
Zecke und Polly sind Geschwister. Sie sind in einem riesigen Haus - in einem Hort aufgewachsen, den sie niemals verlassen. Deshalb haben sie ihre Eltern noch nie in ihrem Leben gesehen. Die einzige Person mit der sie in Kontakt kommen ist ihre Nanny. Doch eines Tages fallen plötzlich nach und nach die Maschinen aus, die sie zum überleben benötigen und auch auf die Nanny ist kein Verlass mehr. Daraufhin entschließen sich Polly und Zecke den Hort zu verlassen, um ihre Eltern zu suchen. Dabei entdecken sie, dass dies keine leichte Aufgabe ist. Zwar ist auf dem Cover Polly abgebildet, die komplette Geschichte wird allerdings aus der Sicht von Zecke erzählt. Er ist zwar jünger als Polly übernimmt aber deutlich mehr Verantwortung als seine Schwester. Er ist fürsorglich, geduldig und liebevoll. Sein größter Wunsch, wie der von allen anderen Kindern, ist endlich seine Mutter zu treffen. Durch die jungen Protagonisten, die auf der Suche nach ihren Eltern sind, wirkte die Geschichte auf mich stellenweise herzzerreißend. Die zusätzlichen Horrorelemente und die Geheimnisse dieses riesigen Gebäudes, sorgten für die kontinuierliche Spannung. Die Atmosphäre empfand ich als atemberaubend! Die dicke Staubschicht der Zimmer, die dunklen Schatten, der Verfall und die alte Pracht - alles verpackt in einem scheinbar unendlichen Gebäude. Ich wollte als Leser am liebsten jede einzelne Tür öffnen, um nachzusehen welche Geheimnisse sich dahinter verbergen. Trotz der gewohnten bizarren Handlung, haben mich viele Metaphern und Parallelen zum realen Leben oft zum Schmunzeln gebracht. Ein bizarres Abenteuer zweier Geschwister, in einem unendlichen Haus voller dunkler Schatten.

















