Das war erschütternd!
Ich hatte beim Lesen so viele unterschiedliche Gefühle. Ich war wütend, traurig und ratlos.
Wir lesen neben der Geschichte von Mary, auch verschiedene Berichte und Zeugenaussagen. Das macht das Ganze nochmal sehr ergreifend.
Bis zum Ende wusste ich nicht, wie diese Geschichte endet. Hier wird kritisch das Verfahren beleuchtet und hinterfragt, da der Fall natürlich auch eine gewisse Brisanz hat. Der Fall ist Fiktion, doch könnte sowas ähnliches auch in der Realität passieren.
Das war wirklich heftig und ich werde vermutlich noch lange über das Buch nachdenken.
Eine große Leseempfehlung für diejenigen, die ein erschütterndendes Buch lesen möchten, welches berührt und zum Nachdenken anregt.
Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich ein Tiktok über eine Buchempehlung gesehen habe. Vom Cover her, hätte ich es niemals ausgewählt.
Das Buch ist wirklich keine leichte Kost. Es geht um Missbrauch, Mord(?!) und sehr viele seelische Grausamkeiten…
Wie viel kann ein junges Mädchen ertragen? Wirklich eine deutliche Empfehlung.🙏🏻
Oh man, was für ein krasses Buch! Man wird hin und her geworfen mit seinen Gefühlen und Vermutungen, nur um an Ende trotzdem alles wieder über den Haufen zu werfen. Absolut harter Tobak, aber auch ein echtes Leseerlebmis! Lange hat mich kein Buch so extrem mitgerissen wie dieses, deshalb klare 5 Sterne!
Was für ein hammerhartes Buch, das man nur schwer verdauen kann! Ich habe noch nie so eine üble und toxische Mutter-Tochter-Beziehung gelesen. Mary ist mir von Beginn an sympathisch und ich kann nicht fassen, mit was sie sich alles herumschlagen muss. Angefangen damit, dass sie als 9-jährige ins Gefängnis und auch später in ihrem Wohnheim die Hölle auf Erden erleben muss. Die Frage, ob mit einem weißen Kind genauso umgegangen worden wäre, bleibt dabei die ganze Zeit im Raum stehen. Und auch das Ende hat mich fassungslos gemacht, aber es rundet die ganze Geschichte perfekt ab. "Der bittere Trost der Lüge" ist zurecht ein Festa-Buch, welches mit psychologischer Heftigkeit aufwartet, die sich wie ein Fausthieb in den Magen anfühlt!
Uffz...
Ich wusste erst mal nicht, worauf ich mich da einlasse. Klar, Festa tastet ja immer gern Grenzen ab. Hier auch!
Die Story aus Sicht einer-wie sie selbst immer wieder betont- einer zur Tatzeit 9jährigen hat mich sehr bewegt. Und beschäftigt! War sie es, oder nicht, was kommt am Ende... ich glaube, das Buch taugt für Diskussionen in Leserunden!
Vielleicht hats mich zum Teil auch aufgrund meines beruflichen Hintergrunds gepackt und berührt, ich kanns auf jeden Fall empfehlen!
Hier hat mich nicht wie so oft das Cover angesprochen, sondern der Klappentext. Dieser hat sich so interessant angehört, dass ich unbedingt das Zweite Buch aus dem neuen All Age Bereich des Festa Verlags lesen wollte.
Mary war 9 Jahre alt, als sie des Totschlags schuldig befunden wurde und in ein Gefängnis kam. Nun 6 Jahre später ist sie in einer Wohngruppe für straffällige Teenager untergebracht. Wer nun denkt, dies sei eine große Verbesserung, nicht wirklich. Wobei Mary bestimmt froh über die neuen Freiheiten ist. Aber als Außenstehender ist diese Wohngruppe, mit seinen Inkompetenten Betreuern kein schöner Anblick. Doch verdient Mary dies nicht, immerhin hat sie ein 9 Monate altes Baby umgebracht, ist es da nicht gerecht, dass sie in so einem Loch untergebracht wurde?
Doch was, wenn sie das gar nicht war? Wenn sie unschuldig ist und nur ein Opfer ihrer eigenen Mutter? Bis dato war es Mary egal, was die Leute über sie denken, doch nun ist sie schwanger und die wollen ihr ihr Baby wegnehmen. Eine verurteilte Kindsmörderin kann doch kein Baby aufziehen, doch vielleicht war sie es ja gar nicht?
Gleich auf den ersten Seiten konnte mich die Geschichte für sich einnehmen, ich hing nur so an den Seiten. Das Buch habe ich innerhalb von 2 Tagen verschlungen, denn ich wollte unbedingt wissen, wie die Geschichte endet. Mary ist nicht sicher in ihrer Unterkunft und so kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen und die Spannung wird gut gehalten. Außerdem werden einige kritische Aspekte miteingebracht, was das amerikanische Strafsystem angeht und auch in Bezug auf das Thema Rassismus.
Es gab so einige Szenen, in denen ich am liebsten in das Buch gesprungen wäre, weil ich mich so geärgert habe. Das Fürsorgesystem kommt hier nicht gut weg. Gleichzeitig zeigt das Buch auch, was passiert, wenn Institutionen versagen, wenn ein Kind, welches den Schutz der Erwachsenen braucht, diesen nicht erhält.
Ein besonderer Reiz an der Geschichte war für mich, dass der Leser lange im Dunkeln gelassen wird. Ich fragte mich immer wieder, ob Mary wirklich unschuldig ist. Eigentlich ja logisch, oder? Welches 9-jährige Kind bringt schon ein Baby um, doch wäre es nicht ein toller Plot Twist, wenn sie es doch war? Oder wenn man nun denkt, sie wäre es gewesen und dann am Ende kommt raus, sie war es doch nicht. Ihr merkt, hier kann und soll der Leser sich selbst Gedanken machen. Na, neugierig, ob Mary unschuldig ist?
Fazit:
Ich war gespannt auf mein erstes Festa All Age Buch und wurde nicht enttäuscht. Auf der einen Seite ist es so typisch Festa und dann auch wieder nicht (kein Sex, Splatter, Horror etc.). Doch finde ich, kratzt es an einer Grauzone des moralischen Empfindens, welches einen zum Nachdenken bringt und sticht somit heraus.
Mary ist sehr gut dargestellt, wirkt echt und authentisch und die Geschichte, so brutal sie auch ist, wie aus dem Leben gegriffen. Man weiß, so etwas passiert wirklich und das macht es noch bedrückender.
Große Leseempfehlung