Ein einfühlsamer Roman über ein Mädchen, welches im Zweiten Weltkrieg zwischen zwei Familien aufwächst und nach Zugehörigkeit sucht. Ruhig erzählt und emotional sehr eindrucksvoll.
Ich bin ein bisschen schwer in die Geschichte reingekommen. Der ständige Perspektivenwechsel und die fehlende Interpunktion bei der wörtlichen Rede haben mich irritiert und gestört. Irgendwann hatte ich mich dran gewöhnt. Die Geschichte war ganz anders, als ich sie mir vorgestellt hatte. Ich rechnete mit Kriegstraumata und viel Trauer. Sie entpuppte sich aber dann als zarte Familien- und Liebesgeschichte. Natürlich auch mit traurigen Ereignissen, so wie es im Leben nun mal ist. Wunderschön erzählt. Man sieht die Insel in Maine vor sich. Aber die wörtliche Rede ohne Interpunktion hat mich wirklich gestört. Das muss ich nicht haben.
Die 11-jährige Beatrix wird Anfang des Zweiten Weltkrieges von ihren Eltern von London aus nach Amerika verschickt, um sie vor dem Krieg in Sicherheit zu bringen... dort wird sie von einer liebevollen Familie aufgenommen und verbringt 5 Jahre in Boston, bis der Krieg endet. Schon bald fühlt sie sich sehr wohl und gut aufgehoben dort und gerät immer wieder in den Zwiespalt, zu welcher Familie sie sich eigentlich hingezogen fühlt - zu ihrer biologischen, die so weit weg ist und die Bea fast vergisst über die Zeit oder zu ihrer Gastfamilie... auch nach dem Krieg und zurück in London reißt die Verbindung nicht ab ... Laura Spence-Ash erzählt eine wunderbare Familiengeschichte über eine Zeitdauer von 37 Jahren und was diese Verschickung mit allen Beteiligten auf unterschiedliche Weise gemacht hat. Man fühlt sich sämtlichen Familienmitgliedern verbunden und kann sich am Ende des Buches nur schwer von ihnen trennen. Bis dahin ist es ein ständiges Auf und Ab von Gefühlen, sowohl bei den Hauptfiguren als auch einem selbst, weswegen man das Buch nur schwer aus den Händen legen kann ... unbedingte Leseempfehlung mit Taschentuchgarantie 😉
Gut geschriebenes Buch.
Ich möchte die Geschichte sehr. Kurze Kapitel immer aus der Sicht einer anderen Person. Inhaltlich stimmig. Und geschichtlich etwas dazugelernt.
Insgesamt ein lesenswertes Buch, wenn auch die häufigen Perspektivwechsel manchmal ein wenig zu viel sind und ich mir an manchen Stellen insbesondere zum Ende hin doch mehr Geschichte gewünscht hätte. Man hatte am Ende das Gefühl die Autorin möchte schnell fertig werden. Aber insgesamt trotzdem ein gutes Buch
„Und dahinter das Meer“ von Laura Spence-Ash hat es direkt auf meine Hitliste geschafft. Es ist ein eher stiller, gleichwohl zutiefst berührender Roman über Heimat, Verlust und die Frage, wo man eigentlich hingehört. Im Mittelpunkt steht Beatrix, die als Kind während des Zweiten Weltkriegs von London in die USA geschickt wird. Was als Schutzmaßnahme beginnt, wird zu einem Leben zwischen zwei Welten – zwischen Herkunft und Ankommen, zwischen den Eltern, die sie zurücklassen musste, und der Gastfamilie, die ihr ein neues Zuhause schenkt. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven erzählt und macht dadurch nicht nur Beatrix’ Zerrissenheit spürbar, sondern auch die der Erwachsenen um sie herum. Die Sprache ist ruhig, fein und unaufdringlich, fast poetisch, ohne jedoch kitschig zu werden. Vieles passiert zwischen den Zeilen: unausgesprochene Sehnsucht, leise Schuldgefühle, die Liebe zu Menschen und Orten, die man nie ganz besitzen kann. Das Meer wird dabei zum starken Bild für Entfernung, Hoffnung und all das, was zwischen Menschen steht – und sie zugleich verbindet. Ein wirklich wunderbarer Roman, den ich sehr gerne gelesen habe.
