Zunächst einmal ziehe ich den Hut vor so viel umfangreicher Recherchearbeit. Das Buch hält, was es verspricht: Wir begleiten Hape Kerkeling bei seinen Recherchen, folgen seinen (fiktionalen) Geschichten und nach und nach werden Verbindungen erkennbar. Mich persönlich haben die Episoden der Vergangenheit leider nicht abgeholt. Dramaturgisch ausgefeilte Plots sollte man hier nicht erwarten. Am Anfang war ich noch recht motiviert, hatte durch die kurzen Kapitel zu Beginn des Buches jedoch Schwierigkeiten in einen Fluss zu kommen. Sehr mitgenommen war ich von der Geschichte um Duncan, die für mich Grund genug ist, dieses Buch zu empfehlen. Beim Rest des Buches war für mich diesmal leider nur wenig dabei. Ich kann mir allerdings gut vorstellen, dass es wiederum andere sehr begeistert. Wer sich für Ahnenforschung und romantische Vorstellungen der Vergangenheit mit leichter Unterhaltung interessiert, kommt hier auf seine Kosten. Flache, unaufgeregte Plots, die mehr oder weniger schnell im Sande verlaufen. Kleine Momentaufnahmen, wie flüchtige Erinnerungen erwarten die Lesenden und geben Einblick in eine Zeit, die fern ist und doch so unbestreitbar mit dem Autoren verbunden.
Kurze Zusammenfassung: Hape Kerkeling erzählt in diesem Buch von seiner Familie und begibt sich auf eine Reise in die eigene Vergangenheit. Er verbindet persönliche Erinnerungen mit historischen Einschüben und zeichnet so ein vielschichtiges Bild seiner Herkunft.
Hape Kerkeling ist erfrischend, eloquent und sehr bildhaft. Man merkt schnell, dass hier jemand schreibt, der Sprache beherrscht und genau weiß, wie er Szenen auf den Punkt bringt. Ich mochte seine Stimme beim Lesen sofort wieder. Zugegeben, ich bin nicht ganz neutral. Seit seinen ersten Auftritten im Fernsehen habe ich eine Schwäche für ihn. Damals noch eher der Kasperle, heute ein sehr reflektierter Erzähler mit feinem Humor. Das hat bei mir sicher einen halben Stern zusätzlich ausgemacht.
Inhaltlich lebt das Buch stark von den Rückblicken in seine Ahnenwelt. Genau hier liegt für mich aber auch die größte Schwäche. Es treten mitunter viele Figuren gleichzeitig auf. Da muss man aufmerksam bleiben, sonst verliert man schnell den Überblick. An einigen Stellen hat mich das tatsächlich etwas aus dem Lesefluss gebracht.
Gleichzeitig sind genau diese Passagen sprachlich sehr schön umgesetzt. Kerkeling verknüpft persönliche Geschichten mit historischen Details und schafft so eine dichte Atmosphäre. Man merkt, dass er sich intensiv mit seiner Familiengeschichte beschäftigt hat. Wer bereit ist, sich darauf einzulassen, bekommt viele interessante Einblicke.
Unterm Strich ein lesenswertes Buch mit viel Persönlichkeit und Charme. Kleine Längen und die Vielzahl an Figuren kosten etwas Tempo, ändern aber nichts daran, dass Kerkeling ein sehr unterhaltsamer Erzähler ist.
Ich habe das Hörbuch dazu gehört und wie man Hape kennt, war das natürlich großartig vorgetragen. Allerdings bin ich mit dem Inhalt nicht so warm geworden. Oft konnte ich nicht ganz folgen und mir fehlte der rote Faden.
Ich habe mich total gefreut, das Buch zu lesen, da ich den Humor von Herrn Kerkeling liebe und Fan bin. Nun, am Ende, bin ich zwiegespalten. Einerseits fand ich die Familiengeschichte der Kerkelings interessant und spannend, teilweise lustig und humorvoll. Andererseits war mir ein bisschen zu viel und zu tief Beziehungsinfo enthalten, die meiner Meinung nach mit dem Stammbaum der Familie und der Frage nach der Herkunft nichts zu tun hat. Zu viel "in den 80ern war das Leben als Nicht-Hetero schon sehr schwer". Daher nur 3.5 Sterne.
"Gebt mir etwas Zeit" ist eine kurzweilige und interessant geschriebene (Ahnen-) Geschichte der Familie Kerkeling.
Der Autor nimmt uns mit auf eine sehr persönliche Reise zu seinen familiären Wurzeln und seiner eigenen Identität.
