15. Mai
Rating:4

Wunderschön geschriebene Tragödie Mathildas mit eindeutigem Bezug auf Mary Shelly’s Leben🎭📚

„… doch wenn ich nur hundert oder zehn oder auch nur einen einzigen Menschen beeinflussen kann, sich zum Guten zu bekehren, wäre das ein ausreichender Lohn für meine Entbehrungen - würden diese millionenfach vermehrt, so würde die Hoffnung sie [die Welt] mich ertragen lassen.“ ❤️ Nachdem ich Mary Shelly’s Frankenstein gelesen hatte, wollte ich unbedingt mehr von ihr lesen, da ich mich in ihren Schreib- und Erzählstil verliebt habe🤩 🪩🎉Dann habe ich den über 100 Jahre posthum veröffentlichten Roman in die Hände bekommen und die 152 Seiten schnell durchgelesen🎉🪩 Wie der Übersetzer Stefan Weidle schon schreibt, lassen sich von Mathildas Leben und Leiden viele Parallelen zu Mary Shelly ziehen. Dadurch erklärt sich auch vieles und mitunter auch vielleicht, warum der Roman nicht während ihrer Lebenszeit veröffentlicht wurde💔❤️‍🩹 Meiner Meinung ist es sehr lesenswert, wenn man diesen Schreibstil mag und Mary Shelly’s Werke auch gerne liest. Jedoch sind manche Inhalte nicht für jeden geeignet ❗️(TW Suizid/Suizidgedanken)❗️ Es hat zwar nicht einen vergleichbaren Spannungsbogen wie Frankenstein und vielleicht auch nicht so eine Tiefe, aber man kann meiner Meinung nach diese Beiden auch nicht vergleichen☺️ ⭐️⭐️⭐️⭐️

Mathilda
Mathildaby Mary ShelleyPendragon
16. März
Rating:3.5

Mary Shelleys zweiter Roman wurde erst über hundert Jahre nach seiner Entstehung, im Jahr 1959 erstmals veröffentlicht. Mathildas Mutter stirbt kurz nach deren Geburt. Der Vater, voller Trauer, erträgt das Kind nicht. Er gibt es in die Obhut seiner Schwester und verlässt das Land. Als Mathilda 16 ist, kehrt der Vater zurück und für Mathilda beginnt die glücklichste Zeit ihres Lebens. Doch dann stößt der Vater sie erneut von sich und Mathilda ist so verzweifelt wie nie zuvor. In dem Buch geht es vor allem um zwei konkrete Themen, die ich nicht spoilern möchte. Ansonten gibt es noch einige schöne Naturbeschreibungen, das Ganze in düsterer Stimmung. Vom Stil her erinnert es schon stark an "Frankenstein". Auch hier wird die Seelenpein der Protagonisten sehr theatralisch beschrieben. Das schmale Buch enthält noch ein kurzes, informatives Nachwort vom Übersetzer Stefan Weidle. Sicher kein schlechtes Buch, das ich vor allem Fans von " Frankenstein" empfehlen kann, aber ich konnte nicht allzu viel daraus mitnehmen.

Mathilda
Mathildaby Mary ShelleyPendragon