Eine Geschichte, die lange nachhallt. Das Leben von Bea und ihren Familienmitgliedern hat mich sehr bewegt. Nachdenklich und unter die Haut gehend. Sicher geeignet für Fans von „Hallo meine schöne“ mit einer Spur vom „Papierpalast“ Für mich eine besondere Geschichte, die viel mehr Aufmerksamkeit verdient hat
sanfte Familiengeschichte, schönes Leseerlebnis
Mir hat das Lesen der Geschichte von Bea, Gerald, William & Co. viel Spaß gemacht. Es ist sicher nicht die spannendste Geschichte, auch nicht die tiefgründigste. Aber ich mochte die Charaktere und konnte gut mitfühlen. Das Buch ist sanft und warm, unaufgeregt und erzählt von Freundschaften, Familie und Beziehungen. Zum jetzigen Zeitpunkt war es für mich eine 5/5, weil es perfekt zu meiner Lesestimmung gepasst hat. Gleichzeitig fehlt mir doch etwas, um es als ganz besondere Leseerlebnis weiter zu empfehlen.
1.5 * The most boring and bland book I read this year.
Das Buch lässt sich einfach schön lesen. Die wechselnden Perspektiven zwischen den verschiedenen Menschen erzählt die Geschichte auf unterschiedliche Weisen, was sehr schön ist. Einzig die Konversationswechsel sind manchmal nicht ganz klar.
Und dahinter das Meer ist ein kraftvolles, gefühlvolles und zutiefst menschliches Buch. Es hallt nach – lange, nachdem man die letzte Seite umgeblättert hat.
Es ist eines dieser Bücher, die einen sofort in ihren emotionalen Sog ziehen. Die Geschichte ist ein intensives Auf und Ab – voller Kummer, Schmerz und gleichzeitig diesem leisen Hoffen, das einen durch jede Seite trägt. Die Gefühle sind so authentisch beschrieben, dass sie tief treffen und lange nachhallen. Die Autorin versteht es, Szenen lebendig werden zu lassen und Emotionen greifbar zu machen. Man wird hineingezogen, mitgerissen und kann das Buch kaum noch aus der Hand legen – ein echter Page Turner, der berührt und aufwühlt.
Um den Kriegswirren zu entgehen, wird die Hauptdarstellerin nach Amerika geschickt und lernt dort ihre Gastfamilie lieben. Irgendwie gehört sie danach nirgendwo mehr richtig hin. Liebevoll werden die Charaktere gezeichnet und verständlich ihre Entwicklungen aufgezeigt! Ich wollte es nicht weglegen, sehr schön .
„Und dahinter das Meer“ ist ein multiperspektivischer Roman, der die Entwicklung der Figuren innerhalb ihres Beziehungsrahmens darstellt. Das Meer - oder „der große Teich“ - als zentrales Leitmotiv verleiht dem Plot den Spannungszustand zwischen Verbunden- und Zerrissenheit und lässt die Grenzen zwischen Freundschaft, Liebe und Familie verschwimmen. Trotz des anfänglichen Schauplatzes des 2. Weltkrieges zeichnet sich der Roman durch seinen einfühlsamen Stil, der ruhigen Sprache und der liebevoll arrangierten Figurenkonstellation aus. Jedoch sind nicht alle ausgewählten Perspektiven und Szenen nachvollziehbar, wodurch die Handlung ihre Längen hat und dann den Blick auf das Wesentliche verliert.
Beatrix Thompson wird 1940 von London in die USA geschickt um vor den Kriegsgefahren geschützt zu werden. Sie findet Aufnahme bei den Gregorys in Boston. Die Lebensentwicklung wird aus der Perspektive verschiedener Personen beider Familien erzählt. Die Charakterzeichnung der Personen empfinde ich als sehr gelungen. Die Geschichte ist voller Emotionen geschrieben ohne pathetisch zu werden. Ich wäre in der Entwicklung gerne auf einen Aspekt näher eingegangen. Das ist einfach nur als Tatsache dargestellt.
Das Buch konnte mich nicht mitnehmen, ständig wechselnde Perspektiven (allen Akteuren wollte man gerecht werden) vermochten keine Tiefe zu erzeugen.
Ein sehr emotionales Buch über den 2 Weltkrieg... aus einer anderen Perspektive erzählt...
Dieses wirklich gefühlvoll geschriebene Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Es ist kein typisches Buch über den 2 Weltkrieg. Es erzählt uns in kurzen Kapiteln die Geschichte der 11. jährigen Beatrix die von Ihren Eltern 1940 von London nach Amerika geschickt wird um den Gefahren des Krieges zu entkommen. Für das Mädchen beginnt in Amerika ein neues Leben in einer neuen Familie. Ein sehr gelungenes Buch über Familie, Freundschaften, Liebe, Angst und Hoffnung. Unbedingt lesen 📚💞
Ich muss sagen, dass ich aufgrund des Klappentextes schon etwas Anderes erwartet habe. Die Kindheit von Beatrix in Boston bei der Gastfamilie nahm für mein Empfinden zu wenig Raum ein. Nach ihrer Rückkehr nach London springen wir direkt 6 Jahre weiter und erleben sie als Erwachsene. Dabei gab es irgendwie keinen roten Faden mehr. Ich habe mich nur noch durch die Seiten gequält. Sehr schade!