Mit viel Witz und Charme berichtet er über seine Suche nach der eigenen Abstammung, unterstützt von diversen DNA-Tests die ihn auf die Spuren seiner Vorfahren führen – und dadurch einige überraschende Tatsachen ans Licht bringt.
Eine herzerwärmende und zugleich nachdenkliche Reise durch Hape Kerkelings Familiengeschichte.
Interessant, manchmal ein bisschen lang und verwirrend
-Hörbuch-
Ich weiß nicht, ob es daran liegt, dass ich es als Hörbuch gehört habe. Aber es gab zwischendrin immer mal wieder Stellen, an denen ich nicht richtig mitkam. Meine Verwirrung wurde immer wieder aufgelöst, aber trotzdem hat mich das gestört beim hören.
Ansonsten finde ich es extrem spannend, wie viel man über eine Familie herausfinden kann und wie viel erhalten blieb.
Mich hat das Buch aber nicht so sehr gefesselt wie andere Bücher des Autors.
Ein Gedanke aus Bernhard Schlinks „Der Vorleser“ passt besonders gut zu diesem Buch: „Die Schichten unseres Lebens ruhen so dicht aufeinander auf, dass uns im Späteren immer Früheres begegnet, nicht als Abgetanes und Erledigtes, sondern gegenwärtig und lebendig.“
Dieses Ineinandergreifen von Vergangenheit und Gegenwart versucht Hape Kerkeling sichtbar zu machen. Dies gelingt mal mehr, mal weniger spannend.
Im Podcast „Hotel Matze“ wurde ich auf das Buch aufmerksam. Die dort angedeuteten Auseinandersetzungen mit der eigenen Ahnenforschung klangen vielversprechend. Zu Beginn und zum Ende hin ist das Buch auch leichtfüßig und spannend zu lesen. Mit zunehmender Länge verliert man jedoch den Überblick wer nun mit wem verwandt ist. Und obwohl man Hape Kerkeling im Schreibstil heraushört, liest gerade bei den Geschichten aus den letzten Jahrtausenden der Zweifel mit wie viel Wahrheitsgehalt am Ende drinsteckt. Dies war sicherlich auch nicht sein Ansinnen, sondern er hat seine Rechercheergebnisse in einen großen Eimer Fantasie getaucht, um die Geschichte erzählbar darzustellen. Die Einblicke aus seinen persönlichen Anfängen waren hingegen kurzweilig zu lesen und eine herrliche Erinnerung an eine Zeit ohne Handys und Computer.
Ich hatte bereits "Pfoten vom tisch" gelesen und fand es sehr charmant und witzig und hatte demnach gehofft, dass dieses Buch genauso sein würde.
Harpe kam wieder sehr charmant rüber aber durch die Zeitsprünge war seine Familie leider sehr unübersichtlich. Sie war zwar irgendwo interessant aber durch das hin und her verlor ich schnell den roten Faden und leider auch ein wenig die Lust am lesen.
Ich habe noch weitere Bücher von ihm im Regal liegen und hoffe, dass diese humorvoller sind als dieses hier.
Ein sehr intimes und emotionales Buch.
Mir haben die Ausflüge in die Kerkeling Dynastie gefallen.
Hape Kerkeling hat mich schon mit all seinen Büchern
Immer emotional sehr berührt, auch dieses neue Buch hat mich sehr berührt 🥰
Ein tolles unterhaltsames Buch über Selbstfindung, Träume, Hoffnung, Ahnenforschung und Familienzusammenhalt aus der Feder des wunderbaren und einzigartig charismatischen Hape Kerkeling.
📚 Eigentlich wollte ich dieses Buch nur endlich lesen und dann wurde es ein absolutes Highlight.
„GEBT MIR ETWAS ZEIT“ von @hapekerkeling.official
hat mich nicht nur überrascht, sondern nachhaltig begeistert. Und ganz ehrlich, nach der letzten Seite wusste ich sofort, dass ich dieses Buch nicht einfach nur „beendet“, sondern wirklich erlebt habe.
Ich habe das Buch letztes Jahr zu Weihnachten von meinem Mann geschenkt bekommen und allein schon aus dem Wunsch heraus, dass er mir auch weiterhin Bücher schenkt, habe ich mir fest vorgenommen, es endlich zu lesen. Was soll ich sagen: Ich war total begeistert.
