Auch der zweite Fall von Dr. Ritter hat mir sehr gut gefallen. Mir gefällt der leichte Schreibstil von Remy Eyssen. Ich bin wirklich froh die Reihe für mich entdeckt zu haben und kann es garnicht abwarten weiter zu lesen. Auch gefällt mir der kleine versteckte Spice in den bisher gelesenen Büchern.
3,5 Sterne. Zum Cover: Das Buch wirkt düster aber sehr stimmungsvoll. Mir gefällt das Bild auf dem Cover sehr und es passt perfekt zum Titel. Was der Titel jedoch mit der Geschichte zu tun hat, das erschließ sich mir jedoch nicht ganz – klar Lavendel, Provence, das passt zusammen, aber eigentlich spielt Wein eine viel größere Rolle. Hier hätte aber wahrscheinlich keine düstere Titel- Kombination gepasst. Zum Inhalt: Das Buch „Schwarzer Lavendel“ hat mir gut gefallen, es ließ sich sehr gut und schnell lesen. Die Geschichte ist eine gute Mischung und wechselte immer von dem privaten Teil, der sehr entspannt und locker ist und gut das Provence-Feeling rüberbringt zum Kriminalfall, gerade durch diesen Kontrast wirken die Kapitel über den Mörder düsterer und stimmungsvoll. Die Geschichte birgt keine großen Überraschungen, trotzdem hat mich die Auflösung des Täters tatsächlich etwas überrascht, eingefleischte Krimi-Fans kommen aber wahrscheinlich ein bisschen schneller drauf :D Die Charaktere sind nett ausgearbeitet, es wird nicht groß ins Detail gegangen, aber das störte mich nicht, da die Nebengeschichte eben eine Nebengeschichte ist und die einfach gehaltene und oberflächliche Beschreibung gut zum lockeren Stil passt. Natürlich hätte man das ganze vertiefen und ausbauen und somit noch mal 100 Seiten mehr draufschlagen können, aber in meinen Augen wäre das wahrscheinlich eher zu viel. Lediglich die Auflösung hätte noch etwas ausführlicher und tiefschürfender sein können, hier blieben tatsächlich ein paar Fragen für mich offen. Für mich ist "Schwarzer Lavendel" ein netter Krimi, in den man sich wunderbar auf einer langen Zugfahrt oder abends auf dem Sofa vertiefen kann und ihn schnell durchlesen kann.
Leon Ritter hat sich gerade in Le Lavandou eingewöhnt und dann doch schon ein Haus in den Bergen umgeben von Weinreben in Ansicht genommen und beginnt es zu renovieren, da taucht eine mumifizierte Leiche auf. Diese ist offensichtlich professionell "bearbeitet" worden und nach dem Verschwinden einer Touristin scheint sich ein Muster zu ergeben und der Wettlauf mit der Zeit beginnt. Teil 2 der Serie um den deutschen Rechtsmediziner in der Provence kombiniert alles was auch der erste Teil hatte. Ein sympatischen, gebildeteten, scharfsinnigen Doktor, der das ermitteln nicht sein lassen kann, in einer traumhaften Umgebung und dem Lebensgefühl der Südfranzosen bzw. zumindest dem, was man dafür zu halten glaubt. Die Kapitel sind kurz und der Text ist sehr gut zu lesen. Zusätzlich ist der Spannungsbogen hoch und erneut ist nach der scheinbaren Aufklärung des Falles, doch nicht alles zu Ende. Allerdings scheint sich der Autor weiterhin mit dem Muster des weiblichen entführten und ermordeten Opfers zu widmen, was bereits im ersten Teil der Fall war, hoffen wir, dass Teil 3 mal etwas anderes bietet.
Sehr spannendes Buch. Schöne Weiterentwicklung der Charaktere. Angenehme Atmosphäre trotz schaurigem Kriminalfall.



