Authentische Schreibweise und ein sehr nahbarer Protagonist
Das Buch spielt in den Sommern 2005/2006. Benni, der Protagonist, lebt mit seinen Eltern in einem kleinen Dorf bei Dresden. Die Sommer sind heiß und Benni ist frustriert. Von allem eigentlich. Er gehört zu der Generation, die die Nachwirkungen der DDR sehr aktiv spüren, ohne die Wende selbst aktiv miterlebt zu haben. Das hat viele Auswirkungen, auf ihn, seinen Wohnort, seine Eltern, das allgemeine Klima. Er findet seinen Weg in die linke Szene der 2000ern und dort Freundschaft, Musik und ein Umfeld, in dem er sich anfängt wohlzufühlen. Der Autor schreibt auf eine sehr authentische Art, wie es Benni geht, was das alles mit ihm macht. Das politische Gesellschaftsgefühl im Osten auf dem Land wird deutlich eingefangen und ist daher eine Empfehlung für alle, die sich für die Auswirkungen der Umbruchzeit interessieren, Nachwendepolitik im Osten Deutschlands auf persönlicher Ebene und alle, die in Sachsen ihre Heimat haben.