Ein sehr ruhiger Schmöker für den Sommer, garantiert ohne Gewalt, Sexszenen, etc. ; nach meinem Geschmack mit Überlängen. Die Szenen der spielenden und Kindern bzw. Jugendlichen in Maine fand ich sehr gelungen, sie weckten eine Sehnsucht nach dem Meer in mir.
Beatrix wird nach Beginn der Bombardierungen durch die Luftwaffe in London nach Boston zur Familie Gregory geschickt. Sie bleibt 5 Jahre dort und verlebt glückliche Momente. Später in England versucht sie ihr Leben zu machen, aber sie hat Probleme eine feste Beziehung dauerhaft aufzubauen. Die Entwicklung der Figuren fand ich nicht sehr glücklich gezeichnet.
„Und dahinter das Meer“ von Laura Spence-Ash ist ein ruhiges, einfühlsames Buch, das mich auf besondere Weise berührt hat. Beatrix wird 1940 von ihren Eltern aus dem kriegsbedrohten London ins sichere Boston geschickt. Die Familie Gregory nimmt sie fünf Jahre lang liebevoll auf - Jahre, die sie prägen und Spuren hinterlassen, bevor sie nach dem Krieg nach England zurückkehren muss. Ich habe das Buch sehr gern gelesen. Es ist ein leises, atmosphärisches Wohlfühlbuch, das gleichzeitig von Verlust, Sehnsucht und innerer Zerrissenheit erzählt. Die wechselnden Perspektiven ermöglichen einen sehr persönlichen Zugang zu den Figuren - man spürt ihre Wünsche, Träume und inneren Spannungen. Jede Figur wirkt lebendig und in sich stimmig, oft ein wenig zerrissen, geprägt von Erinnerungen und der Suche nach einem Platz im Leben. Am Ende fiel es mir schwer, die Figuren gehen zu lassen - sie waren mir auf eine stille, unaufdringliche Weise ans Herz gewachsen. Auch das Thema der britischen Kinder, die während des Krieges in die USA geschickt wurden, fand ich sehr interessant und bewegend.
Ich hatte große Erwartungen an das Buch, aber es hat mich nicht richtig gepackt. Ich habe sehr lange dafür gebraucht. Im 2. Teil lässt die Geschichte nach, es gibt keine Spannung mehr. Bea, die sehr verliebt in den älteren Bruder ihrer Gastfamilie war, kommt zum Schluss mit dem jüngeren Bruder zusammen, das fand ich unnötig.
What a beautiful and touching read. I loved everything about this book 🩵🌊
Ich finde das Buch so herrlich unaufgeregt, trotz der Zeit in der es spielt und den Themen um die es geht. Ich habe es sehr gerne gelesen, hab immer mit schrecklichen Wendungen gerechnet, aber es wurde letztendlich nur das Leben beschrieben, auf eine schöne Art und Weise.
Ein wunderbar zärtlichen, liebevolles und berührendes Buch - wir begleiten eine/zwei Familie(n), nebst Anhang durch die Zeiten. Wir erleben wie zunächst Bea als Kind dem Krieg nach Main "entkommt", dort mit Familie G. eine unbeschwerte Kindheit fernab ihrer Eltern genießen darf. Im Laufe des Buches werden alle erwachsen und leben nebeneinander, aber auch irgendwie miteinander auf verschiedenen Kontinenten. Die ❤️ lichkeit und die zarten familiären Gedanken erfahren wir immer aus der Perspektive der verschiedenen Beteiligten, und obwohl wir durch die Zeit, Personen und über die Kontinente rasen wird es nicht unübersichtlich. Der Autorin gelingt es jeden einzelnen Charakter liebevoll mit seinen Stärken und Schwächen herauszuarbeiten.
