1. März
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Eindrucksvolles Porträt einer außergewöhnlichen mutigen Frau.

Kurz bevor Thomas Mann im Jahr 1949 zur Verleihung des Goethe-Preises in die ehemalige Deutschland zurückkehren soll, erreicht die Familie Mann in Stockholm die Nachricht, dass Klaus Mann sich das Leben genommen hat. Erika, die älteste Tochter der Manns und engste Freundin und Vertraute ihres Bruders Klaus, übernimmt die Aufgabe, seinen Nachlass zu ordnen. Und erinnert sich, an fröhliche Kindheitstage, verlorene Lieben und – vor allem – an die Flucht vor dem NS-Regime. Auf eindrucksvolle Weise versteht es Unda Hörner, die Geschichte der Familie Mann mit den Ereignissen jener Zeit zu verbinden. Dabei entsteht das Porträt einer außergewöhnlichen, mutigen Frau, die frühzeitig die Zeichen der drohenden Katastrophe erkannt hat und während des Krieges die gefährliche Aufgabe übernahm, als Kriegsberichterstatterin in London tätig zu sein. Das ist anspruchsvoll zu lesen, immer interessant und die Parallelen zu unserer heutigen Situation erfordern immer wieder Nachdenkpausen. Mein Fazit: Faszinierendes Porträt einer außergewöhnlichen Frau. Sehr lesenswert.

Solange es eine Heimat gibt. Erika Mann
Solange es eine Heimat gibt. Erika Mannby Unda HörnerEbersbach & Simon