Beim Lesen habe ich geschwankt zwischen 1 und 5 Sternen. Am Anfang hat es mich voll gepackt, im zweiten Viertel hat es mich verloren und ich habe das Buch fast 1 Jahr nicht mehr angefasst. Im zweiten Viertel fand ich insbesondere die ruhigen Passagen ohne Wednesday am interessantesten und so richtig gepackt und hat mir richtig gut gefallen.
Wahrscheinlich lag es an mir und ich war im letzten Jahr nicht bereit für das Buch. Jetzt werde ich noch Anansi Boy lesen und die Kurzgeschichte.
Wie der Name des Buches schon verrät, es geht um Götter in Amerika, ein Thema für das ich grundsätzlich zu haben bin. Leider war bis auf einige wirklich schön geschriebener Momente nicht viel interessanten zu den Göttern zu lesen.
Immer wieder hatte ich das Gefühl zwischen „Typ macht Münztricks“, „Typ trifft tote Frau“ und „Typ trifft alte Männer die zwar Götter sind aber nur ihre Geschichte erzählen“ hin und her getragen werde.
Dabei sollte es eigentlich um einen Krieg gehen, einen Kampf zwischen den alten und den neuen Göttern, eine epische Geschichte von Macht und Machtverlust, Glaube und Unglaube…leider wirkte besonders dieser Handlungsstrang wie eine Nebengeschichte die erzählt werden muss, damit der Protagonist wieder für einen weiteren Münztrick ins Bild geschoben werden kann.
Als Hörbuch war es durchaus gut zu konsumieren, der Sprecher war toll und hauchte vielen Charakteren und Nebenfiguren Leben ein. Auch schön war, dass man als Leser nicht direkt mit der Nase in Offensichtlichkeiten gedrückt wurde, frei nach dem Motto „Oh schau mal da ist Odin, der alte mit dem einen Auge“. An manchen Stellen musste ich wirklich überlegen ob es sich bei dem Charakter um einen Gott, ein Fabelwesen oder einfach einen dahergelaufenen Menschen handelt der Zuviel weiß.
Daher mein Fazit: Grundlegend ein nettes Buch mit einem spannenden Ansatz, für mich aber zu wenig Epos.
Neil Gaiman ist einfach wirklich ein genialer Autor. Ich bin nach dem Lesen völlig durcheinander - genau damit spielt Neil Gaiman hier.
Er hat ein Fantasy-Buch geschrieben, aber auch eine Art und Weise, die so subtil, verwirrend und genial ist, wie Mr. Wednesday in diesem Buch.
Keine Enthüllung, keine Erklärung, keine Aha-Momente bis zur letzten Seite. Was wirklich geschehen ist, erfährt man (wie die Hauptfigur Shadow) in Miniportionen und man muss erst begreifen, dass nicht nur Shadow manipuliert wurde, sondern man selbst als Leser*in ebenfalls. Und ich persönlich komme immer noch nicht ganz darauf klar. Man denkt immer wieder, man hätte jetzt verstanden, warum es geht, was es in Wahrheit mit dem großen Krieg der Götter auf sich hat. Aber nein, eine einzige Inszenierung, allein um der Macht willen.....
Während dem Schreiben merke ich, dass es bei diesem Roman mit einem einmaligen Lesen nicht getan sein wird. Gaimans Geschichte hallt nach und ich glaube, genau das war seine Intention.
Das ist eines der Bücher, bei denen ich keine Ahnung habe, wie ich sie bewerten soll. Auf der einen Seite ist es genial, auf der anderen Seite hat es echt viele Längen und Passagen, die man nicht direkt versteht. Am Ende löst sich allerdings doch alles auf … also definitiv ungewöhnliches Buch. Ich bin jetzt gespannt, wie die Serie es umgesetzt hat.
3,5 Sterne.
Oh man, dieses Buch. Ich verstehe, warum Leute es mögen. Und es hat unheimlich viele gute Ansätze und es beschreibt so viele Dinge. Schließlich haben wir hier etwas von einem Road Trip, eine Liebesgeschichte, Teilweise die Geschichte des Landes Amerika und dazu noch leichte Plot-Twist und ein paar Krimi Elemente. Das ganze macht das Buch natürlich zu einem einzigartigen Werk, aber es wirkte auch konfus, nicht komplett durchdacht. Und wie der Author später in seinem Nachwort schrieb (diese Ausgabe hat circa 50 seiten Vorwort, Interview, Nachwort etc.) kann man Amerika nicht in einen Roman pressen.
Und trotz allem mochte ich es, vor allem, dass trotz der ganzen Sachen die Shadow widerfahren sind, gute Menschen das waren, was half, die mir zumindest den Eindruck vermittelt haben, das die Menschen fehler machen aber daraus lernen, das man nicht sofort das schlechte von einem Menschen erwarten sollte. Ob das nun das passende Buch war um in die Geschichtenwelt von Neil Gaiman einzudringen, weiß ich allerdings immer noch nicht.
Diese Rezension zu schreiben fällt mir nicht leicht – selten hat mich ein Buch so zwiegespalten zurückgelassen. Ich habe ungewöhnlich lange gebraucht, um es zu beenden, was weniger an mangelndem Interesse als vielmehr an der eigenwilligen Erzählweise lag: Einerseits empfand ich viele Passagen als einschläfernd langatmig, andererseits war die Geschichte fesselnd genug, um mich am nächsten Tag sofort wieder weiterhören zu lassen.
Das zentrale Thema – der Konflikt zwischen alten und modernen Gottheiten – ist äußerst spannend und besitzt großes erzählerisches Potenzial. Der Kampf wirkt erbarmungslos, und man fiebert mit, um herauszufinden, wie er enden wird.
Allerdings zieht sich die Handlung über weite Strecken. Für meinen Geschmack hätte das Buch durchaus einige Seiten weniger vertragen. Trotz der zahlreichen Ereignisse entsteht insbesondere zum Ende hin das paradoxe Gefühl, dass eigentlich nicht viel geschehen ist – und doch passiert sehr viel. Dieses Spannungsverhältnis macht das Buch gleichzeitig einzigartig und schwer greifbar.
