Das Böse - Ein düsterer Auftakt mit psychologischem Ansatz
Ein Serienmörder versetzt die Ermittlungsbehörden in Alarmbereitschaft. Seine Taten folgen einem verstörenden Muster und sind von einem religiösen Wahn geprägt. Im Mittelpunkt steht die FBI-Profilerin Maggie O’Dell, die versucht, die Denkweise des Täters zu durchdringen und seine nächsten Schritte vorherzusehen. Der Fall gewinnt zusätzliche Brisanz durch den Verdacht, dass möglicherweise bereits ein Unschuldiger für ähnliche Taten hingerichtet wurde.
Die Spannung entsteht vor allem durch die bedrückende Atmosphäre und die psychologische Tiefe der Ermittlungen. Das Böse zeigt sich nicht nur in den Verbrechen selbst, sondern auch in den moralischen Fragen, die der Fall aufwirft. Gleichzeitig wird deutlich, unter welchem Druck Maggie O’Dell arbeitet. Der Erzählstil bleibt sachlich und ruhig, was zur Thematik passt, aber nicht durchgehend fesselt.
Einige Passagen ziehen sich, und nicht alle Wendungen überraschen. Dennoch überzeugt das Buch durch seinen psychologischen Fokus und funktioniert insgesamt als solider Einstieg in die Reihe. Von mir 7 von 10 P.
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich dieses Buch ergattert habe. Wochenlang bin ich um mein Bücherregal herumgeschlichen und habe es doch nicht rausgezogen, bis jetzt.. und ich kann jetzt bereits sagen, ich habe es im Grunde nicht bereut.
Der Serienkiller Ronald Jeffreys wird für die grausamen Morde an drei Junge hingerichtet. Die Bewölkerung ist erleichtert, scheint all das doch nun endlich ein Ende zu haben.
Doch weit gefehlt, denn ein paar Monate nach der Hinrichtung Jeffreys wird erneut eine Kinderleiche gefunden.
Der Kommisar Nick Morelli befasst sich mit dem Fall, weist er doch extreme Ähnlichkeiten mit den Morden auf, die für Jeffreys Hinrichtung gesorgt haben.
Ihm zur Seite gestellt wird die Profilerin Maggie O'Dell, welche ein Täterprofil erstellen soll.
Nick Morelli hingegen hat es nicht leicht, war doch ausgerechnet sein Vater derjenige, der dafür gesorgt hat, dass Ronald Jeffreys Hinrichtung vollzogen wird, zumal er seine Karriere bei der Polizei mit der Aufklärung dieses Falles beendet hatte.
Maggie hat recht schnell ihre eigene Vorstellung davon, wer der Täter war oder sein könnte, auch wenn ihr anfangs niemand so recht Glauben schenkt, nicht einmal Nick - bis zu dem Moment, an dem auch Nicks Neffe Timmy in die Hände des Mörders gerät.
Der Schreibstil von Alex Kava ist flüssig und verständlich geschrieben. Sie gewährt einen Einblick in die Denkweise einer kranken Seele. Auch Vergleiche zu Dahmer oder Gein werden genannt, was mir persönlich gefallen hat.
Einzig und allein, dass ich persönlich recht schnell Maggies Theorie geteilt habe und wusste, wer als Täter in Frage kommt, hat den Lesefluss ein wenig gestört.
Alles in allem aber wirklich ein Buch, welches sich empfehlen lässt und welches die anderen Teil der Reihe in den Betracht des möglichen Lesens zieht.
4 von 5 Sonnenblumen.
Sterne: 4
Covergestaltung: gut
Schreibart: gut
Thematik: gut
Das war ein guter & auch verstörender Thriller. Als Mama fühlt man immer gleich stark mit, wenn Kindern Gewalt angetan wird.
Ein paar Längen hatte das Buch, aber trotzdem war es so spannend, das man zum Weiterlesen „fast gezwungen“ ist.
Der Schreibstil ist aber angenehm & man hat gleich die Geschichte vor Auge.
Oftmals blicke ich schnell durch und erahne den Täter. Aber hier wurde es spannend gemacht und man ist öfters hin und her gerissen, wer es den nun sein mag.
100% Empfehlung würde ich nicht aussprechen, aber ist auf jeden Fall auch keine Zeitverschwendung.
Die Leiche eines Jungen wird gefunden. Der vermeintliche Mörder wurde aber bereits Monate zuvor hingerichtet. Das Städtchen ist in Aufregung, besonders als ein wweiterer Junge verschwindet. Die Profilerin Maggie O’Dell wird auf diesen Fall angesetzt. Sehr zum Missfallen ihres Ehemanns, der nach den letzten brenzligen Ermittlungen seiner Frau, findet es sei Zeit für sie einen Bürojob zu übernehmen. Aber so tickt Maggie nicht, sie muss vor Ort sein und das Böse jagen. Bei den Ermittlungen steht ihr der attraktive Nick Morrelli zur Seite und von der ersten Minute an, herrscht eine erotische Spannung zwischen den Beiden. Doch Maggie läuft die Zeit davon und so bleibt ihr keine ruhige Minute für ein Stell-dich- ein. Es gilt einen Mörder zu schnappen.
Alex Kavas O’Dell Serienauftakt ist nicht schlecht, aber die Autorin denke ich, hat Potential. Ähnlich einer Pilotfolge braucht es wohl noch ein bisschen ihre Charaktere glaubhaft zu entwickeln. Maggie O’Dell ist eine Ermittlerin mit Vergangenheit. Der Fall, bei dem sie körperlich und seelisch an ihre Grenzen geht, wird nur erwähnt. Und so treffen wir auf eine Frau, die sich durch ihre Albträume nicht unterkriegen lassen will. Für mich war Maggie schon sympathisch, auch wenn ich nicht in glühender Liebe zu ihr entflammt bin, vielleicht wird das noch in den nächsten Abenteuern. Interessant zu sehen, war die Entwicklung von Nick. Zunächst ist er ein selbstverliebter Dorfpolizist, der sich dann aber im Laufe der Ermittlungen, aus dem Schatten seines berühmten Vaters löst. Seine Erfahrungen die er mit den menschlichen Abgründen macht, lassen ihn zu einem besseren Polizisten werden. Mein Lieblingscharakter ist aber seine Schwester, die als Journalistin und alleinerziehende Mutter ihr Bestes gibt, um Karriere zu machen und ihr Kind nicht zu vernachlässigen. Immer wieder dachte ich ich wüsste wer der Mörder ist, wurde dann aber abgelenkt und zum Schluss war ich dann aber erleichtert, als ich doch recht hatte. Doof fand ich das der Mörder entkommen konnte, aber vielleicht ruht er sich nur aus für einen weiteren Auftritt.
So einen verregneten Sonntag auf der Couch kann das Buch schon retten, aber so richtiges Suchtpotential und Spannung zum Fingernägel anknabbern war jetzt nicht zu finden. Vielleicht ja in den nächsten Teilen.