19. Nov.
Rating:4

Der König in Gelb von Robert W. Chambers hat mich vor allem mit seinen horrorlastigeren Geschichten beeindruckt. Diese frühen Erzählungen erzeugen eine wunderbar subtile, schleichende Unheimlichkeit, die nicht auf plumpe Schockmomente setzt, sondern sich wie ein kalter Nebel um einen legt. Manche Szenen bleiben weniger wegen konkreter Ereignisse im Kopf, sondern wegen des unangenehmen Grundgefühls, das Chambers meisterhaft erzeugt. Die späteren Geschichten haben mich dagegen weniger abgeholt. Sie schlagen einen romantisch-fantastischen Ton an, der zwar schön geschrieben ist, aber für meinen Geschmack nicht die gleiche Intensität wie der unheimliche Auftakt besitzt. Wer vor allem Horror sucht, wird hier etwas aus dem Lesefluss gerissen. Als Fan von H. P. Lovecraft war es aber etwas ganz Besonderes, hier quasi den „Ursprung“ von Hastur und der mythologischen Begriffe wie Carcosa und das Gelbe Zeichen zu erleben. Es fühlt sich an, als würde man in der Ahnenreihe eines Mythos zurückblättern und plötzlich entdecken, wie viel Lovecraft später übernommen und weiterentwickelt hat. Chambers’ Schreibstil ist insgesamt überraschend gut verständlich, atmosphärisch und für ein Werk von 1895 angenehm flüssig zu lesen. Was mir allerdings gefehlt hat, ist mehr Background zum König selbst. Ich verstehe die Idee, dass der König mehr Konzept als Figur sein soll – ein Symbol für Verfall, Wahnsinn oder das Unaussprechliche. Dennoch war mir das manchmal zu vage, fast so, als hätte Chambers bewusst jede greifbare Information verweigert. Ein wenig mehr Kontur hätte den Mythos für mich noch stärker gemacht. Fazit: Ein Werk, das vor allem durch seine ersten Geschichten glänzt und auf subtile Weise unter die Haut geht. Trotz einiger weniger überzeugender Episoden ist Der König in Gelb ein faszinierender Klassiker, der besonders für Fans kosmischen Horrors einen Blick wert ist – schon allein, um die Wurzeln eines Mythos kennenzulernen, der die Weird Fiction bis heute prägt.

Der König in Gelb
Der König in Gelbby Robert W. ChambersFesta Verlag
28. Juni
Rating:4

Es ist schwierig die Handlung dieses Buchs zu beschreiben. Es handelt sich um eine Sammlung an Kurzgeschichten die eher selten einen Zusammenhang aufweisen. Am ehesten findet sich das Buch um den König in gelb wider. Die einzelnen Kurzgeschichten fand ich meist ganz gut und spannend. Gruselig im Sinne von Horror fand ich sie jedoch nicht. Den Schreibstil mochte ich, was ich schade finde ist das die Kapitel manchmal mit ausländischen Sätzen anfangen, die dann teilweise übersetzt wurden aber auch mal nicht.

Der König in Gelb
Der König in Gelbby Robert W. ChambersFesta Verlag
19. Mai
Rating:4.5

Gewöhnungsbedürftig am Anfang aber wenn es einen gepackt hat sieht man die gelben Zeichen

Meine Rezension zu „Der König in Gelb“ von Robert W. Chambers Dieses Buch ist keine klassische Horrorgeschichte – es ist eine literarische Grenzerfahrung. „Der König in Gelb“ entfaltet seinen Schrecken nicht durch Blut oder Gewalt, sondern durch das, was zwischen den Zeilen geschieht. Die Geschichten berühren Themen wie Wahnsinn, Kunst, Liebe, Tod und die Frage, wie viel Wahrheit ein Mensch ertragen kann. Die Sprache ist altmodisch, teils poetisch, manchmal herausfordernd – aber gerade darin liegt der Reiz. Man hat das Gefühl, nicht nur zu lesen, sondern beobachtet zu werden. Einige Kapitel wirken wie Träume, andere wie Visionen – und manche wie eine stille Warnung. Dieses Buch richtet sich an alle, die literarischen Horror mit Tiefe suchen, an Leser*innen, die bereit sind, selbst Lücken zu füllen und Stimmungen nachzuspüren, anstatt alles vorgekaut zu bekommen. Wer sich darauf einlässt, bekommt nicht nur eine Sammlung ungewöhnlicher Geschichten – sondern ein Erlebnis, das nachwirkt.

Der König in Gelb
Der König in Gelbby Robert W. ChambersFesta Verlag
28. März
Rating:4

Der (fast) vergessene Autor!

Robert W. Chambers hat über 70 Bücher geschrieben. Leider hat nur "Der König in Gelb" die Zeit überdauert und ist heute noch bekannt. Die Kurzgeschichten haben mir bis auf "Das Paradies der Propheten" sehr gut gefallen. Bei Chambers mutet die Handlung anfangs oft belanglos an, wird immer interessanter und erst am Ende offenbart sich das Grauen. Kurz aber heftig. In "Die Jungfer d'Ys" waren mir zu viele französische Begriffe enthalten. Teilweise ganze Strophen(S.133), die nicht übersetzt wurden und von mir dadurch einfach nur ausgelassen werden konnten. Unbedingt zur Lektüre gehört das ca. 20 Seiten starke Essay am Ende des Buches. Welche Autoren auf Chambers Bezug nahmen und seine Figuren und Begriffe aus dem König in Gelb später in weiteren Geschichten auftreten ließen, ist schon beachtlich. Fans von Lovecraft, Bierce und Co. sollten sich diese Sammlung für schmale 12,80 € nicht entgehen lassen. 4 Sterne

Der König in Gelb
Der König in Gelbby Robert W. ChambersFesta Verlag
2. Juli
Rating:5

Horrorgeschichten die spannend und unerwartet waren

Robert W Chambers entführt uns in eine Welt die von dem Cthullu Mythos inspiriert wurde. Da mein Freund ein großer Cthullu Fan ist, durfte das Buch natürlich nicht fehlen und ich fand es erstaunlicherweise auch spannend und furcht einflösend. Ich habe nach wie vor nichts aus dem Cthullu Universum gelesen und bin auch weiterhin kein Horror Fan, aber der Inhalt und der Schreibstil haben mir gefallen

Der König in Gelb
Der König in Gelbby Robert W. ChambersFesta Verlag