Ein widersprüchliches, aber interessantes Leseerlebnis.
"Geschichten ermöglichen es uns, in diese anderen Köpfe zu schlüpfen, diese anderen Orte zu besuchen, die Welt mit anderen Augen zu sehen. "
American Gods handelt von Shadow, der nach drei Jahren im Gefängnis entlassen wird und auf Mr. Wendsday trifft, der ihn einen Job anbietet, der sein Leben völlig verändert.
Wer sich für Mythologie interessiert, wird hier auf seine Kosten kommen. Es werden unterschiedliche Wesen und Götter thematisiert. Die Grundidee des Buches hat mir gefallen. Obwohl ich zunächst nicht richtig warm werden wollte mit der Handlung, hat mir die zweite Hälfte wirklich gut gefallen,
aber...
Die Figuren wirken teilweise seelenlos. Vor allem Shadow scheint zu Anfang alles hinzunehmen, so absurd es zu sein scheint. Ich habe mich zwischenzeitlich gefragt, ob dass vielleicht sogar beabsichtigt so gemacht wurde,dass die Figuren so seelenlos/ charakterlos wirkten.
Mir haben die Nebenfiguren oft mehr gefallen, als die Hauptfiguren, da sie zwar weniger Raum eingenommen haben in Handlung, aber trotzdem mehr Charakterbeschreibung hatten.
Manche spicy Szenen (falls man das überhaupt so nennen kann), hab ich als sehr überflüssig wahrgenommen und haben nichts zur Handlung beigetragen. Ich bin aber generell nicht so der Freund davon, also bin ich vielleicht auch überkritisch😂
Gut gefallen hat mir,dass viele unterschiedliche Elemente im Roman vereint werden: Mythologie, Horror, Abenteuerroman ...
Fazit: für alle, die sich für Mythologie interessieren lohnt sich der Roman.
Ich fand es ein wirklich tolles Buch. Durch die Serie kannte man den ein oder anderen Strang aber vieles war dann doch anders.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und ich war bis zum Schluss gespannt was mit Shadow passieren wird.
Für Fantasyfans definitiv eine Empfehlung!!
Langwierig, wirr und ein unbeholfener Schreibstil.
Das Thema des Buchs klingt erstmal verlockend und hätte jedenfalls das Potential zu einer tollen Geschichte. Leider hat mich das Buch auf voller Länge enttäuscht.
Der Text ist oftmals langatmig, selten sind Passagen wirklich angenehm und flüssig im Ablauf. Die Story selbst scheint sich erst auf den letzten 200 Seiten zu ergeben, alles davor wirkt wie ein unbeholfener Versuch Atmosphäre zu erzeugen.
Einzelne Passagen sind gelungen, retten das Buch aber nicht.
Leider ist auch der Schreibstil unbeholfen.
Well, I still have no idea what I just read, thus only 3/5 stars. Masterfully created world, complex plot & bizarre allegories!
But Gaiman lost me several times because the plot is chaotic. Combined with the slow pace it's just hard to stay focussed. By the middle of the story I gave up hoping something would finally happen and things get rolling. They didn't. The detailled writing became annoying and lead to skipping entire paragrahps (cz entire paragrahps describing single movements of e.g opening a damn car trunk are not necessary in such a lenght!)
Unfortunately I didn't care about any of the characters, all of them felt pretty one dimensional. The cutscenes were great but rather disruptive in the reading flow.
All in all even by the end Gaiman keeps surprising the (patient) reader. Not my book tho.
American Gods is a very slow book, and in the beginning I was asking myself what the point of this book would be and if there was even a specific point except to follow Shadow while he interacted with different gods.
But I soon found myself liking it, despite a few moments of discomfort when Neil showed the gods being as cruel and brutal as gods and American history tend to be. I found an especial liking to Sam and the inhabitants of Lakeside (the latter being my favorite subplot of this book).
Having now finished it, I quite like it, even if it's a book that, due to the slow-going (and long) nature of its plot and development, you have be open to give a little more time to for winning you over than you might normally be used to give.
Und damit bin ich durch.
Ich muss sagen, ich bin etwas enttäuscht. Ich hatte mir vom Klappentext ausgehend mehr erwartet. Das Buch ist gut und die Idee dahinter ist genial, aber irgendwie fühlt sich das Buch unrund an. Shadow ist ein toller Charakter und sein Seelenleben und die innere Ruhe tragen zum ruhigen unaufgeregten Ton des Buches bei, aber irgendwie bleibt er dabei flach. Die Tatsache, dass er Odin's Sohn ist, hat mich auch nicht überrascht, es ist eher ein Klischee.
Und die Auflösung des Krieges zwischen den alten und neuen Göttern hat mich nicht im geringsten überrascht. Es war mir ziemlich schnell klar, dass Loki eine Rolle spielt und das Odin und Loki zusammenarbeiten. I mean...Odin's Lieblingscons sind Two-man-cons...da riecht man sofort, dass irgendetwas faul ist an der ganzen Sache.
Ich fand tatsächlich die anderen Götter, wie Mr. Ibis oder Mr. Nancy stellenweise interessanter als den All-father selbst.
Und ich hätte mir gewünscht, dass man nicht so lange in Lakeside gewesen wäre. Ich hätte lieber erfahren, was Mr. Wednesday getrieben hat und welche Götter er noch versucht hat für seinen Plan einzuspannen.
trotzdem gibt es drei Sterne. Es hat Spaß gemacht es zu lesen und die Idee dahinter ist echt genial. Ich mag Gaiman's Schreibstil. Die Atmosphäre kam für mich immer wunderbar rüber.
"Have you thought about what it means to be a god? It means you give up your mortal existence to become a meme: something that lives forever in people's minds, like the tune of a nursery rhyme. It means that everyone gets to recreate you in their own minds. You barely have your own identity any more. Instead, you're a thousand aspects of what people need you to be. And everyone wants something different from you. Nothing is fixed, nothing is stable."
