Die Welt wäre ein besserer Ort, wenn mehr Menschen Walt Whitman lesen würden.
Was für ein Dichter! Obwohl das Prädikat „Romantisch“, mit dem sich Shakespeare oder Goethe überschwänglich schmücken dürfen, auf Walt Whitman so gar nicht zutreffen mag, ist seine Dichtkunst nicht weniger liebevoll. Meist ohne Reime beschreibt er unter anderem das Kriegsgeschehen des amerikanischen Bürgerkriegs auf pragmatische und gleichzeitig zutiefst berührende Art. Er „singt“ eine Ode an die Widersprüchlichkeit des Menschen voller Annahme, Verständnis und Liebe. Er nimmt die Position eines Gleichgesinnten, eines Menschen, der versteht ein. Er geht nie in die Perspektive eines Urteilenden oder Belehrenden Menschen. Mein Fazit: In Walt Whitmans Lyrik liegt der Schlüssel für mehr „universelle Liebe“ (nach Erich Fromm). Der Leser wird eingeladen voller Demut die eigene Kleinheit liebevoll anzuerkennen und dadurch echte Größe zu erlangen - so wie es Whitman selbst getan hat. Leute, lest mehr Whitman! „Oh Captain! My Captain!“






