
Schmerzhaft, aufrüttelnd, unverzichtbar!
Zwölf Jahre ein Sklave von Solomon Northup ist kein Buch, das man „einfach so“ liest – es geht unter die Haut und bleibt im Kopf. Kurz zusammengefasst erzählt Northup, wie er als freier Afroamerikaner entführt und zwölf Jahre lang in die Sklaverei gezwungen wird. Er beschreibt schonungslos den Alltag, die Gewalt, die Ungerechtigkeit und die völlige Rechtlosigkeit der versklavten Menschen, aber auch seinen unerschütterlichen Willen zu überleben. Mich hat dieser Bericht extrem berührt. Dieser Schrecken und diese Ungerechtigkeit machen mich einfach nur wütend und traurig. Vor allem der Gedanke, dass all das einmal als „normal“ galt und von so vielen Menschen hingenommen wurde, ist kaum zu begreifen. Genau deshalb ist dieses Buch so unglaublich wichtig. Es sollte von jedem gelesen werden – damit dieses Unrecht niemals in Vergessenheit gerät und echte Aufklärung stattfindet. Trotz all der Wut und Traurigkeit habe ich beim Lesen aber auch Hoffnung und Dankbarkeit gespürt. Solomon hatte am Ende ein „Happy End“, und es gab einige wenige Menschen, die Menschlichkeit gezeigt und ihm geholfen haben. Zwölf Jahre ein Sklave ist schmerzhaft, aufrüttelnd und gleichzeitig ein starkes Zeugnis von Mut und Hoffnung. Ein Buch, das man nicht vergisst.