Hi Neil,
Das war ein ziemlich wilder Ritt. Bis zum Schluss habe ich eigentlich nicht so richtig verstanden, was ich da eigentlich lese.
Ich glaube, mir war es über weite Strecken einfach zu abgefahren und zu abstrakt und deswegen konnte ich keine Verbindung zum Buch aufbauen. Dabei ging es eigentlich ziemlich stark los. Die ersten 50-100 Seiten haben mir das Gefühl gegeben, ich sek in einem popkulturellen Werk der späten 1990er/frühen Nullerjahre gelandet (Big Lebowksi, Fight Club (?), etc. Man merkt definitiv, dass das Buch ein Kind seiner Zeit ist.
Die aufgebaute Stimmung und das World building haben mir im Allgemeinen auch eher gut gefallen, vor allem am Anfang. Es hatte durchgehend etwas sehr melanchoisches, besonders zu Beginn auch sehr fatalistisches. Eine dunkle, triste Atmosphäre mit den Vorzeichen auf bevorstehendes Unheil.
Diese zieht sich weiter durch mit alten Göttern, die in abgeranzten Vorstädten der modernen Welt oder billigen Motels leben müssen.
Die Art und Weise, wie verschiedene Szenen beschrieben werden, hat etwas kurioses (für viele vmtl befremdlich) - wie z. B. durch absurde Farbvergleiche ("rot wie eine Leber"). Auch der geschickte Einsatz von Beschreibungen trägt zu einerm recht einzigartigen Roman bei.
Wirklich großartig sind ebenfalls die vielen, sehr schön platzierten (pop-)kulturellen Referenzen (z.B. Auf Edgar Allan Poe).
Auch das Grundkonzept der Götter, die für ihr eigenes Überleben, auf Wertschätzungen/Opfergaben angewiesen sind, fand ich sehr logisch.
Wieso dann gebe ich nur 3.5 Sterne? Ich glaube, das Hauptproblem sind einfach die Charaktere. Mit keinem konnte ich wirklich bonden, insgesamt ist deren Ausarbeitung unbefriedigend. Wednesday, aber auch Shadow fallen für mich einfach komplett flach.
Ebenfalls könnte mich die Story letztlich nicht komplett überzeugen, es war mir einfach zu konfus.
Beides leider große Minuspunkte, daher am Ende 3.5 Sterne.
I had a hard time finding out why I don't like this book. I think I finally have. The writing is really good and very entertaining, as are the insights into different people's lives. What I enjoyed most were the chapters with the personal stories of all the gods. I did not care much about the main story, nor about Shadow. Although most of the book is written from his perspective, I never really got a feeling for him as a character, most of the time it seemed he was just there so somebody could tell the story of the gods. But for this, there are too many chapters focusing on Shadow which are, because of his lack of character, boring. Maybe Americans can relate more to the 'small American town live' chapters and therefore find them less boring.I would love to read a short story collection of just the gods' tales, because there were great, original ideas in them, told entertainingly.
Es hat mir im Großen und ganzen keinen Spaß gemacht das Buch zu lesen, der Epilog und der Nachsatz waren fast das beste, was das Buch zu bieten hat
Ich muss ehrlich sagen, das Buch macht einfach keinen Spaß. Es baut sich kein Spannungsbogen auf, die dazwischen geschobenen Kurzgeschichten passen nicht so richtig dazu, man fragt sich die ganze Zeit, was das jetzt eigentlich soll, was die Protagonisten da veranstalten. Der Hauptprotagonist Shadow hat quasi keine Charakterzüge, die ihn ausmachen. Alles was man über ihn weiß ist, dass er sehr groß ist und Münztricks mag, aber nicht gut genug ist, um Zauberer zu werden. Seine Frau hat ihn mit seinem besten Freund betrogen und hilft ihm nach ihrem Tod ein paar mal aus der Patsche, weil er alleine leider nichts auf die Reihe bekommt. Erst zum Schluss löst er das Rätsel des Heinzelmanns, bricht aber dafür im See ein und muss gerettet werden. Es ist sehr ermüdend dieses Buch zu lesen und das einzige, was ich wirklich gut fand, war die Szene, die es fast nicht ins Buch geschafft hätte, als Shadow mit Jesus spricht. Der Gedanke, dass jeder eigentlich eine eigene Vision von einem Gott in seiner Vorstellung erschafft und dieser darum letztendlich niemals richtig handeln kann, ist interessant und eigentlich eine ganz schöne Theorie, aber dafür hätte ich das Buch nicht lesen müssen.
Traurigerweise war die Amazon Prime Adaption besser als die Buchvorlage. In der Serie ging es viel politischer zu und die Unterdrückung von Minderheiten wurde klar kritisiert. Das Buch scheint dagegen ziemlich langweilig und fast umstrukturiert... schade
Woooooow!!!!! Was für ein geniales Buch!!! (Nur auf die extra weirden Sex Szenen hätte ich verzichten können) Definitiv noch größerer Neil Gaiman Fan jetzt als davor! Außerdem kann ich das Hörbuch gelesen von Stefan Kaminski sehr empfehlen, der Mann hat einfach 1000 Stimmen, es ist unglaublich!
Das große Missverständnis zwischen mir und diesem Buch beginnt schon bei Buchtitel, der mich vermuten ließ, dass Götter der Amerikaner eine zentrale Rolle in diesem Roman spielen. Es bestand sogar die leichte Erwartung, dass Gaiman thematisiert, wie sich die Vergötterung in einer Kultur im Laufe der Zeit ändert. Um es auf die Spitze zu treiben, wäre eine spielerische theologische Auseinandersetzung verpackt in ein Fantasybuch dann die Krönung für mich gewesen.
