiven Part im kompletten Geschehen einzunehmen und endlich vernünftig zu handeln, bzw. sich mehr mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ich denke auch, dass dies die Hauptaufgabe des Buches sein soll: die Brisanz aufzuzeigen und zum Handeln zu bewegen. Mir gefiel auch ungemein die Tatsache, dass so gut wie alle Erdbereiche im Buch erwähnt werden. So fühlt sich jeder Leser angesprochen, vielleicht mal mehr, mal weniger. Ein gewisser Fokus liegt zwar definitiv auf den USA, was jedoch vielleicht auch die allgemein Größe des Landes ausmacht. Obwohl der Erzählstil nicht absichtlich im höheren Niveau angesiedelt ist, konnte ich trotzdem keine langen Abschnitte im Buch lesen. Die Thematik ermüdet und erschüttert. Auch die Informationsflut bedarf einer stärkeren Fokussierung, wie es z.B. im Bereich der Belletristik notwendig ist. Demnach empfand ich einige Bereiche als etwas langatmig, besonders im vorderen Bereich des Buches. Ab etwa der Mitte hatte ich weniger Probleme damit und fand die einzelnen Teilbereiche "einfacher" beziehungsweise zügiger zu lesen.  Mir fällt es äußerst schwierig dieses Buch zu bewerten. Ich finde es ausgesprochen gut, dass Powell zu so einer dramatischen Erzählweise greift, andererseits etwas anmaßend, eine Art "Realität" als gegeben heraufzubeschwören. Sehr zweischneidig, jedoch auch nachvollziehbar, da viele Bücher in Bezug auf das Thema Klimawandel sehr distanziert und wissenschaftlich auftreten. Dies hatte bisher keine durchschlagende Wirkung erzielt. Trotzdem erscheinen mir Powells Szenarien auf keinen Fall aus der Luft gegriffen. 2084 überzeugt letztendlich durch seine emotionale Seite und lässt dadurch die Leser ins Nachdenken kommen.  Ich persönlich empfinde den Abschnitt des "Ausweges" als zu gering. Nach der geballten Dramatik der vorangehenden Kapitel hätte ich mir an dieser Stelle einfach mehr gewünscht. 2084 rüttelt wach und erschüttert. Man muss das Gelesene reflektieren und wird auch dadurch erneut zum Recherchieren angeregt. Obwohl mir das Werk von Powell emotional sehr zugesetzt hat, bin ich dennoch positiv überrascht und auch beeindruckt. Die Anhäufung von Wissen in diesem Buch gibt den Grundstein für ein weiteres Auseinandersetzen mit der Thematik Klimawandel.

2084
2084by James Lawrence PowellQuadriga
25. Apr.

3/5 ⭐

Der Klimawandel beschäftigt mich sehr und ist heutzutage ein unvermeidliches Thema. Daher wollte ich auch unbedingt das Buch "2084 - Eine Zeitreise durch den Klimawandel" von James Lawrence Powell lesen. In dem Buch führt der Autor im Jahr 2084 fiktive Interviews mit Zeitzeugen des Klimawandels. Er lässt Menschen aus aller Welt zu Wort kommen und berichten, was sie erlebt haben und was im Laufe der letzten Jahrzehnte passiert ist. Dabei geht es nicht nur um fiktive Geschehnisse zwischen heute und dem Jahr 2084, sondern der Autor greift auch Fakten und Ereignisse aus diesem Jahr und früher auf. 🌍🏝🌪 Gerade durch diese realen Teile haben die Erzählungen noch einmal eine andere Wirkung und machen deutlich, dass das Thema sehr aktuell und ernst ist. Mir hat hierbei auch gut gefallen, dass das Buch in verschiedene Teile aufgeteilt ist, in denen die Interviews zu ähnlichen Themen zusammengefasst wurden. So werden in diesem Buch eine Vielzahl an Themenbereichen, auf die der Klimawandel Auswirkungen hat, beschrieben, wie beispielsweise Überschwemmungen, Krieg, Gesundheit und Artensterben. 🐋 Der Autor greift hier wirklich viele, schockierende Auswirkungen des Klimawandels auf und es war einiges dabei, was ich noch nicht wusste. So interessant und bewegend die beschriebenen Auswirkungen des Klimawandels auch sind, desto uninteressanter ist leider die Art der Darstellung in diesem Buch. Die Idee mit den fiktiven Interviews fand ich super, leider muss ich aber auch sagen, dass mir die Umsetzung dieser Interviews weniger gut gefallen hat. Hier wurde einfach mit sehr vielen Fachbegriffen um sich geworfen und eine sehr trockene Sprache gewählt. So hatte ich meistens nach wenigen Seiten keine Lust mehr auf's Weiterlesen und habe das Buch immer wieder zur Seite gelegt. Die Zielgruppe des Buchs wird hier meiner Meinung nach überhaupt nicht gut angesprochen, sondern es liest sich eher wie ein Buch für Fachleute. 🤔 Ein wichtiges, aktuelles Thema, eine gute Idee, aber leider eine schwache Umsetzung.

2084
2084by James Lawrence PowellQuadriga