
„𝑊𝑎𝑠 𝑖𝑠𝑡 𝑛𝑢𝑟 𝑠𝑐ℎ𝑖𝑒𝑓𝑔𝑒𝑙𝑎𝑢𝑓𝑒𝑛? 𝑊𝑒𝑠ℎ𝑎𝑙𝑏 𝑙𝑎̈𝑠𝑠𝑡 𝑠𝑖𝑒 𝐵𝑒𝑛𝑗𝑎𝑚𝑖𝑛 𝑢𝑛𝑑 𝐺𝑟𝑜ß𝑣𝑎𝑡𝑒𝑟 𝑠𝑜 𝑛𝑎ℎ 𝑎𝑛 𝑠𝑖𝑐ℎ ℎ𝑒𝑟𝑎𝑛, 𝑒𝑟𝑙𝑎𝑢𝑏𝑡, 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑤𝑖𝑒 𝐾𝑒𝑡𝑡𝑒𝑛 𝑎𝑛 𝑖ℎ𝑟𝑒 𝐵𝑒𝑖𝑛𝑒 ℎ𝑒𝑓𝑡𝑒𝑛 𝑢𝑛𝑑 𝑠𝑖𝑒 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝐺𝑒𝑤𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑖ℎ𝑟𝑒𝑟 𝐵𝑒𝑑𝑢̈𝑟𝑓𝑛𝑖𝑠𝑠𝑒 𝑓𝑒𝑠𝑡ℎ𝑎𝑙𝑡𝑒𝑛? 𝑆𝑜 𝑣𝑖𝑒𝑙𝑒 𝐽𝑎ℎ𝑟𝑒 ℎ𝑎𝑡 𝑠𝑖𝑒 𝑔𝑒𝑤𝑎𝑟𝑡𝑒𝑡, 𝑏𝑖𝑠 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑒𝑛𝑑𝑙𝑖𝑐ℎ 𝑔𝑒𝑠𝑡𝑎𝑡𝑡𝑒𝑡, 𝑑𝑖𝑒 𝑢𝑛𝑒𝑟𝑡𝑟𝑎̈𝑔𝑙𝑖𝑐ℎ𝑒 𝑆𝑐ℎ𝑤𝑒𝑟𝑒 𝑑𝑒𝑠 𝑆𝑒𝑖𝑛𝑠 ℎ𝑖𝑛𝑡𝑒𝑟 𝑠𝑖𝑐ℎ 𝑧𝑢 𝑙𝑎𝑠𝑠𝑒𝑛“.
Amanda hat sich nie wirklich zugehörig gefühlt. Das Gefühl, eine Außenseiterin zu sein, begleitet sie durch ihr ganzes Leben. In letzter Zeit wird die innere Müdigkeit immer stärker, sodass sie sich entscheidet, aus dem Leben zu scheiden. Sie setzt einen festen Tag – es bleiben noch fünf Tage. In dieser kurzen Zeitspanne passiert jedoch so viel, dass Amanda zunehmend an ihrer Entscheidung zweifelt. Erinnerungen und Ereignisse holen sie ein, Geheimnisse aus ihrer Vergangenheit werden aufgedeckt, ebenso ein großes Familiengeheimnis, das alles in ein neues Licht rückt und ihren geplanten Abschied infrage stellt. Der Roman beginnt wie ein ruhiger Familienroman, der sich intensiv mit Depressionen und Suizidgedanken auseinandersetzt. Gerade dieser erste Teil war mir stellenweise etwas zu langsam und die Schilderungen der Depression sehr ausführlich – handwerklich gut gemacht, aber für meinen Geschmack manchmal zu viel. Gleichzeitig muss ich sagen, dass die Autorin es schafft, Depressionen sehr bildhaft darzustellen. Die Sprache hat mir insgesamt gut gefallen und passt zur Schwere des Themas. Ab etwa der Hälfte verändert sich das Buch deutlich: Die Geschichte wird spannender, entwickelt sich fast in Richtung Krimi und überrascht mit Wendungen, die mich wirklich schockiert haben. Besonders das Ende hat mich fassungslos zurückgelassen. Ab diesem Punkt konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Trotz der Längen im ersten Teil hat mir das Buch insgesamt gut gefallen.