Doch was bekomme ich zu lesen? Einen völlig abgedrehten Roadtrip. Eine Ansammlung von erst- bis viertklassigen mythischen Wesen aus allen Religionen und Glaubensrichtungen der Welt, von Odin bis zum letzten Wichtelmännchen aus dem Schwarzwald, bei denen es mir nur schwer fällt, einen Zusammenhang zu Amerika herzustellen. Einen Protagonisten namens Shadow, der sich wie eine wenig clevere Ausgabe von Alice durch das Wunderland treiben lässt. Platte Dialoge, die wie gemacht erscheinen für eine Umsetzung als TV-Serie. Ermüdend viele kleine Episoden, die sich eher nach Kurzgeschichtensammlung als nach Roman anfühlen.
Die alten Götter Amerikas sind also der nordische Odin, der afrikanische Anubis, die Königin von Saba, ein deutscher Wichtel und ein irischer Kobold. Okay, muss man auch erst mal darauf kommen. Sie haben Angst um ihre Existenz, denn die neue modernen Götter werden von den Menschen verehrt. Die neuen Götter sind die Technik, der Konsum, das Geld, die Welt, ach, so recht klar war mir bis zum Schluss nicht, wen die Modernen verkörpern sollten. Gegen Ende des Buchs fragt ein dicker Junge, der auch einen modernen Gott verkörpern soll, einen vermeintlichen Kollegen, warum denn diese Konfrontation mit den Alten Göttern sein muss, die interessiere doch heutzutage eh keiner mehr. Da dachte, jetzt kommt die ersehnte Antwort, gleich wird mir der Sinn hinter der Geschichte erklärt. Der Götterkollege sagt, dass er ihm dies gerne erklären kann und rammt ihm ein Messer durch den Kiefer ins Hirn bis ihm die weiche Masse über die Hand läuft. Als ähnlich ernüchternd stellte sich für mich das Leseerlebnis dar.
Als dann am Ende durch Plottwists das Durcheinander auch noch auf dem Kopf gestellt wurde, erhöhte sich meine Verwirrung nur noch mehr. Neil Gaiman und ich werden wohl keine Freunde mehr. An seiner Phantasie kann ich keinen Gefallen finden.
Ich hätte es sehr spannend gefunden, wenn er sich mit den wahren amerikanischen Göttern auseinandersetzt hätte, von Ronald McDonald über Coke zu Sunday Night Football und Thanksgiving. Wie der Glauben an die spirituellen Götter durch die neuen materiellen Götter abgelöst wird. Vielleicht hätte er auch den Mut haben sollen, die Monotheologie in Frage zustellen, den gerade die christlichen Kreise in Amerika hoch halten. Stattdessen kommt so eine zerfahrene Fantasy-Horror-Geschichte heraus. Für mich eine große Enttäuschung und völliges Unverständnis, wie selbst das Feuilleton dieses Buch als Meilenstein der phantastischen Literatur bezeichnen kann.
In meinen Augen war das der bisher schwächste Gaiman (,den ich bisher gelesen habe).
Die Story war gut, aber Mr. Gaiman hätte da so viel mehr draus machen können. Ich war doch lange Strecken über sehr verwirrt und kam mit den Sprüngen zwischen Ebenen, Traum, Wirklichkeit und wieder einer anderen Ebene der Wirklichkeit nicht zu Recht. Auch die Charaktere bleiben teilweise recht blass.
Ein sehr störender Punkt war die mehr als grottige Übersetzung.
Ich ziehe ernsthaft in Erwägung, "American Gods" nochmal im Original zu lesen. Ich möchte einfach keine Formulierungen lesen wie "Bist Du schon wieder am Trinken" oder ähnliches "am was-auch-immer". Das ist für mich ein ganz furchtbares Deutsch. Desweiteren finde ich auch "Ich bin nicht dem alten Fuchs sein Neffe." (S. 383)unter aller Kanone. Da rollen sich so ziemlich alle meine Nägel hoch.
Sehr geehrter Herr Karsten Singelmann, lesen sie Ihre Übersetzungen besser mindestens noch einmal durch und besuchen Sie bitte einen entsprechenden Kurs bei Gelegenheit. Ich wäre Ihnen äußerst verbunden.
(dass es "nur" drei Sterne gab, lag nicht an der Übersetzung. Den Punkt habe ich bewusst aus der Bewertung ausgeklammert, weil Mr. Gaiman ja nichts dafür kann, wenn ein *sorry* Stümper seine Werke übersetzt)
Ich hab mir das Buch gekauft, weil ich die Serie sehr gut fand und da sie abgesetzt wurde, wollte ich die Chance nutzen und wissen, wie die Geschichte zu Ende geht.
Noch mehr als die Serie, hat mich dieses Buch einfach nur verschlungen, mich in seinen Bann gezogen und mich zu einem noch viel größerem Fan gemacht, vllt auch, weil die Serie sich doch tatsächlich Recht nah an dem Buch bewegt und man so noch ein viel besseres Gefühl für die Charaktere bekommt!!!
Wird nicht das einzige Mal bleiben, dass ich dieses Buch gelesen habe!!!
Mal wieder zeigt sich, dass die Bücher in Sachen Fantasy dem Film einiges voraus haben. Mochte ich die Serie, so muss ich nun sagen, ich liebe das Buch mehr. Es ist tiefer, besser, genauer. Es ist interessanter, weniger kitsch und Blut, dafür mehr Gedanke um Gedanken. Neil Gaiman entblättert mal wieder eine ganze Welt voller Zauberei, in welche man sich versenken und verlieben kann. Er ist, der größte Autor unserer Zeit
Neil Gaiman always reminds me of a friend I had in high school. She fancied herself to be something of a fashion designer and made dresses out of balloons, playing cards, plastic wrap, all those kind of things. People loved them and whenever she was asked about them, she would said that what made these dresses special wasn't that they were made out of balloons. Everybody could come up with something like that. But that she was the only one who actually making them and not just thought about it. I still thought they were kind of unimaginative. This is the same feeling I have about Neil Gaiman. He always bases his books on ideas many people had before him, what makes him special is that he actually writes them. I still think they're kinda unimaginative.
But I knew that before hand and still picked up this book, so did I like it anyway?
