Vom ersten Buch an war ich von Richelle Mead's Georgina Kincaid-Reihe begeistert, von Georginas Charme gefesselt, von ihrer menschlichen Lebensweise begeistert und von ihrer Sukkubusart fasziniert. Mit Buch fünf "Succubus Shadows - Die dunkle Seite der Versuchung" geht es in die nächste Runde und es wird immer unglaublicher, anspruchsvoller und immer untypischer für Georgina. Georgina Kincaid ist eine meiner liebsten Protagonistinnen, die es gibt. Zu ihren Lebzeiten als Sterbliche im Zypern des fünften Jahrhunderts, verkaufte sie ihre Seele einem Kobold namens Niphon. Im Austausch ihrer Seele, forderte sie, alle Menschen, die sie je gekannt hatte, sollten sie vergessen und somit die Schande und Verzweiflung, die sie den Menschen - allen voran ihrem Ehemann - zugebracht hatte. Hätte sie ihn nie mit seinem besten Freund bezogen, hätte Kyriakos nie versucht sich das Leben zu nehmen und Georgina wäre nie zum Sukkubus geworden... Zu Beginn der Geschichte spürt man als Leser immer noch diese Zerissenheit. Georgina's und Seth' Liebesgeschichte - besser gesagt das Fehlen selbiger - ist mitunter ein Hauptbestandteil und für einen kurzen Moment war ich genervt. Denn dieses Hin und Her tut den Beiden nicht gut. Irgendwie gehören sie zusammen, aber sie können es einfach nicht. Ihre Trennung in Band drei (?) war genau das richtige und irgendwie doch falsch, denn Seth hat sich mit Maddie - einer Angestellten von Georgina und ihre beste Freundin - "getröstet" und als es in Band vier dann zwischen Georgina und Seth nochmal heiß wurde (weil sie für kurze Zeit keine Sukkubusfähigkeiten mehr hatte), wurde seine Seele durch die Sünde des Betruges befleckt. Genau das, was Georgina immer verhindern wollte. Doch für den Verlauf der Geschichte ist diese Liebe von enormer Bedeutung. Denn eine dunkle Macht lockt Georgina an. Im einen Moment sitzt sie noch neben ihren Katzen auf der Couch und im nächsten steht auf ihrem Balkon und fragt sich wie bei ihr ein Aufprall auf dem Asphalt aussehen würde. Voller Sorge über diesen Sirensingsang wendet sie sich an ihren Chef, den Erzdämon Jerome, doch dieser tut das einfach ab. Doch Georgina ist in Gefahr! Sie nährt mit ihren dunklen Gefühlen eine fremde Macht, die Georgina förmlich anzieht.Als sie sich dem Lockruf des Glücks hingibt, erfährt sie endlich wer ihr das Leben schwer machen will und was die alles mit ihr anstellen wollen... Keiner glaubt daran, dass sie Georgina zurückbekommen können, doch alle versuchen ihr bestes. Und ausgerechnet ein Sterblicher wirkt daran ausschlaggebend mit. Besser gesagt zwei Sterbliche, wovon einer aus unerklärlichen Gründen sein Leben verliert. "Succubus Shadows"ist wieder ein gelungenes Buch. Viele Aspekte werden hier angesprochen, die einer Geschichte das Besondere Etwas verleihen. Liebe und Herzschmerz. Vertrauen und Vertragsbruch. Demütigung und Folter. Besonders gelungen fand ich die Erzählung, während Georgina in der Traumwelt ist. Da das Buch aus ihrer Geschichte geschrieben ist, musste sich Richelle Mead was einfallen lassen, wie der Leser etwas anderes zu lesen bekommt als nur Folter. Und das hat sie fantastisch hinbekommen. Die Träume Georgina's sind sehr verwirrend und nicht nur Georgina weiß nicht, was wirklich passiert und was ihr vorgegaukelt wird. Richelle Mead hat mich einfach wieder gepackt! Und ich - als Georgina-Seth-Fan - habe wieder neue Hoffnungen, die mich sehr neugierig auf Band sechs machen. Fazit: Es hat alles gepasst. Die ganze Vielfalt der Charakterpalette konnte mich wieder ansprechen. Besonders Simone, der Sukkubus auf Urlaub, der irgendein Geheimnis hat, aber bis zum Ende ist nicht klar was los ist. Sie nutzt Georgina's Abwesenheit und nimmt deren Rolle ein, will Seth um jeden Preis verführen. Irgendwie wird wieder an einem Geheimnis gekratzt, eine Vorlage hoffentlich für Band sechs. Mead schafft es mich als Leserin am lesen zu halten. Ihre Erzählweise ist flüssig, die Denkweise der Charaktere überzeugend und die Handlungen so irreführend. Zusammen ergibt das einen guten Cocktail, der mich neugierig macht. Im Laufe der Reihe ist mir aber auch aufgefallen, das alles etwas langatmig gehalten wird. Band eins war extrem rasant und seither wird das Tempo immer weiter abgebaut. Das ist aber nicht schlimm, denn Spannung ist mehr als geboten. Wer die Succubus Reihe noch nicht kennt, dem kann ich sie nur sehr ans Herz legen. Richelle Mead ist definitiv eine Entdeckung wert!
I have finished another book in the series and so far I have liked them all quite well. In this regard, I am already looking forward to the last volume and what it will bring with it and I will probably begin with it today. Admittedly, I often only hear the books with one ear but of course it speaks for the fact that I can always follow the story well, regardless of whether I was fully there and listening or just missed half of it because I was cooking or doing something else that called for my attention. It speaks for a fluent writing style that was read here and that is of course a plus. The series is on the more relaxed side of the paranormal books anyways, at least for me, and therefore of course a recommendation for people who look for a more easy-going book in that genre. This one, too, has a great basic idea for the storyline and for me is also one of the better books in the series (although none is really bad and they all are written well). I just liked the concept of the seemingly uncommon and almost alien body. In my opinion, that was portrayed very well. In summary, this is yet another better book in the "Georgina Kincaid" series. But I like the series consistently and can really only recommend it. Therefore, I give this book five stars. :)

