Der Autor hat für den Roman viel recherchiert, um das Thema möglichst authentisch behandeln zu können. Manche Charaktere sind aber einfach unerträglich, was das Lesen sehr anstrengend für mich gemacht hat. Das Ende kam etwas plötzlich und hat Fragen offen gelassen. Der nachträglichenText über die Recherche war für mich das Beste an dem Buch.
"Dein Vater hat dir noch eine kleine Erbschaft hinterlassen, über die wir reden müssen."- "Willst du mich auf den Arm nehmen?" - "Keineswegs. Dein Vater, Hans Wirbitzki, Wolfhardt Paul, Günther Ichtenhagen und ich, wir haben uns gemeinsam etwas gekauft." - "Was denn?" - "Ein Spielzeug, wenn du so willst..." Ein älteres Buch des Autoren, ganz anders als seine allseits bekannten #ostfriesenkrimis und dennoch so unterhaltsam wie gehabt. Wir erleben eine Gruppe von Skartbrüdern, die bei einem gemeinsamen Lottospiel gewonnen haben und nach einer Investition des Geldes suchen. Die Wahl fällt auf eine thailändische Frau, ursprünglich zum Vergnügen aller Beteiligten. Im Laufe der Handlung lernen wir die Irrungen und Wirrungen einer solchen Entscheidung für die Protagonisten kennen und wie sie damit umgehen. Und natürlich, auf wen die Wahl aus dem Bestellkatalog des Frauenhandels fällt. Von spannend, emotional, dramatisch aber vor allem sehr unterhaltsam erleben wir Mary's Geschichte in dem sehr kleinen Dorf Ichtenhagen und welche Pläne die einzelnen Männer mit ihr haben. Für mich war das Buch eine tolle Abwechslung, da es sich gut nebenbei lesen lässt und eine unbekannte Welt eröffnet. Außerdem könnt ihr im Buch die Recherche des Autoren für dieses spezielle Thema nachverfolgen, von der er im letzten Kapitel berichtet. 3,5