Ich kannte bisher vor allem die Verfilmungen von „Ich bin dann mal weg“ und „Der Junge muss an die frische Luft“, hatte aber noch nie ein Buch von Hape Kerkeling gelesen. Umso mehr hat mich seine Sprache begeistert. Ich liebe seine Formulierungen, seine Art, Dinge offen anzusprechen und auch klar zu benennen. Besonders schön fand ich, dass er teilweise in seiner Mundart schreibt. Das macht das Buch sehr authentisch und lebendig.
Inhaltlich hat mich vor allem die Aufteilung zwischen seiner eigenen Lebensgeschichte und der intensiven Ahnenforschung fasziniert. Das Thema an sich spricht mich ohnehin sehr an, da ich vor ein paar Jahren selbst einen Stammbaum für meinen Opa erstellt habe. Die Suche nach dem Vater seiner Großmutter habe ich als besonders spannend empfunden. Hape Kerkeling erzählt diese Spurensuche sehr einfühlsam und nachvollziehbar. Dass er sich dabei auch künstlerische Freiheiten genommen und einzelne Ereignisse fiktional ausgestaltet hat, finde ich vollkommen in Ordnung. Schließlich lässt sich heute nicht mehr alles exakt rekonstruieren.
Großen Respekt habe ich vor der Tiefe und Intensität seiner Recherchen. Wie detailliert er die Geschichten seiner Vorfahren, insbesondere seiner direkten Ahnen, nachzeichnet und ausschmückt, ist wirklich beeindruckend. Gleichzeitig verknüpft er diese Familiengeschichte geschickt mit seinem eigenen Leben. Besonders berührt hat mich die Geschichte seiner großen Liebe Duncan und der offene Umgang mit seinen Ängsten in der damaligen Zeit rund um AIDS. Diese Perspektive, aus Sicht eines Angehörigen und möglicherweise auch Betroffenen, fand ich sehr wichtig und bewegend.
Was mir außerdem besonders gefallen hat, ist, wie er Charaktereigenschaften und äußerliche Merkmale von sich mit denen seiner Vorfahren vergleicht. Dass er sein Komödiantisches, sein Chaotisches auf bestimmte Ahnen zurückführt und sich fragt, woher bestimmte Wesenszüge kommen könnten, fand ich unglaublich spannend und oft auch humorvoll.
So begeistert war ich von dem Buch, dass ich mir im Anschluss auch noch das Hörbuch angehört habe. Und das hat mir sogar noch einen Ticken besser gefallen. Hape Kerkeling liest selbst, und genau das macht das Hörbuch zu etwas ganz Besonderem. Mit seinen Dialekten, den witzigen Betonungen und seiner unverwechselbaren Art wirkt die Geschichte noch lebendiger. Es fühlt sich alles noch realistischer, echter und authentischer an, wenn man seine Stimme hört und ihn genau so erlebt, wie man ihn kennt. Mit seiner Mundart, seinem Humor und seiner Wärme.
Dieses Buch hat bei mir definitiv etwas angestoßen. Ich habe große Lust bekommen, mich wieder intensiver mit meiner eigenen Familiengeschichte zu beschäftigen.
Vielen Dank, Hape Kerkeling, für dieses wunderbare, erfrischende und intensive Buch über dein Leben und das deiner Vorfahren. Es hat mich berührt, zum Nachdenken angeregt und nachhaltig inspiriert.
Eure Isi
Eure Isi
Gebt mir etwas Zeit ist ein Buch, das lange nachhallt. Hape Kerkeling gelingt hier ein außergewöhnlicher Spagat zwischen persönlicher Erinnerung, familiärer Ahnenforschung und gesellschaftlicher Zeitgeschichte – vom Amsterdam des 17. und 18. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Dieser weite historische Bogen wirkt nie überladen, sondern fügt sich organisch zu einer zentralen Frage: Wie prägen Geschichte, Verlust und Ausgrenzung das Leben eines Menschen – und was bleibt dennoch an Menschlichkeit?
Besonders berührend ist die persönliche Ebene, vor allem die enge Beziehung zu seiner Großmutter Oma Berta, die ihn nach dem Suizid seiner Mutter aufgenommen hat. Die Schilderung ihrer Demenzerkrankung und des Moments, in dem sie ihn nicht mehr erkennt, ist leise, würdevoll und zutiefst schmerzhaft. Kerkeling beschreibt diesen Verlust ohne Pathos, aber mit einer Ehrlichkeit, die einen unweigerlich trifft.
