Nicht immer leicht zu verstehen aber es lohnt sich
Ich muss sagen: Wie ich schon in einer anderen Rezension zu einem Buch von Werner Gitt erwähnt habe, bin ich ein großer Fan seiner Auslegungen und seines Eifers für den christlichen Glauben. Besonders gefällt mir, dass Werner Gitt selbst einen hohen akademischen Grad besitzt – er ist Professor, Doktor und Diplom-Ingenieur der Informatik. Ich mag es, wenn solche Menschen anfangen, die Bibel auszulegen oder besser gesagt Gott erklären beziehungsweise beweisen zu wollen. Denn ihre Argumentation kann man nicht einfach außer Acht lassen, weil sie an diese Thematik genauso wissenschaftlich herangehen, wie atheistische Wissenschaftler es tun. Mit dem Buch Information – Der Schlüssel zum Leben schlägt Werner Gitt eine Brücke zwischen Wissenschaft und Gott. Er legt dar, warum es kein purer Zufall sein kann, dass in unserer Genetik ein so vollkommener Code enthalten ist, der uns schließlich zu dem gemacht hat, was wir sind – und nicht nur uns, sondern auch jedes andere Geschöpf auf diesem Planeten und letztlich sogar das gesamte Universum selbst. Leicht ist dieses Buch auf gar keinen Fall. Hätte ich es als Roman gelesen, würde ich wahrscheinlich sagen, dass man fast Biologie oder Gentechnik studiert haben müsste, um alles vollständig zu verstehen. Aber genau hier setzt Werner Gitt an: Er versucht, diese komplexen Themen auch für den Laien einigermaßen verständlich zu machen. Gleichzeitig hilft das Buch Menschen, die an Gott glauben, besser auf kritische Fragen reagieren zu können. Denn wenn Gläubige untereinander über ihren Glauben sprechen, brauchen sie meist keine wissenschaftlichen Erklärungen zur Untermauerung ihres Glaubens. Wenn Gläubige jedoch mit Nichtgläubigen über Gott reden, sieht das oft anders aus, weil diese Zielgruppe in der Regel rationale Antworten fordert. Genau hier versucht dieses Buch, Argumente und Denkansätze zu liefern. Außerdem regt das Buch stark dazu an, über den Sinn des Daseins nachzudenken. Denn seien wir ehrlich: Wie viel Sinn ergibt es letztlich, geboren zu werden, ein Leben lang zu arbeiten, sich materielle Dinge anzueignen, schöne Urlaube zu machen und am Ende doch zu sterben, sodass irgendwann alle Erinnerungen verblassen? Hat man dann wirklich ein Leben voller Mühe, Schweiß und Arbeit für Dinge gelebt, die am Ende vergänglich sind? Oder steckt hinter dieser Welt, die doch so sinnvoll und geordnet wirkt, vielleicht tatsächlich ein tieferer Sinn?
