28. Dez.
Rating:3

Uff, was soll ich sagen... Zu Beginn gefiel mir die Prämisse: found footage in Form von Briefen, die der Bruder Ben über einen kleinen unabhängigen Verlag veröffentlichen lässt. „Die Menschen müssen die Wahrheit erfahren…“ Diese bizarren Ereignisse, die Wesen, die tiefe Verbundenheit zu Philosophie, Ethik und Religion - das alles hat mich zunächst angestachelt, das Buch zu lesen. Doch je weiter ich gelesen habe, desto oberflächlicher erschien mir alles. Die Briefe sind chronologisch angeordnet, doch dann auch wieder nicht, denn Zeit ist in diesem Buch kein starres Konzept mehr. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft verschmelzen miteinander. Neue Dimensionen eröffnen sich. Und auch Ben öffnet sich, verarbeitet seinen Schmerz, seinen Verlust, seinen verlorenen Glauben. All das in Anwesenheit seiner Exfrau, die auch Teil des Teams ist. Er berichtet über alles, was er sieht, hört und fühlt. Wobei ich mir immer wieder die Frage stellte, weshalb er die Briefe ausgerechnet an seine Nichte adressiert. Die Tochter seines Bruders, zu dem er so gut wie keinen Kontakt hatte. Sein Bruder, der ihn nach 30 Jahren, in denen Ben für Tod erklärt worden war, plötzlich in einem Pflegeheim wiederfindet - und durch Selbstmord wieder verliert. Doch was war so grauenvoll, dass Ben es nicht länger ertragen konnte, zu leben? Je höher Ben und das Forschungsteam den Berg erklimmen, desto mehr lösen sich die Fäden der Geschichte. Die Luft wird knapp, die Geduld der Gipfelstürmer schwindet, denn niemand weiß, weshalb ausgerechnet sie diesen Berg, der plötzlich aus dem Nichts erschienen ist, besteigen und erforschen sollen. Niemand kennt den Stand der Dinge. Niemand weiß, was mit den Vorgängern der Expedition geschehen ist. Ben sieht Dinge, die bereits geschahen oder noch passieren werden. Erlebt Wesensveränderungen bei den sonst äußerst ruhigen, freundlichen Kolleg:innen. Das wahre Chaos entsteht erst, als sie von Wesen mit Tentakeln angegriffen und getötet werden. Wesen, die in ihre Köpfe eindringen können. Parallele Dimensionen, mehr Dimensionen, als wir wahrnehmen können, Übermenschen, freier Wille. Ich weiß nicht, welche Tropes zu diesem Buch passen würden. Es ist einerseits ein ausgeklügelter Science-Fiction-Thriller, dann auch wieder ein tiefgründiger Roman über das Leben, unsere Verfehlungen, Verluste, Wünsche und Reue. Doch insgesamt blieben mir die Geschichte zu abstrakt, die Charaktere zu blass und die Auflösung zu endgültig.

Himmelfahrt
Himmelfahrtby Nicholas BingeUllstein extra
10. Apr.
Rating:2

Surrealistische, fantastische Reise

Mich hat die Geschichte nicht angesprochen. Konnte mich auch kaum mit dem Hauptcharakter identifizieren. Die Zielgruppe halte ich eher für Männer. Der HC wurde mit einer Forschungsgruppe beauftragt einen Berg zu besteigen, der neu entstanden, plötzlich auftauchte. Und hier beginnt eine surrealistische Bergbesteigung, bei der sich der HC mit seiner Vergangenheit und seinen unterdrückten Gefühlen auseinandersetzen muss. Die verschiedenen philosophischen Fragen, die manchmal besprochen wurden, fand ich sehr interessant: Was treibt die verschiedenen Persönlichkeiten an? Was ist für die Personen der Sinn des Lebens? Warum geben sie nicht auf? Was ist der persönliche Antrieb? Was ist Zeit? Was ist Raum? Gibt es höhere, außerirdische Lebensformen? Aber den großen Teil der Geschichte fand ich langweilig und das Ende unzufriedenstellend.