Auch die Liebesgeschichte mit Duncan ist eindrücklich. Sie beginnt – ganz bewusst – mit einer gewissen Romantisierung, mit der rosaroten Brille einer intensiven Liebe Mitte zwanzig. Gerade diese Wärme macht den späteren Verlust umso härter. Der Tod durch AIDS kommt abrupt, unerbittlich, und spiegelt die Grausamkeit einer Zeit wider, in der Homosexualität gesellschaftlich geächtet war und Krankheit als „gerechte Strafe“ galt. Diese Passagen sind schwer auszuhalten, aber wichtig – weil sie zeigen, wie tödlich moralische Überheblichkeit sein kann.
Stark ist auch der gesellschaftliche Blick: die scheinbare Toleranz Amsterdams, die bei genauerem Hinsehen von religiöser Bigotterie und Ausgrenzung durchzogen war; die Parallelen zu späteren Jahrhunderten; die Erkenntnis, dass sich Geschichte nicht neu erfindet, sondern wiederholt – nur mit anderen Vorzeichen. Kerkeling moralisiert dabei nie. Er erzählt, lässt stehen, vertraut auf die Wirkung der Geschichte selbst.
Was dieses Buch so besonders macht, ist Kerkelings unnachahmbare Art zu schreiben: nahbar, subtil, zutiefst menschlich. Er zwingt keine Gefühle auf, sondern lässt sie entstehen. Gebt mir etwas Zeit ist traurig und bereichernd zugleich, ernüchternd und doch voller leiser Wärme. Ein Buch, das wach macht, ohne zu verhärten – und eines, das man nicht so schnell vergisst.
Auch dieses Buch von Hape Kerkeling hat mir sehr gut gefallen...ich mag einfach seine Art wie er Geschichten erzählt... auch diesmal wieder mit einen Mix aus Humor, Tiefgang & Menschlichkeit. Einige Stellen bzw. Kapitel haben mich echt sehr berührt.
Das Buch gibt einen überraschend offenen Einblick in Hapes Leben. Besonders die Kapitel über seine Vergangenheit, seine Beziehung und sein Umgang mit seiner Homosexualität wirken sehr nahbar und ehrlich. Die Achtziger, Panic4Aids und die Stimmung dieser Zeit fängt er so ein, dass man sofort spürt, wie prägend das alles für ihn war. Gerade der Teil über den Verlust seiner großen Liebe geht extrem unter die Haut und bleibt lange hängen, ohne jemals ins Kitschige abzurutschen.
Parallel dazu erzählt er von seiner Familiengeschichte, die zwar nicht mein Hauptfokus war, aber trotzdem unterhaltsam ergänzt, wo er herkommt und welche Spuren seine Vorfahren in Amsterdam hinterlassen haben. Es nimmt dem Buch etwas von dem Charme seiner bekanntesten Werke, ist dafür aber persönlicher und erwachsener.
Unterm Strich ein sehr ehrliches, warmes und bewegendes Buch, das sich gut liest und viel von dem zeigt, was Hape als Mensch ausmacht. Für mich rund vier Sterne und eine klare Empfehlung für alle, die ihn nicht nur als Entertainer, sondern als Persönlichkeit kennenlernen wollen.
Gebt mir etwas Zeit ist kein leichtfüßiger Anekdotenband und auch keine weitere humorige Autobiografie, wie man sie vielleicht von Hape Kerkeling erwarten könnte. Wer nach Albernheiten oder reiner Unterhaltung sucht, wird schnell merken, dass dieses Buch in eine ganz andere Richtung geht – eine tiefere, ernste und überraschend intime.
Kerkeling öffnet hier nicht nur die Türen zu seinem eigenen Leben, sondern auch zu den Lebenswegen seiner Vorfahren. Besonders eindrucksvoll sind die historischen Passagen, die in die Niederlande des 17. Jahrhunderts führen. Die Zeit um 1630 erwacht plastisch zum Leben – eine Epoche des Reichtums, aber auch der gesellschaftlichen Umbrüche. Diese Kapitel wirken wie kleine Zeitreisen und verleihen dem Buch eine unerwartete historische Tiefe.
Genauso berührend sind die Abschnitte, in denen Kerkeling von seinen eigenen frühen Erwachsenenjahren erzählt. Die Einblicke in seine Anfang- und Mitte-20er sind sehr persönlich, manchmal schmerzhaft ehrlich und stets von einer starken Emotionalität getragen. Er schildert diese Phase mit einer Feinheit und Offenheit, die den Leser unmittelbar mitfühlen lässt.
Kerkelings Stil ist klar, warm und zugänglich. Er versteht es, zwischen Vergangenheit und Gegenwart, zwischen Familiengeschichte und Selbstfindung hin- und herzuschalten, ohne dass der rote Faden je verloren geht. Das Ergebnis ist ein Buch, das sowohl literarisch überzeugt als auch menschlich berührt.