I don't know. I liked Shadow and I liked the flow of the story, even though it's a long book it deserves its pages. What really bothers me and almost made me stop reading it, was the constant sexualisation of every female character. I don't have a problem with NSFW content in general, but it needs to serve a purpose in the story. If it wasn't for the corpse wife the book wouldn't even pass the "sexy lamp" test.
Das große Missverständnis zwischen mir und diesem Buch beginnt schon bei Buchtitel, der mich vermuten ließ, dass Götter der Amerikaner eine zentrale Rolle in diesem Roman spielen. Es bestand sogar die leichte Erwartung, dass Gaiman thematisiert, wie sich die Vergötterung in einer Kultur im Laufe der Zeit ändert. Um es auf die Spitze zu treiben, wäre eine spielerische theologische Auseinandersetzung verpackt in ein Fantasybuch dann die Krönung für mich gewesen.
Doch was bekomme ich zu lesen? Einen völlig abgedrehten Roadtrip. Eine Ansammlung von erst- bis viertklassigen mythischen Wesen aus allen Religionen und Glaubensrichtungen der Welt, von Odin bis zum letzten Wichtelmännchen aus dem Schwarzwald, bei denen es mir nur schwer fällt, einen Zusammenhang zu Amerika herzustellen. Einen Protagonisten namens Shadow, der sich wie eine wenig clevere Ausgabe von Alice durch das Wunderland treiben lässt. Platte Dialoge, die wie gemacht erscheinen für eine Umsetzung als TV-Serie. Ermüdend viele kleine Episoden, die sich eher nach Kurzgeschichtensammlung als nach Roman anfühlen.
Die alten Götter Amerikas sind also der nordische Odin, der afrikanische Anubis, die Königin von Saba, ein deutscher Wichtel und ein irischer Kobold. Okay, muss man auch erst mal darauf kommen. Sie haben Angst um ihre Existenz, denn die neue modernen Götter werden von den Menschen verehrt. Die neuen Götter sind die Technik, der Konsum, das Geld, die Welt, ach, so recht klar war mir bis zum Schluss nicht, wen die Modernen verkörpern sollten. Gegen Ende des Buchs fragt ein dicker Junge, der auch einen modernen Gott verkörpern soll, einen vermeintlichen Kollegen, warum denn diese Konfrontation mit den Alten Göttern sein muss, die interessiere doch heutzutage eh keiner mehr. Da dachte, jetzt kommt die ersehnte Antwort, gleich wird mir der Sinn hinter der Geschichte erklärt. Der Götterkollege sagt, dass er ihm dies gerne erklären kann und rammt ihm ein Messer durch den Kiefer ins Hirn bis ihm die weiche Masse über die Hand läuft. Als ähnlich ernüchternd stellte sich für mich das Leseerlebnis dar.
Als dann am Ende durch Plottwists das Durcheinander auch noch auf dem Kopf gestellt wurde, erhöhte sich meine Verwirrung nur noch mehr. Neil Gaiman und ich werden wohl keine Freunde mehr. An seiner Phantasie kann ich keinen Gefallen finden.
Ich hätte es sehr spannend gefunden, wenn er sich mit den wahren amerikanischen Göttern auseinandersetzt hätte, von Ronald McDonald über Coke zu Sunday Night Football und Thanksgiving. Wie der Glauben an die spirituellen Götter durch die neuen materiellen Götter abgelöst wird. Vielleicht hätte er auch den Mut haben sollen, die Monotheologie in Frage zustellen, den gerade die christlichen Kreise in Amerika hoch halten. Stattdessen kommt so eine zerfahrene Fantasy-Horror-Geschichte heraus. Für mich eine große Enttäuschung und völliges Unverständnis, wie selbst das Feuilleton dieses Buch als Meilenstein der phantastischen Literatur bezeichnen kann.
Ich bin von der Idee des Buches begeistert - sowohl von der Idee als auch vom Schreibstil. Insgesamt war es also ein richtig gutes Buch, das mich wirklich fesselnd konnte. Ich hatte ziemlich viel Spaß dabei manche Götter zu erraten und auch so gab es bei Gaimans Schreibstil oftmals etwas zu lachen. Leider muss ich einen Stern abziehen, weil ich die Auflösung eines der Handlungsstränge am Ende zu schnell und teilweise etwas verwirrend fand. Denn am Ende wurde ein Problem, was sich viele Seiten anbahnt auf weniger als 20 Seiten gelöst, was ziemlich schade ist.
Trotzdem empfehle ich das Buch auf jeden Fall weiter! :)
Dieses Buch hat mir einen massiven Gehirnschaden verpasst (postiv)!
Danke dafür
Oh Junge. American Gods von Neil Gaiman lag nunmehr für knapp sieben Jahre auf meinem Stapel der Schande.... und das war auch gut so. Denn das ist ein Buch in das ich erstmal reinwachsen musste.
Ich habe mir dieses Buch jetzt sozusagen als Neujahrsvorsatz vom unteren Ende des Stapels geschnappt (denn es war mittlerweile das älteste Buch auf dem ganzen Stapel) und nun ja. Ich habe mich sofort schockschwer verliebt.
Wie in der Liebe ist es auch mit diesem Buch. Es ist definitiv nichts für jedermann. Man braucht Zeit und muss sich darauf einlassen können.
Sprachlich ist das ganze eher etwas derb angesiedelt, gerade in den ersten 200 Seiten. Es könnte definitiv schlimmer sein, wer aber arge Probleme mit etwas vulgärerer Sprache hat sollte sich vielleicht doch etwas anderes suchen.
Storytechnisch wusste ich den Großteil des Romanes über gar nicht wo wir uns hinbewegen - großer Fan davon, ich muss im Zweifelsfall aber auch nach einem Buch nicht genau wissen was der Plot war - aber auch hier ist das wieder Geschmackssache. Der Plot dröppelt vor sich hin und gleicht dabei eher einem Regionalzug der gegen Ende der Fahrt an ein paar unerwartet schönen Ortschaften vorbei fährt, als einem ICE der stetig an Geschwindigkeit gewinnt.
