
Sehr gute Fortsetzung !
"One Year After - Die Welt ohne Strom" von William R. Forstchen ist der Nachfolgeband von ONE SECOND AFTER. Die Reihe spielt in einer Welt, in der ein EMP die Stromversorgung in den USA komplett lahmlegt und die Menschen in ein dunkles Zeitalter stürzt. Forstchen's Schreibstil ist geradlinig und sehr direkt. Er schafft es den gesamten Roman hindurch eine unangenehme Atmosphäre zu erzeugen. Die Charaktere sind komplex angelegt. Alle sehr authentisch und das macht es noch erschreckender. In Band 2 befinden wir uns nun ein Jahr nach dem EMP und den schrecklichen Vorkommnissen mit vielen Verlusten und Entbehrungen. Es ist ein wenig Ruhe in die kleine Stadt in den Bergen eingezogen und fast jeder arbeitet daran mit, um an Lebensmittel zu kommen und ein wenig Komfort herzustellen. Dann taucht plötzlich die USA Armee auf und die Kleinstadtbewohner atmen auf. Aber ist das die Hilfe auf die sie gehofft haben? Forstchens Fähigkeit, die Welt ohne Strom zu beschreiben, ist schon beeindruckend und macht den Leser nachdenklich über die Abhängigkeit von Strom und Technologie und für wie selbstverständlich wir das alles nehmen. Die Art und Weise, wie der Autor die Reaktionen der Menschen auf diese Katastrophe beschreibt, ist überaus beängstigend, weil sie so realistisch dargestellt sind. Die Panik, Angst, die Gewalt, Brutalität und Misstrauen und auch die Hoffnungslosigkeit sind allgegenwärtig. Fazit: Es ist ein Buch, welches man nicht so schnell beiseite legt und das lange nach dem Lesen noch nachhallt und zum Nachdenken anregt. Insgesamt hat mir Band 2 sehr gefallen, zumal der Autor in diesem Teil auf die Beweihräucherung der Amerikaner, der USA , der einzig wahren Art zu leben ( nämlich der amerikanischen Art) und wie großartig sich die Menschen dort selbst finden, weitestgehend verzichtet hat. Deshalb bekommt Band 2 von mir 5/6 Sterne 🌟 🌟 🌟 🌟 🌟

