26. Okt.
Rating:3

Obwohl es eine Leiche gleich zu Beginn gibt, ist das Buch kein typischer Krimi. Dafür tritt der ermittelnde Gendarm Kapplhofer viel zu wenig auf. Als Leser bekommt man auch keine Ermittlungen serviert, wie man sie aus Krimis kennt. Stattdessen lernt man die zum Teil sehr schrägen Bewohner des Damischtales kennen, wie sie leben und lieben, was sie so in ihrer Freizeit treiben etc. Klaudia Blasl legt dabei einen sehr wortgewandten und witzigen Sprachstil an den Tag, der vor allem den Einstieg sehr vergnüglich macht - vorausgesetzt man nimmt das Buch nicht ernst. In der Mitte zieht es sich zwar in meinen Augen etwas, aber gerade wenn man die Gegend kennt, erkennt man einiges daraus wieder :D. An einigen Stellen lässt Blasl ihre Figuren auch Dialekt sprechen, daher schadet es nicht, wenn man Ahnung von steirischer Mundart hat. Das Glossar erklärt zwar einige Begriffe, aber lange nicht alle, die in dem Buch vorkommen ... Fazit: Als Krimi eigentlich eine Themenverfehlung, aber wenn man sich damit erst einmal arrangiert hat, ist ein durchaus lustiges Buch.

Miederhosenmord
Miederhosenmordby Klaudia BlaslEmons Verlag