Fazit: Gebt mir etwas Zeit ist ein kluges, gefühlvolles und tiefgründiges Werk, das viel mehr bietet als eine klassische Künstlerbiografie. Es ist spannend, gut geschrieben und bleibt lange nach dem Lesen im Kopf und im Herzen. Ein sehr gelungenes Buch.
In verschiedenen Erzählsträngen spricht Hape Kerkeling über sein Leben und das seiner Vorfahren. Wie man es erwarten würde, ist das Buch extrem unterhaltsam und humorvoll — aber in Teilen auch sehr emotional. Ich hab es als Hörbuch gehört und würde das jedem ans Herz legen, der das Buch lesen möchte — denn Hape diese Geschichten selbst erzählen zu hören, gibt dem ganzen nochmal einen eigenen Charm.
Das Buch war toll, aber an manchen Stellen etwas langatmig. Im Endeffekt war es trotzdem sehr schön, wieder mehr von seiner Vergangenheit zu erfahren. Auch über seinen ersten Partner. Dieser Teil war auch sehr emotional.
Am Ende war es noch mal sehr süß, dass er geschrieben hatte, dass er es unter anderem für seine Oma Berta gemacht hat, um auch ihre Geschichte etwas zu erzählen. Sie war ja ein großer und wichtiger Teil seines Lebens. Auf jeden Fall eine Lese - aber auch Hörempfehlung.
Die einzelnen Kapitel sind kurzweilige Episoden mit durchaus geschichtsbehafteter Einordnung, welche im Verlauf aber einzig dem Zweck zu dienen scheinen den Stammbaum des Autors zu verstehen!
Schon seit meiner Kindheit ist Hape Kerkeling für mich ein Mensch, der mich immer wieder aufs Neue fasziniert. Er ist lustig, nachdenklich und unglaublich vielseitig. Genau diese Bandbreite habe ich in seinem Buch wiedergefunden, und ich kann sagen: Es hat mich nicht enttäuscht.
Diese Geschichte hat mich zutiefst berührt. Es ist unglaublich, wie sie von den witzigen, spannenden Momenten zu den tief traurigen übergeht, ohne die Authentizität zu verlieren. Die Themen sind schwer: die Angst vor dem verdammten Virus (Aids), die Suche nach der eigenen Identität und der schmerzhafte Verlust eines geliebten Menschen. 😔
Was mich am meisten beeindruckt hat, war die unerschütterliche Loyalität von Hans-Peter zu seinem Partner, der an Aids erkrankte und auch daran starb. Man fühlt mit, wie er fast daran zerbricht. Trotz allem ist er bis zuletzt an seiner Seite. Das war so ehrlich und so herzzerreißend. 💖 Ein Lichtblick in all dem war die wunderschöne, tiefe Liebe zu seiner Oma – Omas sind einfach die Besten! ✨
Fazit: Die Geschichte der Kerkelings ist sehr interessant und deckt so manches Geheimnis auf. Es macht Lust, sich mit seiner Geschichte auseinanderzusetzen. Dieses Buch ist ein Beweis für Hape Kerkelings unglaubliche Ehrlichkeit. Es ist eine Geschichte, die lange nachwirkt. Absolut lesenswert!
Selbst kauf!
Gewohnt launig geschrieben, wieder sehr persönliche Seiten eingebunden und spannend bis zum Schluss. Ich hätte beim Lesen gerne den aufklappbaren Stammbaum zum herausnehmen gehabt, euer Durchlaucht!
Wenn man Hapes Bücher liest, hat man auch immer seine Stimme im Ohr. Unterhalsam , informativ, lustig unwiederbringlich mal rundum gelungen. Diesmal also sein Stammbaum. Am Anfang hat es ein wenig gedauert, mich in die holländische Historie einzulesen, aber es wurde immer interessanter und ich mochte gar nicht aufhören. Auch die jüngere Zeitebene war lesenswert. Wer Hape mag, fr den ist es ein Muss. Für alle anderen ein lesenswerter historischer Roman.
Eine sehr persönliche Reise, die weit über eine bloße Familiengeschichte hinausgeht. Berührend und humorvoll zugleich.
╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗟𝗘𝗦𝗘𝗘𝗜𝗡𝗗𝗥𝗨𝗖𝗞
Wo kommen wir her? Was prägt uns? Welche Spuren hinterlassen unsere Vorfahren in unserem Leben? In „Gebt mir etwas Zeit“ begibt sich Hape Kerkeling auf eine sehr persönliche Reise auf die er uns durch seine eigene Familiengeschichte führt. Aber auch die großen und kleinen Ereignisse formen unser Leben.