Der Roman glänzt mit hervorragendem Foreshadowing in verschiedenen Formen, bei dem man hunderte Seiten später dasitzt und förmlich eine Glühlampe über seinem Kopf aufleuchten fühlt. Das gleiche gilt für die Plottwists, die vernünftig und logisch erscheinen, aber einen trotzdem umhauen können wie ein Vorschlaghammer.
Einziger wirklich größerer Kritikpunkt den ich finden kann, ist der Hauptcharakter mit welchem ich nicht wirklich warm wurde. Das passt zwar wunderbar zum Gesamtkonzept der Geschichte, aber irgendwie hat mir hier doch ein gewisser Funken gefehlt um irgendwie Interesse für den Kerl zu entwickeln.
Alles in allem ist die Geschichte ein super interessantes Gedankenspiel über welches ich wohl noch längere Zeit nachdenken werde.
Amercian Gods - alte Götter, die von Einwanderern mit nach Amerika gebracht wurden und dort in Vergessenheit gerieten kämpfen gegen die Bedeutungslosigkeit und gegen die neuen Götter - Technik und Kommunikation.
Ich hatte mir etwas anderes und vielleicht auch mehr von dem Buch erwartet und ich hätte es gut gefunden, wenn die neuen Götter eine zentralere Rolle gespielt hätten.
Da ich mich mit Mythologie und Göttern nicht gut auskenne, haben mir viele Namen und Anspielungen auch nichts gesagt. Vielleicht hätte ich sonst mehr mitgefiebert.
Der Schreibstil hat mir jedoch gut gefallen und ich hatte Spaß am lesen.
Was für eine seltsame Achterbahnfahrt war das denn bitte? Ich habe bs jetzt, drei Monate später, noch nicht ganz begriffen um was es in „American Gods“ wirklich ging, geschweige denn was in dem Buch alles passiert ist. Meiner Meinung nach ist es absolut kein typischer Gaiman, mit Neil Gaiman verbinde ich eher märchenhafte Erzählungen, als… was auch immer American Gods ist oder sein will.
Manche Leute werden dieses Buch lieben, gerade weil es so strange ist. Für mich war es eher nichts. Unterhalten hat es mich aber trotzdem. Auch wenn ich nicht ganz verstehe wie oder wieso.
This book is a bit tough to rate: I did enjoy reading it most of the time, but especially the ending is really confusing, especially the hung from tree part and the hat trickery from Odin.
2,5 Sterne
Unfassbar schräg und überhaupt nicht mein Lesegeschmack. War für mich echt eine Qual das zu lesen, auch wenn es anfangs noch interessant wirkte..
Diese Buch wurde mir von einer Freudin empfohlen, von alleine wäre ich glaube ich nicht darauf gestoßen. Der Inhalt klang total interessant.
Alte Mythen und Legenden die immer noch in der heutigen Zeit leben und mit Ihr verflochten sind.
Jedoch bin ich mit dem Buch nie richtig warm geworden. Ständig habe ich es beiseite gelegt, es hat mich einfach nicht gefesselt.
Ich habe dann diese Jahr (ca drei Jahre nachdem ich das Buch gelesen habe) die Serie zu diesem Buch entdeckt.
Durch die Serie ist mir das Buch erst richtig bewusst geworden, und ich glaube mein Problem mit dem Buch ist, dass der Autor so viele gute Ideen hat, die man aber einfach in Film viel besser rüberbringen kann oder erklären kann, als das geschriebene Wort. Das ist mir so bisher nur ein zwei mal bei einem Buch passiert, dass verfilmt wurde!
Ich kann jedem dem es so ging wie mir und das Buch nicht so wirklich den Durchblick gebracht hat wärmstens die Serie dazu empfehlen.
Ein Auf und Ab, aber ich habe es sehr gerne gelesen
„Ein Meisterwerk der Gegenwartsliteratur.
Als Shadow aus dem Gefängnis entlassen wird, ist nichts mehr wie zuvor. Seine Frau wurde getötet, und ein mysteriöser Fremder bietet ihm einen Job an. Er nennt sich Mr. Wednesday und weiß ungewöhnlich viel über Shadow.
Er behauptet, ein Sturm ziehe auf, eine gewaltige Schlacht um die Seele Amerikas. Eine Schlacht, in der Shadow eine wichtige Rolle spielen wird "
Mir fällt es etwas schwer eine Rezession zu schreiben, da es bei mir beim Lesen ein auf und ab war, wobei die Stellen mit dem Auf überwiegen. Es handelt sich hierbei um ein Fantasyroman, ein Road Trip, ein Buch über Taschenspielertricks sowie ein Roman mit viele. Erklärungen zur Mythologie und so vieles mehr, was nicht immer zu verstehen ist. Für mich sehr schwer zu beschreiben was es genau ist, aber es ist sehr gut geschrieben und sehr spannend. Wir begleiten Shadow auf seiner Reise durch America und tappen eigentlich vom ersten Zusammentreffen zwischen Mr. Wednesday und ihm im Dunkeln. Sehr gut fand ich persönlich die Einschübe über die Mythologie sowie der Geschichte Amerikas und die Rückblicke. Ich hab nicht immer die Geschichte durchschauen können und war langsamer als Shadow. Das Ende hat mich auch sehr überrascht, aber es war auch richtig. Im Großen und Ganzen hab ich das Buch sehr gerne gelesen und werde es bestimmt noch mal lesen
Es ist super schwer zu beschreiben, was American Gods ist und was es beim Lesen in einem auslöst.
Bis zum Schluss ging ich davon aus, dass der rahmengebende Krieg zwischen den alten und den neuen Göttern in Amerika nur eine fadenscheinige Begründung dafür war, die vielen kleinen Seltsamkeiten, absurden Begegnungen des Alltags, die teils abwegig wirkenden Geschehnisse des einfachen Leben zu beschreiben und in einen mystischen, abgedrehten Kontext zu legen.
