22. Aug.

Die Autorin hat ganz gute Ideen, die sie aber meiner Meinung nach viel zu oberflächlich umsetzt. Sie presst so viele Ereignisse auf wenige Seiten zusammen, dadurch wirkt der Roman eher wie die Aneinanderreihung von Ereignissen als wirklich eine zusammenhängende Geschichte. Mir blieben nicht nur die Figuren fremd, sondern auch Idas Gefühle. Ihre Beziehungen und Freundschaften waren mir egal. Die Handlung besitzt zu wenig tiefe und blieb einfach die Erzählung irgendeiner Person. Zudem neigt die Autorin zu einer gewissen Art von Kitsch. Natüürlich ist Ida eine der deutschen die Juden versteckt haben. Komisch, wie oft das in derlei Büchern beschrieben wird. Mit der Realität hat das nichts zu tun. Wichtiger wären Romane, die nicht so eine Verklärung der Geschichte nach sich zögen. Das alles hat mich nicht überzeugt und ich habe den Roman am Ende abgebrochen, weil es mir schlichtweg egal war, was weiter passieren könnte.

Nachtschwarz bis Blütenweiß. Rosen, Rilke und der Krieg
Nachtschwarz bis Blütenweiß. Rosen, Rilke und der Kriegby Yngra WielandAcabus Verlag