Super interessant
Beatrix wird als 11-jähriges Mädchen während des zweiten Weltkriegs aus dem bombardierten London zu ihrer Sicherheit nach Amerika geschickt und verbringt die nächsten fünf Jahre dort in einer anderen Familie. Sie hat Glück, denn die Gregorys behandeln sie wie eine eigene Tochter und Bea wächst mit den beiden Söhnen Gerald und Wiliam zusammen auf. Wiliam wird ihre erste Liebe und dann ist der Krieg zu Ende und sie muss zurück nach London. Die Geschichte wird aus wechselnden Perspektiven der beteiligten Personen erzählt und erstreckt sich über einen längeren Zeitraum. Als Leser:in folgt man den Lebensläufen der jeweiligen Familienmitglieder, wobei Bea im Zentrum steht. All die Konsequenzen, die aus der Verschickung von Bea für alle Beteiligten resultieren spielen dabei ebenso eine Rolle, wie die Bedeutung von Heimat und Familie.
Ein sehr schönes Buch. Die Geschichte und der Verlauf fesseln von Anfang bis Ende. Ich mochte die verschiedenen Kapitel aus Sicht der unterschiedlichen Personen. Ergreifend da es von Kriegszeiten berichtet und Sichtweisen aufzeigt, die man sonst nicht so bedenkt oder mitbekommen hat.
Stark erzählter erster Teil, dann wird es leider sehr langatmig und trist. Schade, denn das Thema der Geschichte ist interessant. Daraus hätte mehr gemacht werden können, denn zur Ns-Zeit sind viele Kinder aus Europa nach Amerika gekommen. Das daraus eine eher langweile Liebesgeschichte mit Happy End wird, hätte ich nicht gebraucht.
Auch in schweren Zeiten passiert Schönes 🤍
Bea ist 11 als sie 1940 von London aus nach Amerika geschickt wird. Dort ist kein Krieg und laut ihrer Eltern somit sicherer. Sie wächst einige Jahre in einer Gastfamilie auf. Mit liebevollen Eltern und 2 Brüdern erfährt sie eine tolle Zeit in Boston und schöne Sommer in Maine. Nach einigen Jahren geht es zurück nach London. Sie wird erwachsen, aber findet nie mehr ein richtiges Zuhause. Erst verdrängt sie ihre Gastfamilie, auch ihre Mutter denkt nicht gerne an diese Zeit zurück. Später trifft sie die Gastfamilie immer wieder, vorallem mit den 2 Brüdern hat sie ein sehr enges Verhältnis. Sie erfährt wieder diese Liebe und findet letztendlich doch noch ihr zu Haue. „Sie weiß nicht, wohin sie gehört.“ Eine schöne Geschichte, die zeigt, was es bedeutet, wenn man ein Mal ein zu Hause gefunden hat. Das Buch ist total schön geschrieben und ich bin Bea super gerne durch die verschiedenen Zeiten gefolgt. Es zeigt, dass auch in schweren Zeiten schönes passieren kann. 🤍 „Das Vergang‘ne ist Vorspiel nur.“
Was für ein langweiliges Buch! Es geht ausschließlich um die Emotionen sämtlicher Protagonist*innen. Handlung gibt es kaum. Ich habe es überhaupt nur durchgehalten wegen der vielen positiven Bewertungen und weil es in der Mitte Fahrt aufnahm. Scheinbar.
Ein wunderschönes Buch über Familie und die Liebe!
„Und dahinter das Meer“ hat mir sehr gut gefallen. Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin habe ich mich sehr schnell in die Geschichte eingefunden. Etwas gewöhnungsbedürftig war lediglich das Stilmittel der wörtlichen Rede, die nicht in Anführungszeichen gesetzt, sondern durch Kursivdruck hervorgehoben wird. Auch werden unterschiedliche Redner nicht durch Absätze voneinander unterschieden, sondern im Fließtext wird ein Wechsel der Redner durch „, sagte …“ gekennzeichnet. Die Protagonisten waren mir durchweg sympathisch. Es gibt keine Kapitel, sondern die Geschichte wird aus der Sicht einzelner Protagonisten aus der übergeordneten Erzählerperspektive erzählt. Es gelingt Laura Spence-Ash dabei, dass man mit den einzelnen Protagonisten mitfühlt und ihre Perspektiven, auch wenn man selbst vielleicht anders denkt oder handeln würde, nachvollziehen kann. Laura Spence-Ash hat einen wundervollen Blick auf Familie - verwandte wie auch gewählte/durch das Schicksal entstandene -, die Liebe und die Erinnerung an verlorene geliebte Menschen. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

⭐️⭐️⭐️(⭐️) Ein Buch, das mich beeindruckt hat, auch wenn ich nicht jede Entscheidung/Handlung der Protagonisten nachvollziehen konnte.
