26. Jan.
„𝑊𝑎𝑠 𝑖𝑠𝑡 𝑛𝑢𝑟 𝑠𝑐ℎ𝑖𝑒𝑓𝑔𝑒𝑙𝑎𝑢𝑓𝑒𝑛? 𝑊𝑒𝑠ℎ𝑎𝑙𝑏 𝑙𝑎̈𝑠𝑠𝑡 𝑠𝑖𝑒 𝐵𝑒𝑛𝑗𝑎𝑚𝑖𝑛 𝑢𝑛𝑑 𝐺𝑟𝑜ß𝑣𝑎𝑡𝑒𝑟 𝑠𝑜 𝑛𝑎ℎ 𝑎𝑛 𝑠𝑖𝑐ℎ ℎ𝑒𝑟𝑎𝑛, 𝑒𝑟𝑙𝑎𝑢𝑏𝑡, 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑤𝑖𝑒 𝐾𝑒𝑡𝑡𝑒𝑛 𝑎𝑛 𝑖ℎ𝑟𝑒 𝐵𝑒𝑖𝑛𝑒 ℎ𝑒𝑓𝑡𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑑 𝑠𝑖𝑒 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝐺𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝐵𝑒𝑑𝑢̈𝑟𝑓𝑛𝑖𝑠𝑠𝑒 𝑓𝑒𝑠𝑡ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛? 𝑆𝑜 𝑣𝑖𝑒𝑙𝑒 𝐽𝑎ℎ𝑟𝑒 ℎ𝑎𝑡 𝑠𝑖𝑒 𝑔𝑒𝑤𝑎𝑟𝑡𝑒𝑡, 𝑏𝑖𝑠 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑛𝑑𝑙𝑖𝑐ℎ 𝑔𝑒𝑠𝑡𝑎𝑡𝑡𝑒𝑡, 𝑑𝑖𝑒 𝑢𝑛𝑒𝑟𝑡𝑟𝑎̈𝑔𝑙𝑖𝑐ℎ𝑒 𝑆𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑒 𝑑𝑒𝑠 𝑆𝑒𝑖𝑛𝑠 ℎ𝑖𝑛𝑡𝑒𝑟 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑧𝑢 𝑙𝑎𝑠𝑠𝑒𝑛“.
Rating:4

„𝑊𝑎𝑠 𝑖𝑠𝑡 𝑛𝑢𝑟 𝑠𝑐ℎ𝑖𝑒𝑓𝑔𝑒𝑙𝑎𝑢𝑓𝑒𝑛? 𝑊𝑒𝑠ℎ𝑎𝑙𝑏 𝑙𝑎̈𝑠𝑠𝑡 𝑠𝑖𝑒 𝐵𝑒𝑛𝑗𝑎𝑚𝑖𝑛 𝑢𝑛𝑑 𝐺𝑟𝑜ß𝑣𝑎𝑡𝑒𝑟 𝑠𝑜 𝑛𝑎ℎ 𝑎𝑛 𝑠𝑖𝑐ℎ ℎ𝑒𝑟𝑎𝑛, 𝑒𝑟𝑙𝑎𝑢𝑏𝑡, 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑤𝑖𝑒 𝐾𝑒𝑡𝑡𝑒𝑛 𝑎𝑛 𝑖ℎ𝑟𝑒 𝐵𝑒𝑖𝑛𝑒 ℎ𝑒𝑓𝑡𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑑 𝑠𝑖𝑒 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝐺𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝐵𝑒𝑑𝑢̈𝑟𝑓𝑛𝑖𝑠𝑠𝑒 𝑓𝑒𝑠𝑡ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛? 𝑆𝑜 𝑣𝑖𝑒𝑙𝑒 𝐽𝑎ℎ𝑟𝑒 ℎ𝑎𝑡 𝑠𝑖𝑒 𝑔𝑒𝑤𝑎𝑟𝑡𝑒𝑡, 𝑏𝑖𝑠 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑛𝑑𝑙𝑖𝑐ℎ 𝑔𝑒𝑠𝑡𝑎𝑡𝑡𝑒𝑡, 𝑑𝑖𝑒 𝑢𝑛𝑒𝑟𝑡𝑟𝑎̈𝑔𝑙𝑖𝑐ℎ𝑒 𝑆𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑒 𝑑𝑒𝑠 𝑆𝑒𝑖𝑛𝑠 ℎ𝑖𝑛𝑡𝑒𝑟 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑧𝑢 𝑙𝑎𝑠𝑠𝑒𝑛“.

