Das Buch dreht sich hauptsächlich um einen Ermittler und seine Familie. Der Einstieg ist dabei äußerst gelungen – spannend, fesselnd und voller Potenzial. Leider nimmt die Handlung im weiteren Verlauf eine Wendung, die mich persönlich nicht überzeugen konnte. Für mich wirkte dieser Bruch unpassend und hat der Geschichte insgesamt geschadet.
Auch die anfängliche Spannung konnte danach nicht mehr aufgebaut werden, sodass ich zunehmend den Anschluss verloren habe. Insgesamt entspricht das Buch daher leider nicht meinem Geschmack.
Letztes Jahr habe ich den ersten Band der Trilogie "Der Polarkreis" unglaublich gerne gelesen. Danach stand für mich fest: Die Reihe möchte ich weiter verfolgen. Nun ist Anfang Februar der zweite Band "Das kalte Moor" erschienen und ich habe mich schon riesig darauf gefreut. Es geht hier um den Polizeichef Wiking, der auch bereits in Band 1 eine Rolle spielte. Wiking hat vor dreißig Jahren seine Frau Helena im Moor verloren. Zurückgelassen hat sie damals ihre gemeinsame kleine neugeborene Tochter, die von den vielen Mücken halb zerstochen gefunden wurde. Als plötzlich nach so langer Zeit ein Brief auftaucht, der an die Handschrift von Helena erinnert, steht Wikings Leben auf dem Kopf.
Der Einstieg hat mir sehr gefallen, denn ich mochte die Rückblenden in die Vergangenheit und die Beschreibungen der Gegenwart sehr. Es geht im großen und ganzen um die beiden Personen Helena und Wiking. Wie sie sich kennengelernt haben und wie schnell sie zueinander gefunden haben. Wiking kann den Verlust seiner großen Liebe nie wirklich verkraften und ist deswegen auch wütend auf sie. Weil er es nicht verstehen konnte, weshalb sie ihn und vor allem die gemeinsamen Kinder im Stich gelassen hat. Die Verzweiflung ist für mich gut rübergekommen.
Ab einem gewissen Punkt hat mich die Handlung jedoch verloren. Die besondere Thematik hat mich leider nicht abgeholt und ich konnte damit irgendwie auch nichts anfangen. Es zog sich für mich, sodass ich teilweise Seiten überflogen habe, weil alles zu dem Thema Spionage für mich nicht sonderlich spannend war. Wem das Thema jedoch gefällt,der sollte hier unbedingt zu greifen.
Trotzdem bin ich froh, diesen zweiten Band gelesen zu haben, denn auf den letzten Seiten wurde wieder ein großer Teaser für den abschließenden Band eingebaut.
Dadurch, dass mich die ersten 200 Seiten gut unterhalten konnten, vergebe ich gerne
⭐⭐⭐ | 5 Sternen
Die ersten 150 Seiten waren für mich nordisch typisch zäh, sehr beschreibend, nicht ganz so viel Spannung. Aber ab etwa der Hälfte konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen, und der Cliffhanger für Teil 3 durfte natürlich auch nicht fehlen ;)