Dieses Buch war eines der nominierten für das "Lieblingsbuch der Unabhängigen 2024". Ich kann verstehen, warum so viele Buchhändler*innen den Roman so gern mochten. Denn die Geschichte von Beatrix, die als Kind während des 2. Weltkriegs zu ihrer Sicherheit nach Amerika geschickt wird, geht nahe und macht nachdenklich. Doch nicht nur wegen Beatrix selbst, sondern vor allem auch wegen des Blickwinkels ihrer Mutter und ihrer "Ersatz-Mutter". Was macht es mit einer Frau, wenn sie ihr Kind aufgeben muss um es zu retten? Und wenn sie merkt, dass das Kind eine enge Beziehung zur neuen Familie aufbaut? Was macht es mit einer Frau, die einem Mädchen großzügig Liebe schenkt, wenn sie es nach Jahren zurückgeben muss wie einen ausgeborgten Gegenstand? Ein Buch, das mich beeindruckt hat, auch wenn ich nicht jede Entscheidung/Handlung der Protagonisten nachvollziehen konnte.
Fesselnd und wunderbar erzählt
1940 wird die 11 Jahre alte Bea von ihren Eltern aus London weggeschickt und soll während des Krieges in Amerika bei einer, ihnen unbekannten Familie, leben, damit sie in Sicherheit ist. Bea ist wütend und gar nicht glücklich, als sie schließlich bei ihrer Gastfamilie ankommt. Doch diese nimmt sie mit offenen Armen auf und schon bald ist sie Teil der Familie - sie mag die Gasteltern genauso wie deren Söhne sehr und liebt ihr Leben, die Sommer auf der Insel der Familie und den Rest des Jahres mit all seinen Alltagsmomenten. Nach 5 Jahren muss Bea wieder zurück nach London, gerade als sich zwischen ihr und ihrem „Gastbruder“ William mehr entwickelt. Zuhause will ihre Mutter nichts von der Gastfamilie wissen, die ihr Bea‘s Kindheit „geraubt“ hat… Mir ist „Und dahinter das Meer“ von Laura Spence-Ash (Übersetzung: Claudia Feldmann) zufällig in die Hände gefallen und klang so spannend, dass ich es gekauft habe. Meine Erwartungen daran wurden allesamt erfüllt. Eine sehr interessante, einfühlsame, bewegende Geschichte über eine Situation, die man sich kaum vorstellen kann und die damals doch üblich war. Ich habe Bea‘s Gastfamilie so sehr gemocht, habe es grossartig gefunden Bea aufwachsen zu sehen und all das mitzuerleben, was ihre Eltern in London nicht erleben durften. Oft war ich hin- und hergerissen zwischen Unmut auf die Empfindungen von Bea‘s Mutter und Verständnis für sie. Noch mehr allerdings habe ich mitgefiebert um zu erfahren, ob Bea und William je ihre Chance bekommen werden. Diese Geschichte hat mich von Anfang bis Ende gefesselt, beschäftigt und fasziniert. Sie ist wunderbar erzählt, liebevoll und zugleich auch ein wenig unterkühlt, aber trotzdem herzlich. Es war eine emotionale Story, die ich so gerne gelesen habe. Ein Jahreshighlight für mich und eine große Leseempfehlung für Euch! Von mir gibt es 5 von 5 Sternen. ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Wer eine wunderschön erzählte Familiengeschichte sucht, der muss dieses Buch lesen. Völlig zu Recht steht dieses Buch auf der Shortlist der unabhängigen Buchhandlungen!
Wunderschöne, zarte Familiengeschichte über ein Mädchen, das auf zwei Kontinenten in zwei Familien daheim ist. In einer unaufgeregten, bildhaften Sprache erzählt die Autorin von Bea und ihren Lieben. Über viele Jahre hinweg begleitet sie den Weg des Mädchens, von England nach Amerika, von Maine nach London und immer wieder zurück. Sie beschreibt die vielfältigen Formen von Liebe, Erzählt von der (ewigen) Suche, vom Verlassen (werden) und vom An- bzw. Heim kommen. Sehr berührend und klug.
Ich dachte bei dem Setting und der Story eigentlich, dass das Buch mein Ding ist, aber das hat mich leider total enttäuscht. Die Handlung hat sich richtig gezogen und die Figuren sind mir fremd geblieben. Ich habe da nichts gespürt. Und beim Schreibstil hat mich richtig gestört, dass die Dialoge nicht in wörtlicher Rede sondern im Fließtext nur kursiv integriert waren. Die Gefühle der Figuren waren nicht wirklich nachvollziehbar, alles blieb für mich sehr distanziert. Schade, aber nicht mein Buch.