Doch am Ende musste ich meinen Irrtum einsehen. Das was beinahe wie Willkür wirkte während des Lesens entpuppte sich im letzten Drittel als perfider Plan des Autors, mit dem er einen ganz gewissen Sinn und Zweck in der Geschichte verfolgte und Faden für Faden miteinander verband und zu einem ruhigen, aber fulminanten Finale ausklingen ließ.
Und das auf Neil Gaimans ganz eigene, unverwechselbare, fast schon kunstvolle Art zu Schreiben. Das Buch ist gewaltsam und brutal, super absurd stellenweise, dabei aber detailliert und dicht erzählt. Setting und Atmosphäre werden zu jeder Zeit perfekt aufgegriffen und nehmen den Leser für sich ein.
Die Vergleiche und Beschreibungen, die er wählt wirken oft im ersten Moment seltsam daneben, beinahe abwegig, sind aber, wenn man genauer hinsieht, wahre Kunst und passen auf ganz eigene, seltsame Art und Weise zusammen.
Auch die Charaktere sind alle für sich unverwechselbar. Ich hatte sie alle lebhaft vor Augen. (Und durch Stefan Kaminskis Stimme wurde ihre Persönlichkeiten im Hörbuch einfach perfekt eingefangen) Shadow, unser Hauptcharakter, war mir von Anfang an bis zur aller letzten Seite sympathisch.
Ich habe seine Reise gern verfolgt und war begeistert, wie er von einem lustlosen, passiven, schwer reaktiven Ex-Knacki zu einem willensstarken Mann wird, der aktiv am Leben und den Geschehnissen um sich herum teilnimmt.
Auch die Interludes - die alle beschreiben, wie ein bestimmter Gott, oder ein bestimmtes Götterpantheon aus den verschiedenen Teilen der Welt und der Weltgeschichte nach Amerika gekommen sind - waren spannend zu lesen. Auch hier wird man mit viel Brutalität und (sexualisierter) Gewalt konfrontiert, aber auch mit Lebensgeschichten, mit Heldengeschichten, mit Schicksalen.
Das Buch war lang, es war brutal, es war dicht erzählt und spannend. Es war dunkel und absurd. Und es nimmt einen gefangen. Aber man muss sich auch darauf einlassen können.
Meiner Meinung nach ein perfekte Lektüre für den kalten Winter.
Shadow wird nach drei Jahren einige Tage früher aus dem Gefängnis entlassen, weil seine Frau bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Auf dem Weg zu ihrer Beerdigung begegnet er Wednesday einem alten kauzigen Mann, der ihm einen Job anbietet. Zunächst will er ablehnen, doch es wird immer deutlicher, dass er keine andere Aufgabe draußen hat und so willigt er ein, Wednesdays‘ Bodyguard zu werden. Ohne es zu ahnen gerät er in einen Krieg zwischen den alten und neuen Göttern in Amerika. All jene Götter die mit den Einwanderern kamen, darben und drohen zu verschwinden, wohingegen die neuen Götter, Technik, Medien und Drogen, immer mehr an Einfluss gewinnen. Dazwischen findet sich Shadow wieder. In Wednesdays Auftrag auf einem Road trip durch den mittleren Westen Amerikas. Dabei erfährt er mehr über seine Herkunft und macht Bekanntschaft mit so manchen unglaublichen Phänomenen.
Eine Rezension zu American Gods zu schreiben fällt mir schwer. Mein Bauch sagt Wow, was für eine tolle Geschichte und jedes Mal wenn ich das Buch zur Hand nahm war ich ganz gefesselt von der Story. Mein Kopf hingegen versucht einen Sinn zu finden, einen Zusammenhang, eine Moral, aber ich finde da keine. Es ist ein Epos, ein Fantasyroman, ein Road Trip, ein Buch über Taschenspielertricks, ein Kriminalroman und noch so viel mehr. Es lässt sich einfach in keine Schublade pressen und ich glaube das ist der Grund warum mein Hirn sich uneins ist, was ich von dem Buch halten soll. Vielleicht einfach mal so hinnehmen, zurücklehnen und genießen. Manchen ist Shadow als Hauptfigur zu glatt, zu gut, ich hingegen fand ihn genau richtig, als Counterpart zu den ganzen Intrigen der Götter. Shadow ist gerade heraus, er lässt alles auf sich zukommen und hat seine Prinzipien. Mir war er durch und durch sympathisch. Die vielen kleinen Einschübe über die Immigranten in Amerika und ihre Götter, Fabelwesen, Kobolde und Dschinn, machen die Story noch greifbarer, es waren Geschichten in der Geschichte, die mir die Sicht der Götter auf die Welt verdeutlichten. Sie sind unter uns, und darben, weil ihnen die Opfergaben fehlen. Die modernen Menschen glauben eher an Geld, Technik und Macht und dennoch sind die neuen Götter naiv. Sie wollen einen Entscheidungskrieg um die Vorherrschaft ohne zu erkennen, dass auch ihre Zeit begrenzt ist. Nebenher habe ich auch begonnen, die Verfilmung des Epos zu schauen und bin begeistert, wie die Figuren umgesetzt wurden. Das Bild von Shadow hat zu dem im meinem Kopf gepasst. Dennoch ziehe ich das Buch der Verfilmung vor, denn ich habe das Gefühl das die ganze Tiefe der Charaktere nicht wirklich auf den Bildschirm gebannt werden kann.
Neil Gaimann, war mir vorher nur ein Begriff für Kinderbücher. Ich bin froh, dass ich auf American Gods gestoßen bin. Denn das ist wirklich mal eine Story der etwas anderen Art, die mich aus meiner Komfortzone geholt hat. Es wird bestimmt nicht das einzige Buch bleiben.
Was für eine seltsame Achterbahnfahrt war das denn bitte? Ich habe bs jetzt, drei Monate später, noch nicht ganz begriffen um was es in „American Gods“ wirklich ging, geschweige denn was in dem Buch alles passiert ist. Meiner Meinung nach ist es absolut kein typischer Gaiman, mit Neil Gaiman verbinde ich eher märchenhafte Erzählungen, als… was auch immer American Gods ist oder sein will.