Auf seine unverwechselbare Art verknüpft er persönliche Erzählungen mit historischen Erkenntnissen. Seine Reise durch die Jahrzehnte führt durch dunkle und helle Zeiten, doch immer mit einer Mischung aus Neugier, Nachdenklichkeit und einem feinen Humor.
Ich habe es genossen in seine Welt einzutauchen, auch wenn mir einige Passagen etwas zu ausführlich waren. Doch der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart sorgt für eine spannende Mischung. Am Ende blieb ich mit einer Frage zurück: Wie sehr beeinflusst meine Vergangenheit eigentlich mein Heute?
╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡 𝗙𝗔𝗭𝗜𝗧
Eine sehr persönliche Reise, die weit über eine bloße Familiengeschichte hinausgeht. Berührend und humorvoll zugleich.
╰ 𝗠𝗘𝗜𝗡𝗘 𝗕𝗘𝗪𝗘𝗥𝗧𝗨𝗡𝗚
4 / 5 ⭐️
Liebste Grüße 📚📖
Jeanette
Ahnenforschung mit Tiefgang und dem Gefühl das den Autoren die Fantasie durchgeht
Rezension – „Gebt mir etwas Zeit“ von Hape Kerkeling
3 von 5 Sternen
Aktuell in einer kleinen Leseflaute – oder sagen wir lieber: Leben hat gerade Priorität – aber dieses Hörbuch hat mich doch neugierig gemacht. Und wie könnte man bei Hape Kerkeling auch widerstehen?
Mit ihm gemeinsam in die Tiefen der Familiengeschichte einzutauchen, war spannend, unterhaltsam und stellenweise auch berührend. Ahnenforschung mal anders – und irgendwie typisch Hape: mit Herz, Witz und einer ordentlichen Prise Gefühl.
Doch so unterhaltsam die Reise auch war, an einigen Stellen fragte ich mich als Hörbuchhörerin: Woher kommen all diese genauen Details? Ganze Dialoge, innere Monologe, Handlungsverläufe – das war dann doch manchmal eher Fiktion als Forschung. Vielleicht im Buch erklärt? Leider im Hörbuch nicht immer nachvollziehbar.
Aber: Hapes Stimme! Eine Wohltat für gestresste Seelen. Ruhig, sanft, authentisch – und wenn er dann noch in Dialekte schlüpft, werden seine Vorfahren lebendig wie in einem Theaterstück im Kopfkino. Da schmunzelt man gerne mal. Und dann… kommt plötzlich dieser Moment, der tief trifft. Wenn es um das geht, was das Leben so unfassbar zerbrechlich macht.
Diese Mischung aus Humor und echter Tiefe macht das Buch besonders – auch wenn es für mich nicht durchgehend begeistern konnte. Es ist kein typisches „Hape macht Quatsch“-Werk, sondern ein Blick hinter die Kulissen einer bewegten Familiengeschichte.
Vielleicht hätte ich es zu einem anderen Zeitpunkt noch intensiver wahrgenommen – aber gerade war es eher ein „Ich-hör-mal-rein“-Begleiter als ein Pageturner.
Trotzdem: Wer Hape liebt, wird ihn hier nochmal von einer ganz anderen, sehr persönlichen Seite kennenlernen.
Irgendwie ganz interessant und man hat Hape beim Lesen direkt im Ohr. Aber mir war's zu sprunghaft und irgendwie auch zu langatmig. Mir sind auch ein paar Wiederholungen aufgefallen (teilweise wurde in zwei aufeinanderfolgenden Kapiteln nahezu im Wortlaut das gleiche geschrieben...) und ich hab's ehrlich gesagt ab der Hälfte nur noch überflogen.
Wer Lust auf ein bisschen Amsterdam in der weiten und nicht ganz so weit entfernten Vergangenheit hat und/oder ein Fan von Hape Kerkeling ist, ist hier gut aufgehoben. Für den Rest ist es wohl eher nix...
Buch im Lesekreis März 25
Als Hörbuch ist es ganz unterhaltsam weil es Hape Kerkeling selber liest und das macht er auf gewohnt humorige und lustige Weise.
Da mich Ahnenforschung so gar nicht interessiert fand ich die Teile mit seiner holländischen Familie im Mittelalter uninteressant. Gerne gehört habe ich die biografischen Kapitel aus seinem eigenen Leben.