Am Anfang gut… dann lässt es für mich sehr nach
Am Anfang fand ich es richtig gut, vor allen auch die unterschiedlichen Perspektiven… dann zog es sich für mich nur… ich habe es dann als Hörbuch zu Ende gehört, es war ok, aber leider auch nicht mehr.
Abbruch auf S. 88
Trotz all der positiven Rezensionen, wegen denen ich mir das Buch auch gekauft habe und aus dem Grund, dass es thematisch meinen Lesegeschmack trifft, hab ich es nach 88 Seiten abgebrochen, weil ich schlicht und ergreifend keine Lust mehr hatte es weiter zu lesen. Ich fand es langweilig und die ständig wechselnde Erzählperspektive nervig und anstrengend.
Die Geschichte fängt interessant an und wird aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Ab ca der Hälfte flacht das Buch für mich sehr ab und zieht sich sehr. Gefühlt wird nur noch über Alltägliches von allesamt mehr oder weniger unglücklichen Menschen erzählt. Ich hatte mir etwas anderes erhofft.

Familienbande
Ich bin durch Zufall an "Und dahinter das Meer gekommen", von mir aus hätte ich nicht dazu gegriffen, aber ich sehr froh, diese anrührende Geschichte gelesen zu haben. Bea wird mit 11 Jahren im zweiten Weltkrieg von ihren Eltern von London nach Amerika geschickt, um sie vor dem Krieg zu schützen. Bea wird von ihrer Gastfamilie, den Greogorys, warmherzig aufgenommen und lebt sich in Boston schnell ein. Dabei helfen ihr vor allem die zwei Brüder William und Gerald, die auch für sie bald wie Brüder werden. Doch ihre Familie in England vermisst ihre Tochter und will sie so bald wie möglich zurückholen, aber kehrt Bea als die Person zurück, als die sie ihre Eltern verlassen hat? Die Geschichte wird aus den Perspektiven aller beteiligten Personen erzählt. Wir begleiten die Familien über 30 Jahre lang mit all ihren Entwicklungen und den sich veränderten Beziehungen. Durch den sehr feinfühligen Schreibstil von Laura Spence-Ash, kann man sich total gut in die Figuren hineinversetzen und sie wachsen einem alle auf ihre Art ans Herz. Das Buch eignet sich übrigens auch für Menschen, die historische Romane nicht mögen, da der geschichtliche Hintergrund hier nur eine Nebenrolle spielt. Die Figuren und ihren Beziehungen und Entwicklungen sind im eigentlichen Fokus des Romanes. Es hat mich vom Vibe ein bisschen an "The summer i turned pretty" erinnert und einen kleinen Romanceanteil gibt es auch. Für 5 Sterne hat es bei mir trotz der vielen starken Seiten des Buches nicht gereicht, da es mir im Mittelteil etwas zu langgezogen war, da hätte man gut ein paar Passagen streichen können.
Zwei Familien
•Buchrezi• 🥹 Zum Inhalt: Bea ist 11 Jahre alt, in England tobt der 2. Weltkrieg, da entscheiden ihre Eltern sie zu verschiffen. Sie soll die Kriegsjahre in Sicherheit verbringen… und schon bald darauf fährt sie allein über den großen Ozean ins Unbekannte. In Boston trifft sie auf die Familie Gregory. Zu Beginn hadert Bea mit der neuen Situation, plötzlich hat sie zwei Brüder auf Zeit und auch ihre Gasteltern sind ihr fremd. Schmerzlich vermisst sie ihre Heimat England und ihre Eltern. Doch der erste Sommer in Maine, abgeschieden auf einer Insel, die Koch- und Backkünste von Mrs Gregory und ein neues aufregendes Leben sind plötzlich doch gar nicht so verkehrt. Schnell rückt die Sehnsucht und das Heimweh in den Hintergrund. Doch Beas Eltern vermissen ihre Tochter schmerzlich und wünschen sich nichts sehnlicher, als ihre Tochter nach dem Krieg zurückzuholen. Doch kann Bea ihre neue Familie einfach so zurücklassen… Mein Fazit: Die Geschichte wird aus der Sicht jedes Familienmitglieds erzählt. Beas Eltern, die sehnsüchtig auf die Rückkehr ihrer Tochter warten, sie aber in Sicherheit haben wollen. Beas Gasteltern, die sie immer mehr in Herz schließen. Und ihre „Brüder“, die beide fast im selben Alter, wie Bea sind und schnell merken, dass die Gefühle zum neuen Familienmitglied nicht unbedingt geschwisterlich sind. Das Buch spielt über einen Zeitraum von 37 Jahren. Was macht das mit den Familien, ein Kind auf Zeit und eine Tochter, die zurückkommt und plötzlich ganz anders ist…? Die Geschichte behandelt Schicksalsschläge, Liebe, Unschlüssigkeit, sicherlich auch falsche Entscheidungen, oder vielleicht auch genau die richtigen. Gerade die Zeit zu Beginn hat mich tief berührt. Als Kind so eine Reise auf sich nehmen zu müssen, das Gefühlschaos, die neue Heimat, die alte. Durch die verschiedenen Perspektiven bekommt man hautnah mit, wie die Protagonist*innen sich fühlen und wie sie die Situation wahr nehmen. Die Autorin hat einen wunderbar einfühlsamen Schreibstil, trotz der Perspektivwechsel kommt man nie aus dem Takt oder ist verwirrt. Das schaffen bei mir nur wenige Autor*innen, die viele Stimmen zu Wort kommen lassen. Ich mochte das Buch sehr, es ist leise, traurig und einfach wunderbar. Danke für das Ende, genau das habe ich gebraucht! ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️!
