Sehr lustig, unterhaltsam.
Toller Humor und gute Wendungen
Ein Buch mit ungewöhnlicher Story. Das Geschehen findet in der DDR statt und nimmt die Leserlnnen mit auf eine teils absurd wirkende Geschichte. Die Erzählung besticht mit Humor und hat mich wirklich zum Schmunzeln gebracht. Ein Buch, was gute Laune macht 🧡
Ok, aber dann auch nicht mehr
Das Buch klang erstmal ganz gut, es wurde mir im Abo der Büchergilde zugeschickt. Da ich aber dann doch nicht so gerne inhaltlich etwas über die DDR lese, obwohl ich noch ein paar Jahre in der DDR aufgewachsen bin, hat es mir dann doch nicht so gefallen.

Gleich vorweg: Es handelt sich hier um keine Ostalgie! Ich lese auch kaum Romane, die in der DDR-Zeit spielen. Jakob Hein schafft aber eine köstlich absurde Satire um den DDR-Bürger Grischa, der afghanischen Hanf als wertvollen Devisenbringer entdeckt. Ein politischsn Chaos zwischen Ost und West ist vorprogrammiert! Witzig, gewitzt und charmant verspielt!

Ostberlin, 1983, DDR. Grischa Tannberg beginnt in der staatlichen Plankommission, PlaKo. Er ist zuständig für den Handel mit Afghanistan. Sein Chef, Ralf Burg, erläutert was die Aufgabe der Abteilung ist: kunstvolles Warten, aber ohne offensichtlich zu warten. Grischa ist voller Tatendrang & beginnt sich über Land & Menschen zu erkundigen. Ein Produkt ist besonders gut für den Handel: Hanf. Was passiert wenn ein Mitarbeiter unterfordert ist? Heute nicht vorstellbar (Workaholic), in der DDR schon. Eine Idee wird geboren. Export von Medizinalhanf, Eröffnung vom Freundschaftsladen an der Grenze, die Leute stehen Schlange. Die Ministerien wissen nicht mehr was sie tun sollen & um das Ganze aufzulösen wird 1 Mrd. DM gezahlt. Kurz gesagt, beruflicher Leerlauf lohnt sich nicht. Nicht nur der Handel steht im Mittelpunkt auch andere Tauschgeschäfte werden gemacht (Maschine/Gras). Hein verbindet in dem Buch eine fiktive Story mit realen Geschehnissen. Die historischen Bezüge sind genausten recherchiert & deshalb fühlt er sich nahbar beim Lesen an. Für mich, der nicht in der DDR geboren ist, zeigt es eine neue bisher unbekannte Sicht an. Hein hat einen lustigen, abgedrehten Roman geschrieben. Hier gibt es keine Schmunzler, sondern laute Lacher. Die Charaktere sind nahbar, sehr gut geformt, aber manchmal etwas holzschnittartig. Spaß hatte Jakob Hein beim Schreiben des Romanes sicher & diesen merkt man beim Lesen alle Fälle. Es ist ein herrliches, humoristisches Buch & eine absolute Leseempfehlung für alle die mal eine etwas andere Story lesen wollen. Ein Happy End gibt es auch!
Kunstvolles Warten oder Wie die DDR die Marihuana Handel voran treibt. Grischa kommt nach seinem Studium aus dem beschaulichen Gera nach Berlin. Er hat eine gut Stelle im Planungskomitee bekommen und wird zukünftig mit dem Partnerland Afghanistan arbeiten. Naja, so richtig nicht, sein Vorgesetzter Burg weiht ihn noch am ersten Tag in das Geheimnis des kunstvollen Wartens ein. Es gibt schlichtweg nichts zu tun. Grischa sucht sich eine Aufgabe und präsentiert seine Idee. Medizinisches Hanf eignet sich perfekt als Handelsgut. Nach einigen Besprechungen reist eine kleine Gruppe nach Afghanistan und macht einen Deal. Wieder zurück in der DDR stellt sich die Frage, wie wird das Marihuana unter die Westdeutschen gebracht, Devisen usw. Es entsteht eine Idee und nach Startschwierigkeiten läuft das Geschäft besser als gut. Natürlich bekommt die BRD das auch mit und ist erbost. Es wird wild nach Lösungen gesucht. Mal eine etwas andere Geschichte über die DDR und BRD, hat Spaß gemacht zu lesen.
witzig, macht gute Laune und ist rasch gelesen. Eine ein bisschen schräge Geschichte aus den letzten Jahren Deutsch-Deutscher Beziehungen, die aber auch so fast hätte passieren können.
