Von Anfang bis Ende spannend geschrieben und auch wenn es ruhigere Stellen gab, wurde es nie langweilig oder eintönig. Der Schreibstil ist flüssig, spannend, detailliert und beinhaltet auch recht viele Emotionen. Dennoch fehlt es nicht an Horror und Gruselelementen.

Dichte Atmosphäre von der ersten bis zur letzten Seite, für mich ein Highlight!
In 'Der Satyr' lässt Brian Keene einen brünstigen Satyr auf eine amerikanische Kleinstadt los. Der Ziegenmann lockt Frauen durch Flötenspiel zu sich in den Wald und eine liebenswerte Freundesgruppe rund um den Krimi-Autoren Adam Senft macht sich auf, um sich dem Bösen entgegenzustellen. Bryan Keene nahm sich viel Zeit für seine Charaktere und erschuf in der ersten Hälfte des Buches einen wunderbaren Überblick über die Nachbarschaft und ihre Bewohner. Adam Senft liebt seine Frau Tara und seinen Hund Big Steve und er ist die Hauptfigur dieser Geschichte. Nachdem er beim Gassi gehen im Wald eine schreckliche Beobachtung macht, zieht er seine unmittelbaren Nachbarn zu Rate. Die fünf unterschiedlichen Männer und ihre Beziehung zueinander und zu ihren Familien sind fabelhaft ausgestaltet. Man lernt alle gut kennen und sie wachsen einem ans Herz. Auch vom Charakter und der Verhaltensweise des Hundes bin ich verzaubert. Ich las zuvor noch in keinem anderen Buch von einer so herrlichen Beziehung zwischen Mensch und Tier. Nach und nach häufen sich die Vermisstenfälle in der sonst so ruhigen Kleinstadt und die heimelige Stimmung kippt ins bedrohliche. Im späteren Verlauf zieht der Autor die Spannung an und es wird gruselig und blutig. Von Sex und Eingeweiden bleibt man hier nicht verschont. Am Ende fieberte und litt ich sehr mit, da ich die Charaktere sehr gern habe und die Freunde einiges mitmachen müssen. Von der ersten Seite an packte mich die dichte Atmosphäre und lies mich auch nach der letzten Seite nicht wieder los. So trashig der Plot rund um ein paarungswilliges Mythenwesen klingen mag, so qualitativ hochwertig ist die Umsetzung gelungen. 'Der Satyr' wandert auf meinen Highlight-Stapel, 5⭐! Ich werde von Brian Keene ganz sicher noch mehr lesen!
An sich wäre es ein gutes Buch geworden doch dann kam ein Klischee nach dem anderen und der showdown war für mich wie hingeklascht und Hauptsache man hat das Buch fertig. Die ersten 300 Seiten Top und dann so ein massiver Absturz finde ich schade. Genauso finde ich es sehr übertrieben was hinten steht Keene könnte man im Atemzug mit King, Koontz und Barker nennen das finde ich ehr eine beleidigung gegen drei großartigen Autoren.