Nicht der Beste Hape - es war wirklich interessant zu lesen was man so alles über eine Familie rausfinden kann, wenn man etwas Zeit dafür hat und dann wohl auch Interesse daran. Allerdings war es mir dann teilweise doch zu geschichtlich bzw. ein bisschen weniger springen durch die Jahrhunderte bei den Kapiteln hätte mir besser gefallen. Auch hat mir teilweise der Charm und Witz der vorigen Bücher des Autors etwas gefehlt.
Hape Kerkeling ist - nicht erst seit #Ichbindannmalweg - ein begnadeter Geschichtenerzähler. Und so taucht man mit auch hier wieder ein in seine facettenreiche Biografie - erweitert um den einen oder anderen (Ur-)Ahnen...
Tatsächlich hatte ich - das muss ich zugeben - etwas mehr Sachbuch zum Vorgehen bei der Ahnenforschung erwartet und weniger Anekdoten aus Hapes eigenem Leben, wodurch das Buch nicht ganz das war, was ich mir darunter vorgestellt habe. Trotzdem war ich sowohl von den Geschichten über seine Verwandten als auch von denen aus seinem eigenen Leben amüsiert, gut unterhalten, zum Teil auch erschüttert.
Fans von Hape werden dieses Buch und die Einblicke in sein Leben definitiv lieben. Wer mehr an den Details zur Ahnenforschung interessiert ist, findet auch einige Ansätze und Erkenntnisse, allerdings sind diese nicht in bestimmten Kapiteln zusammengefasst, sondern in die Geschichte(n) eingewoben.
Ich habe das Buch als Hörbuch gehört und was soll ich sagen: Es war ein echtes Vergnügen! Hape Kerkeling liest selbst, und das macht das Ganze besonders. Mit seiner Stimme, seinem Humor und den passenden Akzenten bringt er die Geschichten wunderbar lebendig rüber. Es fühlt sich fast an, als würde man ihm persönlich gegenübersitze und seinen Anekdoten lauschen.
Das Buch springt zwischen Kerkelings eigenen Erlebnissen und den Ergebnissen seiner Ahnenforschung. Anfangs dachte ich, diese Themen seien recht unterschiedlich, aber zum Schluss wird klar: Alles ist miteinander verwoben. Besonders die Passagen über sein Privatleben haben mich tief berührt; einige waren so emotional und ehrlich, dass sie mir wirklich nahegingen. Hier zeigt sich Hape nicht nur als Entertainer, sondern auch als Mensch mit Tiefgang.
Die Geschichten seiner Vorfahren hingegen haben mich zwiespalten zurückgelassen. Sie waren interessant und haben ein lebendiges Bild der Zeit gezeichnet, aber nicht jede Episode war fesselnd. Teilweise wurden die historischen Erzählungen mit seinen eigenen Vermutungen ausgeschmückt; charmant, aber nicht immer packend.
Was mir besonders gefallen hat: Das Buch weckt die Lust, sich selbst auf Ahnenforschung zu begeben. Hape erzählt ehrlich, dass ihm sein Promi-Status sicher einige Türen geöffnet hat, die anderen verschlossen bleiben. Trotzdem wirkt er dabei nie Überheblich; im Gegenteil, seine sympathische Art macht ihn umso nahbarer.
Alles in allem ist „Gebt mir etwas Zeit“ ein tolles (Hör-)Buch. Hape Kerkeling beweist erneut, dass er ein großartiger Geschichtenerzägler ist; humorvoll, klug und herzlich. Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.
Hape liefert wie immer eine wunderbare Erzählung ab, die besonders durch seine eigene Vertonung im Hörbuch an Charme gewinnt. Mit viel Witz und Gefühl nimmt er uns mit auf eine Zeitreise zu seinen Ahnen.
Vielleicht war es genau dieser Aspekt der Zeitreise, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Besonders die ausführliche Geschichte über seine niederländischen Vorfahren konnte mich nicht packen, wodurch sich das Buch für mich stellenweise in die Länge zog. Dafür fand ich seine eigene Geschichte und die seiner Großmutter umso fesselnder.
Als erster Einblick in die Ahnenforschung ist dieses Buch definitiv eine unterhaltsame Wahl. Mir persönlich fehlte jedoch ein stärkerer wissenschaftlicher Ansatz, da viele der Erzählungen mit nicht überprüfbaren Details ausgeschmückt wurden. Doch genau das war wohl beabsichtigt – schließlich ist es eine Erzählung und keine Doktorarbeit.