Amanda hat sich nie wirklich zugehörig gefühlt. Das Gefühl, eine Außenseiterin zu sein, begleitet sie durch ihr ganzes Leben. In letzter Zeit wird die innere Müdigkeit immer stärker, sodass sie sich entscheidet, aus dem Leben zu scheiden. Sie setzt einen festen Tag – es bleiben noch fünf Tage. In dieser kurzen Zeitspanne passiert jedoch so viel, dass Amanda zunehmend an ihrer Entscheidung zweifelt. Erinnerungen und Ereignisse holen sie ein, Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit werden aufgedeckt, ebenso ein großes Familiengeheimnis, das alles in ein neues Licht rückt und ihren geplanten Abschied infrage stellt. Der Roman beginnt wie ein ruhiger Familienroman, der sich intensiv mit Depressionen und Suizidgedanken auseinandersetzt. Gerade dieser erste Teil war mir stellenweise etwas zu langsam und die Schilderungen der Depression sehr ausführlich – handwerklich gut gemacht, aber für meinen Geschmack manchmal zu viel. Gleichzeitig muss ich sagen, dass die Autorin es schafft, Depressionen sehr bildhaft darzustellen. Die Sprache hat mir insgesamt gut gefallen und passt zur Schwere des Themas. Ab etwa der Hälfte verändert sich das Buch deutlich: Die Geschichte wird spannender, entwickelt sich fast in Richtung Krimi und überrascht mit Wendungen, die mich wirklich schockiert haben. Besonders das Ende hat mich fassungslos zurückgelassen. Ab diesem Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Trotz der Längen im ersten Teil hat mir das Buch insgesamt gut gefallen.

Noch fünf Tage
Noch fünf Tageby Andrea Fischer SchulthessPendragon
14. Sept.
Rating:5

Fünf Tage bis zum Ende: Ein düsterer Familienroman

5 Tage hat sie Zeit, loszulassen. Fünf Tage, um sich selbst und die Welt um sich herum zu ertragen, bis alles vorbei ist. Sorgfältig plant sie ihr Ableben. Amanda folgt einer dunklen Tradition: Sowohl ihre Großmutter als auch ihre Mutter haben den Freitod gewählt. Dann quartiert sich plötzlich ihr Großvater nach einem Unfall bei ihr ein - die einzige Verbindung zur Familie, die ihr noch bleibt. Nach und nach entfaltet sich mithilfe ihres Großvaters die düstere Familiengeschichte, die hinter allem steckt. Ein sehr düsteres Buch, das von den Abgründen der menschlichen Psyche und zwischenmenschlichen Beziehungen erzählt. Ich konnte sehr mit der Protagonistin mitfühlen. Die Autorin versteht es meisterhaft, Amandas vermutlich vorhandene Depression in all ihrer Deutlichkeit zu beschreiben. Wir erleben vor allem Amandas Gedanken: wie sie sich jeden Tag aus dem Bett quält, wie sie nur mit Alkohol und Tabletten den Tag übersteht und wie sie Nähe zu ihrem Mann und ihrem Sohn meidet, um nicht ins Wanken zu geraten und den Abschied für sich zu erleichtern. Wir verfolgen ihr Innenleben, aber auch Momente, in denen sie sich selbst von außen betrachtet. Stück für Stück bekommen wir szenische Einschübe ihrer Mutter und Großmutter zu lesen. Nach und nach entfaltet sich ein Netz aus Geheimnissen und eine grausame Tat, die alles, was Amanda über die Geschichte ihrer Familie zu wissen glaubt, infrage stellt. Die Geschichte ist wunderbar erzählt. Manche Wendungen lassen sich erahnen, bewusst von der Autorin so gewählt. Brotkrumen werden hier und da gestreut, um das Puzzle zu lösen. Doch das, was am Ende aus der Zusammenführung der einzelnen Fäden entsteht, war für mich unerwartet und verstörend. Im Gegensatz zu vielen Thrillern oder Krimis wirkt diese Geschichte sehr realistisch. Es gibt keine übertriebenen Plot-Twists, keine Action und kein Blutvergießen. Die Grausamkeit schleicht sich leise ein - am Anfang noch zwischen den Zeilen, zum Ende hin dann in aller Deutlichkeit. Beim Lesen hatte ich ein mulmiges Gefühl, weil ich zwar eine Ahnung von einer bestimmten Sache hatte, aber nicht von der Auflösung. Ein Buch, das allein durch sein Thema Depression schwer verdaulich ist und nach der Auflösung einen mit einem Kloß im Hals zurücklässt. Eine Empfehlung für alle, die psychologische Krimis oder Thriller mögen und Einblicke in Familienabgründe suchen. Aber Achtung: schwere Kost. *unbezahlte Werbung- Rezensionsexemplar

