Zurück in Westeros – und diesmal fühlt es sich wieder richtig an
Ich bin ein absoluter Fan von Game of Thrones. Diese Welt, die politischen Intrigen, die Grautöne zwischen Gut und Böse , kaum eine Serie hat mich je so gepackt und emotional mitgenommen. Zerstört und gleichzeitig geheilt. Umso größer war meine Vorfreude auf House of the Dragon .. und leider auch meine Enttäuschung. Trotz beeindruckender Bilder und ,,starkem“ Cast hat mir etwas gefehlt. Vielleicht Figuren, mit denen ich wirklich mitfiebern konnte. Vielleicht dieses besondere Gefühl, das Westeros für mich ursprünglich ausgemacht hat. Und dann kam The Knight of the Seven Kingdoms. Schon die erste Novelle hat mich wieder komplett abgeholt. Die Geschichte ist ruhiger, persönlicher und gerade deshalb so stark. Dunk und Egg fühlen sich greifbar an, menschlich, nahbar. Es geht weniger um den großen Thron und mehr um Ehre, Loyalität und das, was einen Ritter wirklich ausmacht. Auch die Serienumsetzung von A Knight of the Seven Kingdoms hat mich (bis jetzt) positiv überrascht. Sie fängt genau diese Atmosphäre ein, ohne den Kern der Geschichte zu verlieren. Buch und Serie ergänzen sich hier wunderbar mit viel Liebe zum Detail. Aber.. Es ist und bleibt eine Geschichte aus der Feder von George R. R. Martin. Und das bedeutet, man sollte sich niemals zu sicher fühlen. Denn egal wie sehr man hofft, egal wie sehr man Figuren ins Herz schließt, Er schafft es immer wieder, Hoffnung aufzubauen, nur um einen daran zu erinnern, dass sie in Westeros selten lange überlebt. Man lernt schnell: Lieblingscharaktere zu haben, ist hier ein Risiko. Und trotzdem ..oder vielleicht gerade deswegen, fühlt es sich wieder richtig an. Wie ein Heimkommen in eine Welt, die brutal ehrlich ist und genau deshalb so fesselnd. Für mich fühlt sich das endlich wieder nach dem Westeros an, in das ich mich damals verliebt habe.







