30. Apr.
Rating:5

Ein Buch was unter die Haut geht.

SUB-Stapel-Abbau geht weiter🥰 Nach Jahren in meinem Regal, hatte ich es endlich geschafft, das Buch des "Häuptling Seattle-Die Reden der großen Indianerhäuptlinge", zu lesen. Es ist nach wahren Begebenheiten und beinhaltet 16 bekannte Reden der amerikanischen Ureinwohner aus insgesamt 3 Jahrhunderten. Ich muss gestehen, ich hatte mich mit der Geschichte der Ureinwohner Amerikas wenig befasst. Daher fand ich es sehr interessant dieses Buch zu lesen📖😊. In diesen Reden, der Indianerhäuptlinge, geht es um Freiheit, Diskriminierung, Sklaverei, Unterdrückung und wie die "Bleichgesichter" (so nannten sie die Menschen heller Hautfarbe) sie täuschten, sie angelogen hatten und hinterlistig waren. Sie versuchten Alles, um die Ureinwohner Amerikas auszumerzen, oder in Reservate zu sperren, aus Habgier, auf ihr Land, Macht, oder sonst welchen Gründen. Mich hatte es zum Teil wütend gemacht, dass die sogenannten Dolmetscher, nicht richtig die Sprache übersetzt hatten (selbst den späteren Indianerbeauftragten konnte man nicht trauen), um zwischen der Regierung und den Ureinwohner richtig zu vermitteln und somit an die Regierung falsche Informationen gaben. Oder, dass sie mit Krieg gezwungen wurden ihr Land auf zu geben (trotz Verhandlungen mit der Regierung). Aus Gründen die so sinnlos waren, weil sie z.B. an eine anderen Religion glaubten und die Naturgesetze achteten, eine andere Sprache gesprochen hatten etc. In jede dieser Reden wurde immer mehr ersichtlich, dass sie sich ja "fügen", wenn kein Blut vergossen wird, sie Alle gleichberechtigt, oder auch zur Rechenschaft gezogen werden. Wenn man ihnen einfach ihr Land lässt und alle friedlich leben. Es kamen Täuschungen zu Tage und teils Erinnerungen von Verhandlungen, in denen nichts unversucht blieb diese Menschen zu unterdrücken, zu schänden, in Reservate zu sperren und sie sich dort selbst zu überlassen, abgeschnitten von der Zivilisation. Teils gingen sie in die Reservate, weil sie einfach keine andere Wahl mehr hatten. Sie glaubten den Worten, welche man ihnen übermittelte. Sie unterschrieben Verträge, in denen etwas Anderes stand, als man ihnen sagte (weil sie z.B. kein Englisch oder Französisch konnten) Kinder, Frauen und Familie wollten sie schützen, bevor ein ganzen Dorf ausgeschlachtet wird. 300 Jahre aber, blieben die Ureinwohner auch teils standhaft und es wurde leider trotzdem Krieg geführt, ohne dass sie dazu auch eine Wahl hatten.😔 Gleichzeitig macht es aber einem selbst, beim Lesen, nochmals klar... dass uns diese Thematiken leider heute immernoch begegnen... Krieg, Diskriminierung, Sexuelle Gewalt, Macht, Unterdrückung, Rassismus etc. Dieses Buch verdeutlicht wie es, anhand der Reden der großen Indianerhäuptlinge, damals zu ging. Dass Freiheit, die Achtung der Natur so wichtig sind (nur jeder es für sich anders auslegt) und jeder Mensch gleich ist, egal welcher Herkunft etc. Und wir doch irgendwie und irgendwann vlt. doch Alle friedvoll miteinander leben können. 🌍🕊️ Sehr lesenswert📖😊

Die Reden der großen Indianerhäuptlinge
Die Reden der großen Indianerhäuptlingeby Häuptling SeattleAnaconda Verlag