Wenn Hape die verschiedenen Dialekte spricht möchte ich dass dieses Hörbuch nie endet. Aber den verschiedenen Erzählsträngen, Zeitebenen und Personen konnte ich im Hörbuch nicht leicht folgen. Eventuell gibt es in der Printversion einen richtigen Stammbaum auf den man zwischendurch zurückgreifen kann?
Auch war das Buch viel ehrlicher, persönlicher und daher auch weniger lustig als ich erwartet hatte. Wer ein Buch voller Hape Humor erwartet ist hier falsch. Trotzdem habe ich ihm bei seiner Familienrecherche gern zugehört...
Zu Beginn war ich nicht sicher, ob mir das Buch gefällt aber schnell kam ich in die Autobiographischen Teile, die sich mit den Ahnenforschungsteilen abwechseln. Als ich da allerdings einmal drinnen war, konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Wahnsinnig authentisch geschrieben, klingt das Buch genau nach Hape Kerkeling und die Geschichte ist der Wahnsinn. Ich habe "ich bin dann mal weg" damals geliebt und auch dieses Buch trifft komplett meinen Geschmack
Fiktive Historie mit leider nur wenigen Geschichten aus Kerkelings Biografie
Hape Kerkeling macht sich zu Corona-Zeiten auf die Suche nach seinen Wurzeln. Er fragte sich schon immer, wie seine Großmutter, bei der er primär ja aufwuchs, aufgewachsen und aus welchen Verhältnissen, wer ihre Eltern waren. Dies verschweigt sie oder wird nie gefragt.
Wir begleiten Kerkeling auf seiner Ahnenforschung und erfahren, zum Glück nicht allzu lang, den genauen Ablauf, der nicht wirklich spannend ist. Unterbrochen wird die Suche mit fiktiven Geschichten seiner frühen Verwandten, startend bei den ältesten Vorfahren und einigen persönlichen Geschichten. Wenn ich mich erinnere sind es aber nur drei, wovon die Beziehung zu Duncan den größten Teil ausmacht. Diese Abschnitte sind die interessantesten. Die Historiengeschichten erzählen Recht wenig über seine Familie, weil es hierzu ja auch keine Belege gibt. Will man ein Abbild gewisser Zeiten, ist man bei anderen Autoren besser bedient.
Trotzdem wird man grundsätzlich gut unterhalten, allerdings ist es kein so tiefer Einblick oder Vergleich wie zu "Ich bin dann mal weg".
Tolle Hörbuch für Hape Fans, ich hatte allerdings etwas anderes erwartet. Es ist sehr chronologisch und mir fehlte etwas sein Humor. Die Botschaften im Buch, die er anhand seiner Ahnenforschung belegt hin gegen sehr sehr wichtig.
Kann einer die langweiligste Sache der Welt, seinen eigenen Stammbaum, so kurzweilig und vergnüglich präsentieren, dann zeigt das wahre Meisterschaft.
Absolute Hörempfehlung!
Es geht nicht nur um seine Familiengeschichte, ganz nebenbei taucht man ein ins späte Mittelalter Hollands, in die Gay-Community Amsterdams der 80er Jahre und in eine tieftraurige Episode aus Hape Kerkelings Leben.
Was für eine faszinierende Familiengeschichte!
Einerseits nimmt Hape Kerkeling uns mit zum Anfang seiner Karriere, der als schwuler Mann in den 80er Jahren einige Steine im Weg lagen.
Es geht um die erste Liebe und den ersten Verlust.
Doch der Großteil des Buches ist der Nachforschung seiner Familiengeschichte gewidmet, der er sich während der Coronapandemie gewidmet hat. Sie hat überraschendes zu Tage gebracht und es war wie immer eine Freude dem Autor selber zu lauschen!
Gerade mit dem Buch fertig geworden und was soll ich sagen…super interessant! Hape Kerkeling nimmt uns auf eine Reise durch seine Familiengeschichte mit, löst das Familiengeheimnis seiner Oma Bertha und lässt uns auch tief in seine Gefühlswelt blicken…
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Ich gebe zu, dass die Passagen aus den Niederlanden des 17. Jh. im ersten Moment ungewöhnlich zu lesen waren, aber dann fand ich es doch ganz spannend…
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Es hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht, das Buch zu lesen und hoffe noch auf weitere Bücher von Hape Kerkeling- denn die sind tatsächlich immer ein Lesehighlight…
Ich habe das Hörbuch gehört welches HaPe selbst gesprochen hat. Ich liebe es einfach ihm zuzuhören. Mega interessant was er mit seiner Ahnenforschung alles herausgefunden hat. Und seine ganze Geschichte ist wirklich toll erzählt!!