Kein Highlight, aber ok
Der Anfang ist super, dann zieht es sich…Die Geschichte ist wie ein kleiner Fluß. An der Quelle noch quirlig und dann wird er sehr langsam und fließt ruhig und nett dahin…

Eine berührende Sommerlektüre 🌊
Die Geschichte spielt über einen sehr langen Zeitraum, und beginnt als Bea 11 Jahre alt ist und während des Krieges nach Amerika geschickt wird. Man begleitet Bea's Kindheit und auch den weitern Weg den sie geht. Gleichzeitig konnte man die anderen Charaktere sehr gut kennen lernen, da auch immer wieder Kapitel aus deren Sicht geschrieben waren. Dadurch habe ich mich allen noch ein Stück näher gefühlt, habe mich bei der Familie richtig zuhause gefühlt und so viele Entwicklungen mitgemacht. Der Roman ist richtig berührend, habe so manche Träne vergossen, gleichzeitig aber auch so herzerwärmend. Eine wirklich schöne Geschichte, die ich jedem empfehlen kann!
Beatrix Thompson wird 1940 als Elfjährige von London nach Amerika geschickt, um den Gefahren des Krieges zu entgehen. Sie bleibt fünf Jahre bei Familie Gregory: bei Mr und Mrs G und ihren Söhnen William und Gerald. Diese Zeit hat Auswirkungen auf das gesamte restliche Leben aller Beteiligten. Wunderbar ruhig und gefühlvoll begleitet das Buch die beiden Familien über mehrere Jahrzehnte. Die Figuren wachsen einem mit jeder Seite mehr ans Herz, und ich fühlte mich am Ende fast wie ein Familienmitglied. Ein zu Herzen gehender Roman, der nie kitschig ist, sondern eine schöne Familiengeschichte erzählt.
Spannende Familiengeschichte
Ein tolles Buch über eine längst vergangene Zeitepoche und über die Bedeutung von Familie, sich stetig zu beeinflussen, Rückhalt zu geben und zu inspirieren. Nur das Ende ist für meinen Geschmack etwas zu glatt geraten.

Ein Buch über Kindheit und ein Leben auf zwei Kontinenten. Sehr einfühlsam und so ein schönes Cover
Ach war das schön. Ein wirklich super schöner, rührender Sommerroman, den ich sehr empfehlen kann ♡ ohne Kitsch! Bea wird mit 11 Jahren von England nach Amerika verschickt, um den Grauen des Krieges zu entkommen. Insbesondere ihre Mutter hadert sehr mit dieser Entscheidung. Doch Bea lebt sich ein, entwickelt ein wunderbares Zuhause-Gefühl. Sie wächst mit William und Gerald unbeschwert an der Ostküste auf, die wie Brüder werden. Im Sommer fahren sie in ihr Ferienhaus in Maine, schwimmen im Meer und verlieren sich in ihrer Unbeschwertheit. Doch eines Tages, 5 Jahre später, kommt der Tag, an dem Bea wieder heimkehren muss.. zerrissenen zwischen beiden Welten, versuchen sowohl Bea, als auch die Jungs das Beste draus zu machen, und glücklich zu sein. Im Laufe der Jahre verlieren sie nie den Kontakt zueinander, bis das Schicksal sie mehrmals wieder vereint.. Toll fand ich die wechselnden Erzählperspektiven, so dass wir immer wieder in alle Köpfe schauen konnten. Die Erzählung wirkte so sehr dynamisch und spannend. Der Roman war leicht erzählt, es gab einige Wendungen und Überraschungen. Ich konnte spüren, wie die Sehnsucht jede der drei Hauptfiguren immer wieder überfiel, und die Begleitung über mehrere Jahrzehnte gibt auch einen wunderbaren Abriss einer Entwicklung von 2 Familien, die durch die Härte des Krieges in Europa für ewig miteinander verbunden bleiben.

