Elsas Stern von Agnes Christofferson
Im Sommer 1944 wird Elsa und ihre Familie auf der Flucht nach Amerika entdeckt und nach Auschwitz deportiert. Dort angekommen werden sie getrennt und für Elsa und ihre Schwester beginnt der Kampf ums nackte Überleben. Doch ihnen begegnen in dieser Hölle auch Menschlichkeit, Hilfe und Zuneigung. 35 Jahre später, in New York Ende der 70er Jahre, muss Leni, Elsas Tochter feststellen, dass ihre Familie nicht das ist, was es zu sein scheint. Ihre ältere Schwester Salome ist nicht ihre Schwester und sie erfährt, dass ihre Mutter in Auschwitz war. Für sie beginnt eine Suche nach der Wahrheit, bei der sie aufdeckt, dass der Nazi-Arzt Dr. Hauser, der ihre Mutter auf grausame Art gequält hat, noch lebt und unter falschen Namen in New York untergetaucht ist. Die Autorin merkt am Ende an, dass die Geschichte rein fiktiv ist, die Geschehnisse jedoch so von Überlebenden berichtet worden sind. Ganz behutsam schildert die Autorin Elsas und Lenis Geschichte, verknüpft gekonnt Generationskonflikte und vererbte Trauma. Ich musste zwischendrin immer wieder Pausen einlegen, weil die Schilderungen, so grausam sie auch sind, sehr eindringlich beschrieben worden sind. Das Leben im Lager wurde meines Erachtens authentisch dargestellt, viele Interviews haben vor der Entstehung des Buches stattgefunden. Das Ende ist versöhnlich, aber Gott sei Dank nicht kitschig dargestellt. Ich kann aufgrund der Thematik nicht sagen, dass mich das Buch unterhalten hat. Es hat vielmehr aufgeklärt und einmal mehr vor Augen geführt, dass wir nicht vergessen dürfen, damit dies nie wieder geschehen kann.