"Die Ostler haben sich einfallen lassen, an einem Grenzübergang in Westberlin Cannabis zu verkaufen. Die Ostler! Ganz offiziell, gegen Quittung - das müssen sich mal vorstellen!" Als Grischa Tannberg nach seinem Studium das kleine verschlafene Gera hinter sich lässt und dauerhaft nach Ostberlin zieht, ist ihm noch nicht bewusst, was sein Interesse und seine Neugierde auslösen kann. Die Stelle bei der Staatlichen Plankommission ist anfänglich mit nichts tun verbunden. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Bruderstaat der Demokratische Republik Afghanistan ist noch unsicher bzw. unklar. Die Afghanen haben der DDR nicht viel anzubieten, das einzige was landwirtschaftliche angebaut wird ist Cannabis, oder in DDR Sprache Medizinalhanf. Grischa kommt auf die glorreiche Idee diesen sinnvoll und gewinnbringend zu importieren oder an die Westberliner zu verkaufen, und dies ganz auf legalen Weg. Dies ist Geburtsstunde des Deutsch-Afghanischen Freuschaftsladen, genau im Grenzgebiet. Die DDR wird sich im wahrsten Sinne eine goldene Nase verdienen. Erst in Berlin und schlussendlich treffen sich Ost und West Politik in Bayern und es kommt zum größten denkbaren Deal. Ein guter und witziger Roman. Jakob Hein zeigt auf, wie Mangel erfinderisch machen kann. Egal mit was, man brauch bloß die passende Idee zum richtigen Zeitpunkt und verdammt viel Überzeugung.
Die Idee war interessant man kommt schnell durch für zwischendurch ein gutes Buch
Was ist wahr was ist erfunden? Wie absurd und doch existent war die DDR? Wie absurd war das Geschäftsverhältnis zwischen der DDR und der BRD!? Und das alles in einem amüsanten und gut geschriebenen Tabak verpackt! Lesenswert!
Ich fand die Grundidee der Geschichte ganz amüsant, aber es war auch viel belangloses dabei.
Herrlich gelacht und geistig angeregt geschlossen!
**** Worum geht es? & Mein Eindruck **** Der Titel des Buches ist schon ein kleines Highlight, und genau dieser Ausdruck, Humor und Stil prägen auch das gesamte Werk. Ich habe oft still vor mich hingeschmunzelt und gleichzeitig etwas wirklich Geistreiches geboten bekommen. Die Detailverliebtheit in jedem Satz, die sorgfältige Wortwahl – alles wirkt durchdacht und gekonnt inszeniert. Der Text wird so zur Bühne, auf der die Figuren uns das Mindset des Autors vorführen. Besonders beeindruckend finde ich, wie Wortwiederholungen hier zur Kunstform erhoben werden. Ich bin ein großer Fan davon, bewusst mit Sprache zu spielen – und Hein tut das meisterhaft. Auch inhaltlich überzeugt das Buch: Es führt fiktiv, aber klug und spannend an ein bedeutsames historisches Ereignis der DDR-Politik in den 80er Jahren heran – den Milliardenkredit. So lässt sich Geschichte auf unterhaltsame Weise vermitteln. Dass das Buch dabei hervorragend recherchiert ist, gerät fast schon zur Nebensache. Für mich eine ganz großartige Lektüre und ein riesiges Lesevergnügen. **** Empfehlung? **** Wer intelligente, sprachlich brillante und zugleich humorvolle Literatur schätzt, sollte dieses Buch lesen. Es ist gleichermaßen anregend, lehrreich und unterhaltsam. Sprachlich brillant und einzigartig!