Noch fünf Tage
Noch fünf Tageby Andrea Fischer SchulthessPendragon
11. Sept.
Rating:5

Amanda hat abgeschlossen mit ihrem Leben. Täglich quälen sie schlechte Gedanken, Unruhe und Erschöpfung. Ihr Sohn braucht sie nicht mehr, ihre Ehre ist lieblos. Zu ihrer Mutter hatte sie kein gutes Verhältnis. Da wurde viel geschwiegen. Wer ihr Vater ist weiß sie nicht. Sie weiß nur, dass sie nicht mehr leben will und das war eigentlich schon immer so. Als plötzlich ihr pflegebedürftiger Großvater zu ihr ins Haus zieht, ändert sich einiges. Ihre Pläne geraten durcheinander und es werden erschreckende, alte Familiengeheimnisse gelüftet. Ein leiser, melancholischer Familienroman, so dachte ich am Anfang. Amanda leidet, fühlt sich nicht zugehörig. Wir erfahren viel aus dem Zusammenleben mit ihrer Mutter. Das war ziemlich traurig und einsam. Der Großvater mischt gewaltig die kleine Familie auf. Er ist nicht richtig greifbar, hat Wutanfälle, beschimpft Amanda. Allerdings will er ihr irgendwas sagen. Als das dann langsam ans Licht kommt, wurde das Buch fast zum Thriller oder Krimi. Da nahm die Story richtig Fahrt auf. Spannend und grausam entfaltet sich die ganze Geschichte mit all dem bisher unaussprechlichem. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und war echt sprachlos. Was für eine krasse Story. Was für ein furioses Ende! Eine Geschichte voller Ambivalenz menschlicher Gefühle, psychischer Belastungen. Es ist definitiv harte Kost aber lohnt sich sehr.

Noch fünf Tage
Noch fünf Tageby Andrea Fischer SchulthessPendragon
11. Sept.
Unerwartet emotional und spannend zugleich!
Rating:5

Unerwartet emotional und spannend zugleich!

. Bist du auch der Suche nach einer Geschichte, die dich in jeglicher Hinsicht überrascht? Die dich fassungs- und sprachlos hinterlässt? „Noch fünf Tage“ ist nicht nur ein Psychothriller, sondern ein unerwartet erschütterndes Drama! Ein kleiner Geheimtipp, der hoffentlich keiner bleibt! 5/5 ⭐️ . Aber worum geht es genau… Amanda ist bereits als Kind davon überzeugt ihr Leben beenden zu müssen. Doch das Leben hatte etwas anderes mit ihr vor. Doch dann als es passt beschließt sie ihren Selbstmord. Doch unerwarteter Weise muss sie ihren kranken Großvater aufnehmen und alles scheint sich wieder gegen den Selbstmord zu stellen. . In „Noch fünf Tage“ folgen wir Amanda als Erzählerin. Wir lernen ihre tiefen Gedanken und Gefühle kennen, das nicht nur in der Gegenwart, sondern auch in der Vergangenheit. Die Geschichte um Amanda beginnt sehr tiefgründig! Sie ist ihr Leben lang Außenseiterin, bzw. sieht sich so. Sie erkennt ihren eigenen Wert im Leben nicht, obwohl sie einen liebenden Ehemann und Sohn hat. Den Kampf des Leben gibt Amanda irgendwann auf und gibt sich noch fünf Tage und möchte dann alles beenden. Dann nimmt die Geschichte plötzlich einen etwas anderen Lauf und wir gehen als Leser auf Spurensuche in Amandas Leben, den es scheint nicht alles so zu sein, wie wir auf den ersten Blick wahrnehmen. Nach und nach eröffnet sich die Tragweite Amandas Vergangenheit und wir verstehen den Verlauf den ihr Leben angenommen hat. Jedoch hat mich das Ende, wie ein Schlag in die Magengegend getroffen. So unerwartet, dass ich erstmal gar nicht wusste was ich davon halten soll. Und es eigentlich immernoch nicht so richtig weiß. Schulthess Art zu erzählen ist erschüttern, einnehmend, voller Liebe und Menschlichkeit. Sie nimmt uns als Leser emotional mit auf eine Reise, die wie aus dem Leben gegriffen scheint. Einfach eine dicke Leseempfehlung an die Dramaliebhaber unter euch!

Noch fünf Tage
Noch fünf Tageby Andrea Fischer SchulthessPendragon