"Das Vergang'ne ist Vorspiel nur."
Und dahinter das Meer von Laura Spencer-Ash, übersetzt von Claudia Feldmann. "Er wirft einen Stein nach dem anderen. Ein paar davon brechen auf, und er läuft hin, um zu sehen, was drin ist. Ab und an findet er einen mit lauter Kristallen. Seine Mutter hat einen, den sie als Buchstütze verwendet, und der ist innen ganz lila. Es ist wie ein Geheimnis. Außen ist alles grau und langweilig, aber innen ist es bunt und wunderschön, und die Kristalle funkeln im Licht." "Manche Geheimnisse waren Bürden. Andere waren Geschenke, etwas, woran man sich immer wieder wärmen konnte."

Der Debütroman von Laura Spence-Ash ist ein netter Schmöker mit Ecken und Kanten.
Übersetzung von Claudia Feldmann Die Autorin erzählt von Beatrix, die im Zweiten Weltkrieg mit vielen anderen Kindern von Großbritannien in die USA verschifft wird, um ihr Leben zu schützen. Sie muss als 11jährige sich allein in einer neuen Umgebung, in einer neuen Familie zurecht finden. Dabei hat sie das Glück, dass sie in eine gute, freundliche und liebevolle Familie kommt. Währenddessen kämpfen ihre Eltern, um ihre Ehe, ihre Gefühle und gegen die Deutschen. Der Schreibstil lässt den Lesenden schnell in die Geschichte eintauchen. Die Autorin bleibt bei den geschichtlichen Passagen leider sehr oberflächlich und baut die Widrigkeiten nur am Rande mit ein. Hier hätte ich mir gewünscht, dass die geschichtliche Entwicklung mehr in die Geschichte mit eingebaut wird. Ihr Fokus liegt jedoch mehr auf den Beziehungen, die sich innerhalb der zwei Familien entwickeln. Die Zerrissenheit, die Wut und Ohnmacht der zurückgebliebenen Eltern. Die Angst der Mutter, dass sie ihre Tochter an die neue Familie verliert. Da ihre Eltern sich immer mehr zerstreiten und kaum noch miteinander sprechen, entwickeln sich unabhängig voneinander zwei (Austausch-)Stränge, die zu den Ersatzeltern Mr. und Ms. G führen. Die Autorin erzählt die Geschichte von 1940 bis 1977. Es sind viele (vielleicht auch zu viele) Jahre für die wenigen Seiten, so dass sie leider nur an der Oberfläche der Gefühle, der Geschichte und den Personen kratzen kann. Mir waren die Sprünge manchmal zu abrupt. Auf einmal war man im Jahr 1951 und dann in den Jahren 1960-1965 gelandet. Da sie aus verschiedenen Perspektiven die Geschichte geschrieben hat, wurden man immer wieder aus der aktuellen Szene herausgerissen. Die Art und Weise, wie die Charaktere lebten und liebten, erinnerte mich weniger an die 50-60iger Jahre. Es war für mich eher eine Mischung aus der Vergangenheit gepaart mit den Ansichten von heute. Daher wirkten manche Handlungen leider nicht so passend (für die vergangene Zeit). Das Ende, ach das Ende, war dann doch mehr oder weniger (je nach Neigung des Lesenden) im Kitschtopf gefallen.
Unglaublich, dass dies ein Debüt ist... Laura Spence-Ash schreibt einfach himmlisch. Für mich die perfekte Mischung in allerlei hinsicht! Eine Familiengeschichte, die zwei Familien unausweichlich miteinander verbindet, Liebe, die erst gefunden werden muss und Schicksale, die nicht vorhersehbar waren. Einfach eine tolle Geschichte von einer fiktiven Kinderverschickung und ihren Auswirkungen im laufe des Lebens. Der Schreibstil ist fesselnd und durch die unterschiedlichen Perspektiven sehr Facettenreich. Mein einziger kleiner Kritikpunkt ist ein fehlendes Personenverzeichnis... ich habe mir tatsächlich selver eins aufgemalt, damit ich alle Personen sofort wiedererkenne und nicht durcheinander komme.


















































