Ich bin hin und her gerissen….
Diese Rezension zu schreiben, fällt mir tatsächlich nicht leicht – denn das Buch hat bei mir sehr gemischte Gefühle hinterlassen. Zu Beginn hatte ich große Schwierigkeiten, in die Geschichte hineinzufinden. Der Einstieg fiel mir schwer, ich kam nicht richtig „rein“ und musste mich erst an den Stil gewöhnen. Als ich dann langsam Zugang fand, war ich stellenweise irritiert: Manche Passagen waren mir persönlich zu extrem und teilweise zu ordinär formuliert. Das hat meinen Lesefluss immer wieder gebremst. Besonders enttäuscht hat mich das Ende. Nach allem, was sich zuvor aufgebaut hat, empfand ich den Schluss leider als schrecklich und wenig zufriedenstellend. Hier hätte ich mir eine andere Entwicklung oder zumindest eine stimmigere Auflösung gewünscht. Und trotzdem – oder vielleicht gerade deshalb – hat mich das Buch auf eine gewisse Weise fasziniert. Die Schreibweise der Autorin ist außergewöhnlich und kraftvoll. Sie schreibt mutig, direkt und mit einer sprachlichen Intensität, die Eindruck hinterlässt. Immer wieder blitzt ein trockener, sarkastischer Humor auf, der mich tatsächlich zum Schmunzeln gebracht hat. Vor allem der „eigentliche“ Kern des Buches hat mich überzeugt. Die behandelten Themen – Selbstliebe, Selbstfindung, das Lösen aus toxischen Beziehungen und auch feministische Aspekte – sind stark, relevant und wichtig. Die Botschaft hinter der Geschichte finde ich gelungen und unterstützenswert. Auch wenn ich einige Kritikpunkte habe und nicht mit allem einverstanden bin, hat das Buch etwas in mir ausgelöst. Und genau deshalb werde ich der Autorin definitiv noch eine Chance geben und ein weiteres Werk von ihr lesen. Insgesamt ein Buch, das polarisiert – mit Schwächen, aber auch mit einer klaren, starken Botschaft.