Manche Leute werden dieses Buch lieben, gerade weil es so strange ist. Für mich war es eher nichts. Unterhalten hat es mich aber trotzdem. Auch wenn ich nicht ganz verstehe wie oder wieso.
I bought this book a while back before the TV show aired because it was a long book and I have a thing for long books, and I started it but then I got bored and set it down and sort of forgot about it until a few days ago, and then I just devoured it.
What a book. I wish it hadn't had to have ended.
I’ve heard many positive things about Neil Gaiman and I’ve read one book by him that I really enjoyed. So, I was simply shocked that I found “American Gods” to be this horrible.
I listened to the audiobook, read by Stefan Kaminski (who did a good job, except that most of the women sounded as if they’d orgasm any minute). And I checked every ten minutes if I’m nearing the end. How disappointing, since the synopsis sounded so good! I think my first disappointment was the main character Shadow, who had the personality of a pebble. Of a smoothly polished pebble that gets tossed around without showing any resistance. Moods and attitudes were nonexistent or not conveyed convincingly. This gets better near the end of the book, but in my opinion, this was too late and not nearly enough. Just like the plot isn’t nearly enough. There are long passages where nothing or nothing interesting happens (the sequences with the other gods just prolonged the anguish). And no, taking a piss or eating don’t count as an interesting plot.
But my biggest problem was how the male gods portrayed women. Women were objects that had to be beautiful, sexy and fuckable. I can’t begin to describe how that maddened me. It’s not that I had the impression that the author really wanted to objectify women. It’s just that there should’ve been louder voices against it. Anyway, sex in this book felt like … I don’t know, something insignificant and unpersonal like a handshake, and I really have an aversion against that. But maybe I’m just too sensitive.
Inhalt:
Drei Jahre Gefängnis neigen sich dem Ende zu für Shadow. Er plant, in sein altes Leben zurückzukehren und keine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Doch wenige Tage vor seiner Entlassung stirbt seine Frau Laura bei einem Autounfall und Shadow steht vor dem Nichts. Doch noch während seiner Heimreise bietet ihm der mysteriöse Mr Wednesday einen Job an - und der ist alles andere als gewöhnlich ...
Hinweis: Bei diesem Buch handelt es sich um die Version, die Verlag und Autor zum zehnjährigen Jubiläum herausgegeben haben, die 12000 Wörter länger ist als die erste und viele Passagen enthält, die in der ersten Ausgabe gekürzt wurden, womit Neil Gaiman aber anscheinend nie ganz zufrieden war. Meine Rezension bezieht sich also auf diese längere Ausgabe und ich konnte beim Lesen nicht unterscheiden, was in der ersten Ausgabe rausgefallen ist.
Meine Meinung:
Das Buch hat eine etwas ungewöhnliche und individuelle Erzählweise, mit der vermutlich nicht jede*r klarkommt – hier wie immer der Tipp, einfach mal in die Leseprobe reinzulesen.
Insgesamt ist das Buch sehr ruhig – was auch an dem Protagonisten liegt– und sehr ausschweifend. Wer actiongeladene Fantasy mit epischen Kämpfen und atemraubender Spannung sucht, ist hier jedenfalls fehl am Platz. Über viele Seiten passiert oft scheinbar nichts Aufregendes. Wenn auch vielleicht etwas langsamer wird der Plot jedoch stets vorangebracht, und wenn man genauer reflektiert, gibt es durchaus einige Szenen, in denen was passiert – nur ist die Stimme des Protagonisten so ruhig, dass man eben nicht mit Herzrasen durch die Zeilen hetzt.
Shadow ist gerade aus dem Gefängnis herausgekommen und sein einziges Charaktermerkmal, so scheint ist, sind Münzentricks. Ansonsten ist Shadow aber so aussagelos und blass wie ... nun, ja, ein Schatten. Fast teilnahmslos erzählt er die Geschichte, lässt keine großen Emotionen durchscheinen, nimmt alles hin und begegnet den Dingen, die ihm widerfahren, quasi mit einem gleichgültigen Achselzucken. Allerdings – und das ist der Punkt an dem Ganzen – ist das durchaus so gewollt. Es gehört quasi zu Shadows Charakter, dass er keinen hat, und das wird im Verlaufe der Story dann auch durchaus thematisiert.
Ich fand es super interessant, dass man auch Gestalten abseits der bekannten Mythen kennenlernt – afrikanisch, zum Beispiel, oder slawisch. Die Umsetzung ist hier eher ungewöhnlich, ich will aber da nichts weiter vorwegnehmen.
Ansonsten ist aber auch die Migration in die USA das zentrale Thema. Die verschiedenen Migrationsströme in die USA, unter Berücksichtigung ihrer oft menschenverachtenden Umstände (Stichwort Kolonialismus und Sklaverei), werden abgebildet, die vielen verschiedenen Herkunftskulturen thematisiert und ein bisschen zieht sich die Frage durch das Buch, was denn die moderne amerikanische Kultur jetzt ausmacht.
Man begegnet in dem Buch einer Reihe sehr eigentümlicher Charaktere. Und obgleich man viele nur oberflächlich kennenlernt, hatte ich doch das Gefühl, dass sie einzigartig sind und eine gewisse Tiefe verbergen, dass sie alle irgendwie individuell sind.
Trotz der eher ruhigen Erzählart konnte mich das Buch aber auch fesseln, auf seine ganz eigene, subtile Art und Weise. Und auch einige Plot Twists gerade zum Ende hin vermochten mich persönlich zu überraschen.
Fazit: Ungewöhnlicher, sehr gelassener Erzählstil, der auch durch den gewollt teilnahmslosen Protagonisten erzielt wird, dennoch auf subtile Weise fesselnd. Dabei wird die Frage nach amerikanischer Identität gestellt und verschiedene, auch sonst eher weniger thematisierte Mythen sowie Migration in die USA spielen eine Rolle.