Spannende Auseinandersetzung
Ich liebe die Illus. Aber ganz kam ich nicht rein auch wenn ich Trekki durch und durch bin.
Spannende Auseinandersetzung
Ich liebe die Illus. Aber ganz kam ich nicht rein auch wenn ich Trekki durch und durch bin.
Auch wenn ich bisher nur das Reboot kenne, entwickle ich doch eine immer grössere Faszination für Star Trek. Deshalb liess ich mich auch nicht davon abhalten, im Ausverkauf dieses Buch mit nach Hause zu nehmen. Philosophie und Star Trek? Was mich da wohl erwarten wird? Normalerweise ängstige ich mich vor Spoilern, aber hier habe ich eine Ausnahme gemacht. Ich bin automatisch davon ausgegangen, dass das Buch mich eher noch neugieriger auf die Originalserie machen wird. Und ich lag richtig. Natürlich gibt es Spoiler - die Autoren gehen davon aus, dass man sich die Serie bereits angesehen hat. Aber ich durfte feststellen, dass Vorwissen gar nicht gross nötig ist. Das, was ich bisher über Star Trek wusste, reichte völlig aus. Auch in Philosophie muss man nicht grossartig bewandert sein. Man sollte aber dennoch ein gewisses Interesse an philosophischen Konzepten mitbringen, ansonsten ist die Lektüre wohl eher überflüssig. Denn die Philosophie steht eindeutig im Mittelpunkt. Wobei ich überrascht bin, wie viel Hintergedanken in dieser Serie stecken und wie viel Lebensweisheit hier vermittelt wird. Für ungeübte Leser könnten die philosophischen Erläuterungen teilweise jedoch problematisch werden. Also am besten in kleinen Portionen geniessen, damit einem das Buch nicht verleidet. Wer sich darauf einlässt, hält hier eine kleine Schatzkiste in den Händen. Nicht nur habe ich viel über die Philosophie im Allgemeinen, Star Trek und dessen Geschichte gelernt, sondern auch ein paar neue Konzepte entdecken können. Das Buch bringt einen dazu, gewisse Dinge zu überdenken und neu zu entdecken. Auch das ein grosser Vorteil der Philosophie. Ausserdem will ich nun mehr denn je Star Trek gucken.
Die Zeichnungen sind toll. Die Texte hingegen interpretieren sehr viel rein und sehr wenig heraus. Außerdem befassen sie sich nur mit einzelnen Szenen und ihrer Parallelität zu unserer Welt. Hier wird leider nicht versucht, die Philosophie zur Zeit Star Treks zu ergründen (also auf einer Nicht-Meta-Ebene), sondern nur lange tote Denker irgendwie darauf anzuwenden. Neues Wissen, neue Gedankenspiele, werden nicht generiert. Auch schade ist der ständig erhobene Zeigefinger. Obwohl ich in vielen Punkten sogar der gleichen Meinung bin, fand ich das sehr unangenehm zu lesen. Stark moralisierend, ohne über tote Denker hinaus Argumente oder gar Zahlen und Statistiken zu bringen. Ja, Philosophie ist keine Empirie. Aber dann sollte man sie auch nicht als schlagendes Argument behandeln.