6. Feb.
Rating:3.5

Sehr speziell

Ich wusste nicht, was für ein Schreibstil und welche Art von Geschichten mich hier erwarten würden. Allen voran, ist man als Unwissender relativ verwirrt, da alle Geschichten aus der Ich-Perspektive geschrieben werden und man aber nicht wirklich weiß, wer diese Ich-Person ist und ob Edgar Allan Poe wirklich von sich selbst schreibt. ~ Der Doppelmord in der Rue Morgue ~ war die erste Geschichte in dem Buch und sowohl spannend, rätselhaft und unerwartet brutal was die Beschreibung der Leichen anging. Die Geschichte erinnerte sehr an die mit > Sherlock Holmes < da Dupin auf "dieselbe" Art Fälle löst und der Ich-Erzähler wie Watson daraus lernt. ~ Das Geheimnis der Marie Rogêt ~ war sehr zäh. Hier hat ebenfalls Dupin mitgewirkt und der Fall war an sich interessant. Jedoch hat sich der Großteil der Geschichte aber damit befasst, dass die Zeitungsartikel zu Marie Rogêt analysiert werden. Ebenso ist am Ende auch nicht eindeutig klar, ob Marie Rogêt nun tatsächlich gestorben oder verschwunden ist. ~ Wassergrube und Pendel ~ war tatsächlich wieder spannender, auch wenn kein Fall gelöst wurde. Es war aber nervenaufreibend zu lesen, wie der Protagonist eingesperrt war und sich immer neuen Problemen stellen musste - auch wenn das Ende wieder offen und verwirrend war. ~ Das schwatzende Herz - war bizarr und verstörend, da der Protagonist hier jemanden beobachtet, "getötet" und am Ende auf gewisse Weise durchgedreht ist und das Verbrechen gestanden hat. ~ Der entwendete Brief ~ beschäftigte sich wieder mit Dupin. Der Fall war aber sehr banal und schnell gelöst und die Geschichte verlor sich in vielen unnötigen Vergleichen und Erklärungen, ähnlich wie bei Marie Rogêt. ~ Der Teufel der Verkehrtheit ~ ist ähnlich wie die Geschichte vom schwatzenden Herzen, da der Protagonist einen Mord begeht und ihn die Sache schließlich durchdrehen und zu einem Geständnis verlocken lässt. ~ Das Fass Amontillado ~ beschäftigt sich ebenfalls mit einem Mord - nur dass die Geschichte offen endet, da der Protagonist noch nicht durchdreht. ------------------ Die einzig guten und interessanten Geschichten waren "Der Doppelmord in der Rue Morgue" und "Wassergrube und Pendel". Alle anderen Geschichten sind nicht des Lesens wert. Da die anderen Geschichten - ausgenommen "Das Geheimnis der Marie Rogêt" - relativ kurz sind, kann man sich aber gut dazu überwinden. Sie sind aber weder bereichernd noch unterhaltsam. "Das Geheimnis der Marie Rogêt" ist insgesamt betrachtet wohl die schlechteste Geschichte, da sie mit 60 Seiten verhältnismäßig lang, sehr zäh geschrieben ist und kein verständliches Ende hat. In den Geschichten wird allgemein sehr viel philosophiert. Es werden kleine Beispiele und Vergleiche aufgestellt, die sich dann in die laufende Geschichte einfügen. Die Sätze sind meistens sehr lang und komplex und nicht unbedingt einfach zu verstehen. Das Buch eignet sich wenig zum Abschalten und Entspannen da der Schreibstil insgesamt doch sehr fordernd ist.

Der Doppelmord in der Rue Morgue und weitere Kriminalgeschichten
Der Doppelmord in der Rue Morgue und weitere Kriminalgeschichtenby Edgar Allan PoeNikol
11. Juli
Rating:4

Der Doppelmord in der Rue Morgue und Das Geheimnis der Marie Roger von Edgar Allan Poe Der Doppelmord in der Rue Morgue Zwei Frauen werden im vierten Stock eines leerstehenden Hauses ermordet. Doch alle Fenster sind verschlossen, die Tür verriegelt und Zeugen gibt es auch keine..... Das Geheimnis der Marie Roget Marie Roget verschwindet spurlos, vier Tage später wird ihre Leiche in der Seine gefunden.... Ein nicht immer leicht zu lesendes Buch, da sehr altertümlicher Schreibstil, aber trotzdem spannende Geschichten.

Der Doppelmord in der Rue Morgue und weitere Kriminalgeschichten
Der Doppelmord in der Rue Morgue und weitere Kriminalgeschichtenby Edgar Allan PoeNikol