18. Juli
Rating:4

Kurzfazit: - Ansprechendes Ermittler-Ehepaar - Hauptthema Pädophilie, die im Prolog bereits sehr heftig und detailreich geschildert wird und wirklich nichts für zartbesaitete Leser ist! - Schwieriges Thema, das schockiert, aber auch zum Weiterlesen verleitet - Sehr realistische Schilderungen, die dem Leser längere Zeit im Gedächtnis bleiben und zum Nachdenken anregen Daher eine gute 4-Sterne-Bewertung, aber wirklich kein Buch für Leser, die nicht mit dem oben genannten Thema zurecht kommen!

NR. 13
NR. 13by Laura WulffMIRA Taschenbuch
1. Dez.
Rating:3

Die Geschichte beginnt schon sehr verstörend und direkt. Man beginnt zu lesen und beobachtet die Vergewaltigung eines Kindes aus dessen Sicht. Kurz darauf wird in einem jüdischen Bad eine Leiche entdeckt. Anfangs für einen Jungen gehalten, ist es eine junge Frau. Doch wer sie ist, gibt Daniel Zucker Rätsel auf. Nachdem Daniel Zucker als Berater tätig ist und so gut wie gar nicht mehr arbeitet - was ihn sehr wurmt - begibt sich Zucker einfach an den Tatort. Hier geht die Autorin sehr gut auf die (beruflichen) Probleme von Zucker ein. Seine Chefs möchten ihn eigentlich raus haben oder an einem Schreibtisch im Innendienst sehen. Bei Daniel Zucker habe ich manchmal das Gefühl das er was seine Arbeit angeht, nicht verstanden hat das Leben mit Rollstuhl möglich aber auch schwierig ist. Bewundernswert finde ich hier seinen Ehrgeiz und Biss. Er möchte beweisen, dass er ein Kerl ist und ernst genommen werden muss. Daniel Zucker ist ein Charakter den ich gerne begleitet habe. Er ist zwar manchmal etwas bissig und sehr sarkastisch, aber genau diese Ecken und Kanten mochte ich gerne. Er ist eben ein Mensch wie du und ich und hat somit auch seine Macken. Dies hat ihm Tiefgang verliehen. Natürlich sind hierbei auch die Einblicke in seine Gedanken und Gefühle nicht zu vergessen. Auch wenn ich nicht immer seiner Meinung war, konnte ich viele Dinge nachvollziehen und verstehen. Auch die Nebencharaktere sind wichtig für das Buch und die Story. Hierbei trägt jeder Charakter auf seine Weise zum Geschehen bei. Besonders Benjamin finde ich als Nebencharakter sehr interessant. Sein Einwirken auf die Ermittlungen sind zwar schon etwas vorhersehbar gewesen aber trotzdem spannend. Neben den Charakteren ist das Thema des Buches entscheidend. Sexualdelikte sind generell ein Thema das polarisiert und zu Diskussionen führt. Aber Pädophilie erhitzt die Gemüter noch mehr. Dieses Thema ist immer aktuell und spricht die Gesellschaft an. In meinen Augen ein guter Zündstoff für einen Krimi. Auch der Schreibstil tut sein übriges. Direkt, unverblümt und detailliert. Ich denke für schwache Gemüter die lieber indirektere Texte mögen, ist dieser Roman nichts. Fazit Ein fesselnder Kriminalroman, den man guten Gewissens kaufen kann.

NR. 13
NR. 13by Laura WulffMIRA Taschenbuch
22. Mai
Rating:3

Die Geschichte beginnt schon sehr verstörend und direkt. Man beginnt zu lesen und beobachtet die Vergewaltigung eines Kindes aus dessen Sicht. Kurz darauf wird in einem jüdischen Bad eine Leiche entdeckt. Anfangs für einen Jungen gehalten, ist es eine junge Frau. Doch wer sie ist, gibt Daniel Zucker Rätsel auf. Nachdem Daniel Zucker als Berater tätig ist und so gut wie gar nicht mehr arbeitet - was ihn sehr wurmt - begibt sich Zucker einfach an den Tatort. Hier geht die Autorin sehr gut auf die (beruflichen) Probleme von Zucker ein. Seine Chefs möchten ihn eigentlich raus haben oder an einem Schreibtisch im Innendienst sehen. Bei Daniel Zucker habe ich manchmal das Gefühl das er was seine Arbeit angeht, nicht verstanden hat das Leben mit Rollstuhl möglich aber auch schwierig ist. Bewundernswert finde ich hier seinen Ehrgeiz und Biss. Er möchte beweisen, dass er ein Kerl ist und ernst genommen werden muss. Daniel Zucker ist ein Charakter den ich gerne begleitet habe. Er ist zwar manchmal etwas bissig und sehr sarkastisch, aber genau diese Ecken und Kanten mochte ich gerne. Er ist eben ein Mensch wie du und ich und hat somit auch seine Macken. Dies hat ihm Tiefgang verliehen. Natürlich sind hierbei auch die Einblicke in seine Gedanken und Gefühle nicht zu vergessen. Auch wenn ich nicht immer seiner Meinung war, konnte ich viele Dinge nachvollziehen und verstehen. Auch die Nebencharaktere sind wichtig für das Buch und die Story. Hierbei trägt jeder Charakter auf seine Weise zum Geschehen bei. Besonders Benjamin finde ich als Nebencharakter sehr interessant. Sein Einwirken auf die Ermittlungen sind zwar schon etwas vorhersehbar gewesen aber trotzdem spannend. Neben den Charakteren ist das Thema des Buches entscheidend. Sexualdelikte sind generell ein Thema das polarisiert und zu Diskussionen führt. Aber Pädophilie erhitzt die Gemüter noch mehr. Dieses Thema ist immer aktuell und spricht die Gesellschaft an. In meinen Augen ein guter Zündstoff für einen Krimi. Auch der Schreibstil tut sein übriges. Direkt, unverblümt und detailliert. Ich denke für schwache Gemüter die lieber indirektere Texte mögen, ist dieser Roman nichts. Fazit Ein fesselnder Kriminalroman, den man guten Gewissens kaufen kann.