Himmelfahrt
Himmelfahrtby Nicholas BingeUllstein extra
13. Jan.
Rating:3.5

Fesselnd und berührend…

… und die Story ist super, strange und interessant. Gut geschrieben ist es auch. Aber am Ende hat mir irgendwas gefehlt. Ich kann nicht genau benennen, was. Trotzdem gutes Buch, liegt wohl vor allem an mir.

Himmelfahrt
Himmelfahrtby Nicholas BingeUllstein extra
12. Okt.
Rating:2

One of the most annoying protagonist and a completely ridiculous and stupid resolution ruined the pretty good atmosphere and concept. With every new reveal my eyes rolled back farther and farther into my head. Every concept was taken so seriously but they were so ridiculous and stupid that it’s almost hilarious and not annoying “Why does Sisyphus keep pushing the boulder?” is a central “philosophical” problem in this story but in actual mythology there is no choice, repeating it is his punishment. This weird interpretation of Sisyphus was talked about so often and used to make some “incredible” arguments about free will and choice that made no sense knowing the actual myth.

Himmelfahrt
Himmelfahrtby Nicholas BingeUllstein extra
19. Feb.
Rating:4

Spannender Science-Fiction-Thriller

Ein für Tod erklärter verschwundener Bruder der wieder auftaucht in einer psychiatrischen Anstalt. Als Ben versucht heraus zu finden was passiert ist, stößt er auf die Briefe seines Bruders, der nur wirre Dinge erzählt. Diese Briefe werden von Ben veröffentlicht und daraus besteht das Buch plus einem Vorwort, welches von Ben erzählt wird. Deshalb finde ich das Buch außergewöhnlich, den dies ist mal eine andere sehr schöne Erzählart, da man eigentlich die Briefe des Bruders liest. Ich finde, das hat das Buch nochmals spannender gemacht. Die Handlung alleine ist ebenfalls sehr gut gelungen und spannend. Ich konnte das Buch nur selten wieder aus der Hand legen. Einen Kritikpunkt gibt es dann aber doch, denn ich finde das Ende hätte spannender gestaltet werden können. Insgesamt ist es trotzdem ein sehr spannender Thriller mit Science-Fiction-Elementen.

Himmelfahrt
Himmelfahrtby Nicholas BingeUllstein extra
9. Dez.
Rating:4

Das Buch hat mir wirklich sehr gut gefallen. Es war spannend und hat einem Gänsehaut am ganzen Körper beschert. Ich weiß nicht genau, ob ich es al Thriller betiteln würde... weil es schon sehr Richtung Science-Fiction/Fantasy geht. Die vielen wissenschaftlichen Formulierungen haben manchmal den Flow vom Lesen genommen. Trotzdem kann ich das Buch empfehlen. 🤭

Himmelfahrt
Himmelfahrtby Nicholas BingeUllstein extra
17. Okt.
Rating:3

Mir hat die Grundidee des Buches super gefallen! Die Kälte, Abgeschiedenheit, Ungewissheit und das Gefühl langsam die Kontrolle zu verlieren waren genau nach meinem Geschmack. Der Schreibstil hat sich wunderbar lesen lassen. Der Satzbau war toll und die Wortwahl hat mir auch gut gefallen – nur war alles zu clean. Ich konnte mir genau vorstellen, wie alles um mich herum aussieht, wie kalt es ist und wie die Luft formen bildet – aber emotional bin ich voll auf der Strecke geblieben. Manch einer mag nun vielleicht sagen, dass man bei solch einem Buch keine Bindung zu den Charakteren aufbauen muss, aber für mich ist dies essenziell, um investiert zu sein. Wenn ich nicht mitfühlen kann, ist mir alles Drumherum auch egal. Es gab genau eine Szene, die mich emotional bewegt und sogar zum Weinen gebracht hat, aber ansonsten war ich wohl genauso kalt, wie dieser Berg, um den es geht. Hach ... dabei waren die Charaktere so SPANNEND und hätten so cool sein können?! Alles hätte einfach intergalaktisch nice sein können, wenn da mehr Gefühl rübergekommen wäre. Meh. Deshalb kann ich nur sagen, dass das Buch solide, aber leider auch nicht mehr ist. >-<

Himmelfahrt
Himmelfahrtby Nicholas BingeUllstein extra