Anhand eines Busunglücks wird die Situation der Palästinenser im besetzten Westjordanland dargestellt
Es ist ein hartes Buch. Ein Busunglück und die Folgen für die Familien werden beschrieben und "nebenbei" erfährt man als Leser viel über die unerträgliche Lage der Palästinenser in der von Israel bedetzten Westbank, über die Zerstrittenheit der Palästinenser untereinander und ihren abgrundtiefen Hass auf Israel von Kindesbeinen an, der durch die ständige Drangsalierung durch Israel nicht geringer wird. Es handelt sich um ein Sachbuch und es kann sich aus meiner Sicht nicht recht entscheiden, ob es nah dran oder distanziert sein will. Über weite Strecken fand ich es ziemlich langweilig geschrieben, obwohl die Geschichten einem nahe gehen. Vielleicht ist es auch das Ergebnis der Übersetzung, aber es hat nichts von einer Reportage, sondern ist insgesamt kaum erzählerisch. Das ist schade, weil die Inhalte sehr wichtig sind und ein größeres Publikum verdient hätten. Auf diese Weise wird es aber schwer.