NR. 13
NR. 13by Laura WulffMIRA Taschenbuch
28. März
Rating:4

Die Rezension zu diesem schockierenden Krimi gibt es nun auf unseren Blog: http://fluesternderbuecher.blogspot.de/2014/04/rezension-nr-13-laura-wullf.html Meine Meinung: Nach dem Prolog wollte ich das Buch weglegen. Wirklich wahr. Was da an Grausamkeit geschrieben steht, ist wohl kaum zu toppen - auch wenn ich nicht wüsste, warum man das toppen wollen würde. Der kurze Prolog, von dem man möchte, dass er einfach nur zu Ende geht, schildert die Vergewaltigung eines kleinen Jungen. Aus der Sicht des kleinen Jungen. Klingt schlimm, ist aber noch viel schlimmer, wenn man es liest. Danach gönnte ich mir eine Lesepause und hockte mich in eine Ecke, manisch vor mich hinstarrend. Dann nahm ich dann doch wieder das Kindle in die Hand, da mir klar wurde, dass es - so grotesk es auch klingt - unglaublich realistisch und glaubwürdig geschrieben ist. Laura Wulff hat einen sehr nüchternen Schreibstil und versteht es, ihre Figuren gekonnt in den verschiedensten Situationen einzufügen. Daniel und Marie Zucker, ebenso wie Ben und andere Charaktere, wirken wie aus dem realen Leben direkt ins Buch kopiert. Ich wurde auf das Buch auf Blogg dein Buch aufmerksam, hab jedoch nur bedingt mitbekommen, dass es sich hierbei um einen zweiten Band aus einer Krimi-Reihe handelt. Und mit "bedingt" meine ich im Prinzip gar nicht. Auch als ich anfing zu lesen, wusste ich davon nichts. Erst als das Wort GeoGod fiel und ich damit nichts anfangen konnte, wurde ich stutzig. Internet sei Dank, fand ich dann auch heraus, dass von Laura Wulff bereits ein Vorgänger namens Leiden sollst du erschienen ist. Weitergelesen habe ich dennoch, da ich auch ohne ersten Band sehr gut in die Geschichte gefunden habe. Es tauchten nur hin und wieder Momente auf, die sich auf den ersten Teil beziehen, was ich jedoch nicht als störend empfand. Nr. 13 lässt sich als vollkommen eigenständige Geschichte lesen. Auch das muss man - innerhalb einer Reihe - erstmal hinbekommen. Der bereits erwähnte Prolog bereitet nicht nur einen ungewöhnlich heftigen Einstieg in die Geschichte, sondern auch in die Thematik. Natürlich erwartet man in einem Kriminalroman Straftäter. Hier haben wir es aber nicht mit Kleinkriminelle sondern mit Pädophile und Kinderschänder zu tun. Generell immer ein heikles Thema, egal in welcher Form. Eine kleine Gruppe ehemaliger Inhaftierter soll nun Rehabilitiert werden und bezieht als WG das Haus Nr. 13 einer Straße in Köln-Ehrenfeld. Doch in wie weit die neuen Mieter bereit für ihre Rehabilitierung sind, muss sich auch das Ehepaar Zucker fragen. Daniel Zucker zieht es mit jedem Vorfall und jedem Hinweis erneut zum Haus mit der Nummer 13 und sein Gefühl sagt ihm, dass da nicht alles richtig laufen kann. Ebenso wie Daniel, wird man auch als Leser mit seinen Vermutungen hin und her geschleudert. Mir war bis kurz vor Ende nicht klar, wer nun wirklich zurecht verdächtig wird und wer nicht. Das kann natürlich auch damit zusammen hängen, dass ich grundsätzlich schlecht rate was solche Geschichten betrifft. Ebenfalls kein leichtes Thema ist die Behinderung von Daniel Zucker und sein Versuch sich innerhalb der Kriminalpolizei von Köln zu behaupten. Ich finde, dass Laura Wulff die Schwierigkeiten, die Menschen in seiner Position haben, sehr gut verdeutlicht hat. Der innere Konflikt zu wissen, dass man auf Hilfe angewiesen ist, gegen den eigenen Stolz, kam wirklich glaubwürdig zur Geltung. Ebenso auch die Beziehung von Marie und Daniel oder aber auch die von Benjamin zu seinen Eltern, wurden sehr nachvollziehbar dargelegt. Alles natürlich aufbauend auf der Basis der greifbaren Charaktere. Fazit: Schockierend, gewagt und auch ein bisschen verstörend, aber sau gut! Es mag vielleicht an meiner mangelnden Erfahrung in dem Genre liegen, aber ich war ziemlich begeistert. Die Autorin schreibt unglaublich realistisch, was das schwierige Thema noch heftiger wirken lässt. Den ersten Band der Zucker-Reihe habe ich mir bereits besorgt!

NR. 13
NR. 13by Laura WulffMIRA Taschenbuch