Unterhaltsam und doch tiefgründig!
Jakob Heins neuer Roman würde seine eigene Geschichte wahrscheinlich wie folgt berichten: „Motivierter Berufsanfänger aus der DDR gibt sich nicht mit geschäftigem Nichtstun zufrieden und erarbeitet Absatzplan für DAS landwirtschaftliche Produkt der Bruder-Republik Afghanistan. Gemeinsam mit einer zielstrebigen Biologin wird der Plan in die Tat umgesetzt und die Dinge nehmen ihren Lauf. Es entspinnt sich eine Poker-Partie, deren Kontrahenten-Staaten sich über den Kontrast zueinander unter anderem in Ideologie, Wirtschafts- und Rechtssystem definieren. Wer dealt hier womit: Die DDR mit Cannabis oder die BRD mit Westmark? Am Ende führen zwei Joker namens „Liebe“ und „Passion“ zum Happy End für die ProtagonistInnen - Aber definitiv nicht so, wie ihr jetzt vermutet.“ Der Roman las sich vollkommen mühelos und ausgesprochen kurzweilig, auch durch die knappen Kapitel und die spannende Geschichte. Immer wieder kommen philosophische Überlegungen zum klingen, das allerdings nie belehrend. Am Ende mutet die Handlung geradezu fabelhaft im Sinne eines Märchens an, was mir aber gut gefallen hat. Ich freue mich darauf, Jakob Hein im Rahmen einer Lesung in meiner Heimatstadt zum Jahresende noch einmal zu begegnen und noch mehr über die in der Danksagung anklingenden Entstehungshintergründe und die Titelwahl zu erfahren. Ein wirklich unterhaltsames und dennoch auch tiefgründiges Buch. Klare Empfehlung.
Wie Grischa mit einer verwegenen Idee beinahe den Weltfrieden auslöste von Jakob Hein aus dem #galianiverlag 🕊️ Grischa lebt in der DDR und hat gerade einen neuen beruflichen Posten bekommen. Assistent der Plankommission. Zuständig für das Bruderland Afghanistan. Grischa ist motiviert und engagiert und kommt da auf eine Idee. Die Geschichte beginnt. . Dieses Buch bietet eine schöne und kurzweilige Unterhaltung. Die Charaktere haben mir gefallen. Die Bilder dazu entstanden problemlos in meinem Kopf. . Der Autor hat mich oft, mit seiner Geschichte, zum Schmunzeln gebracht. . Phantasie und Geschichte mischen sich hier so gut, dass ich alles glaube, es sich völlig nachvollziehbar liest und ich das Gefühl hatte, etwas über Land und Leute zu lernen. . Ich vergebe 4 Sterne.
Ein kurzweilig leichter Roman und kleiner geschichtlicher Deep Dive. Ich sehe die Verfilmung schon vor mir. Ich hatte Sympathien mit allen Figuren und verlor sie in wenig mit dem Spannungsbogen der Geschichte. 7/10
Kann man lesen, muss man nicht
Wieder ein Buch, das richtig großartig hätte sein können. Es geht um Grischa, der in der DDR lebt und durch seine Idee, Medizinalhanf aus Afghanistan an der Grenze zu West-Berlin zu verkaufen, ein politisches Erdbeben auslöst. Soviel zur Theorie. Leider kann das Buch sich nicht entscheiden, ob es lustig-überdreht wie "Goodbye Lenin" oder eher dramatisch-politisch sein möchte. Heißt: die politischen Größen, die genannt werden, verblassen hinter der leicht trockenen Geschichte, witzig anmutende Teile kommen gezwungen rüber. Schade, aus der Idee hätte man mehr machen können!
Amüsant und tragisch-komisch
Ein für mich amüsanter ErinnerungsRoman über die DDR Anfang der 80er auf der Suche nach den besten Möglichkeiten, Devisen zu beschaffen. Die Charaktere erinnern an persönliche Erfahrungen und je nach Generation bzw der Herkunft, bietet das Buch genügend Potential für ausgiebige Gespräche.


















