31. Mai
Rating:1

Dieses Buch in einem Wort: holterdipolter. Das Besondere an diesem Buch: Das Genre der gemütlichen Krimis mag ich eigentlich sehr gern - und auch hier ist es nicht wirklich blutig geworden, es gab eine Gruppe älterer Damen und knuddelige Haustiere. Die Geschichte rund um die Katze Cho-Cho-San fand ich auch sehr kurzweilig, aaaber: Das nicht ganz so Atemberaubende an diesem Buch: ...der Rest war mir zu gemütlich. Es gab so viel Drumherum, dass der eigentliche Krimi darüber in Vergessenheit geriet. Und eben dieses Drumherum war für mich auch nicht wirklich fesselnd - das sieht vielleicht bei treuen Leserinnen der Serie anders aus - ich hatte einfach keinen soengen Bezug zu den Figuren, als dass mich die klitzekleinen Problemchen interessiert hätten. Die beiden Todesfälle schienen zwar interessant (ein ermordeter Tierpräparator und eine holterdipolter die Kellertreppe heruntergefallene Haushälterin), wurden aber in dem Buch kaum untersucht und auf den letzten paar Seiten wird auf einmal holterdipolter die Lösung präsentiert. Für mich absolut nicht nachvollziehbar: Die beiden Damen Trixie und Evangeline lösen die Fälle überhaupt nicht, am Ende kommt ein unsympathischer Polizist daher, der alles schwuppdiwupp aufdeckt. Und ein weiterer Minuspunkt: Mir hat es vor gealterten Diven zu sehr gewimmelt. Wer sollte dieses Buch lesen? Liebhaber von kleinen Rassekatzen und Mini-Hunden, die sich nicht von ausgedehnten Einkaufsbummeln mit den Protagonisten, hysterischen Mutter-Tochter-Gesprächen oder bedenklichem Alkoholkonsum abschrecken lassen (oder Trixie, Evangeline und ihre Freunde schon kennen) und gerne mal einen wirklich gemütlichen Krimi lesen wollen.

Die Katze die zu viel wusste
Die Katze die zu viel wussteby Marian BabsonWeltbild Verlag