Ich persönlich erlebte dieses Buch als lockere Lesestunden für zwischendurch. Man begleitet die Protagonistin durch ihre einfachen, langatmigen, aber manchmal auch seltsamen Arbeitsalltage. Ich persönlich hätte mir mehr Surrealität gewünscht und hin und wieder etwas mehr Aufregung.
Nachdem ich recherchiert habe, scheint aber genau dieser Aspekt, Ziel der Autorin zu sein: unaufgeregte Unterhaltung ohne grosse Überraschungen. Gerade in einer Zeit der Schnelllebigkeit und des ständigen Unterhaltenwerdens wirkt diese ruhige und langsame Erzählweise wie ein bewusster Gegenpol. Was ich wiederum sehr interessant finde.
Trotzdem muss ich sagen, dass ich dieses Buch nicht weiter empfehlen würde.
Das Buch ist in 5 Kapitel unterteilt. Jedes Kapitel findet auf einer neuem Arbeitsstelle statt. Diese sind alle irgendwie merkwürdig und nicht wirklich zu erklären.
Dennoch hat es mich unterhalten, dass ich fertig lesen wollte.
Schreib - bzw. Erzählweise ist der typisch japanische Stil, eher unemotional manchmal weiter weg.
Eins der langweiligsten Bücher die ich je gelesen habe 😴
Das Ende war zwar ganz "nett", aber dorthin zu kommen teilweise ein Kampf. Ab Seite 350 wird es zwar langsam minimal spannender - die Auflösung ist aber wenig aufregend.
Ein Buch über Kapitalismus und wie er uns zermürbt.
Ich mag japanische Literatur und wusste daher, dass der Erzählstil nicht im engeren Sinne spannend werden würde. Es sind die persönlichen Geschichten der Figuren,in die man eintauchen muss. Außerdem das durchaus surreale Element der Jobs. Es hatte Längen, aber das letzte Kapitel wurde dann richtig interessant, eine kleine Detektivstory.
In Rezensionen der englischen Ausgabe (2020, in Japan erschien das Buch bereits 2015) fand ich noch einige Themen, die mir beim Lesen nicht sofort auffielen. Zum Beispiel ein subtiler Feminismus, wenn die Chefs zwar immer Männer sind, aber es demgegenüber Solidarität unter Frauen gibt. Auch das Thema psychische Probleme durch Arbeit tauchte, abgesehen von der Protagonistin, immer wieder auf.
Mit großen Erwartungen habe ich zu diesem Roman gegriffen. Der Klappentext versprach eine humorvolle, vielleicht sogar skurrile Lektüre, die den Arbeitsalltag auf unterhaltsame Weise beleuchtet. Genau darauf hatte ich mich gefreut, Witz, feine Ironie und Figuren, in denen man sich mit einem Augenzwinkern wiedererkennen kann. Leider wurde diese Erwartung in keiner Weise erfüllt. Statt eines lebendigen Romans entfaltet sich eine Aneinanderreihung von Arbeitsgeschichten, die über weite Strecken überraschend monoton wirkt. Die einzelnen Episoden scheinen lose nebeneinander zu stehen, ohne sich zu einem spannenden Ganzen zu verbinden. Für mich war das Lesen diesen Romanes sehr ermüdend. Der angekündigte Humor blieb für mich nahezu vollständig aus. Statt zu schmunzeln oder überrascht zu werden, ertappte ich mich immer wieder dabei, wie meine Aufmerksamkeit abschweifte. Die Arbeitswelt wird zwar detailliert beschrieben, doch diese Genauigkeit ersetzt keine Spannung und keine emotionale Bindung zu den Figuren. An manchen Stellen fragte ich mich, ob das Problem vielleicht bei mir liegt. Möglicherweise erschließt sich dieser Roman erst auf einer anderen, intellektuelleren Ebene, die ich nicht vollständig erfassen konnte.
Das Offensichtlichste zuerst: Der Titel sticht nur so ins Auge. Ich habe ähnliche Vibes wie in »Geht so« von Beatriz Serrano (sehr empfehlenswert!) erwartet, allerdings habe ich schnell gemerkt, dass ausgerechnet der Titel in die Irre führt und war in dieser Hinsicht etwas enttäuscht. Leider war es auch so, dass ich den Roman zur (für mich) falschen Zeit gelesen und mich etwas damit gequält habe. Dem gegenüber hat mich aber Kikuko Tsumuras angenehmer, sanfter, auch sehr leiser Schreibstil die Aussage des Romans sehr schnell und einfach fassen lassen.
Und dabei geht es definitiv nicht um Yakisoba. Vielmehr begleitet man die namenlose Erzählerin auf der Suche nach ihrer Selbstverwirklichung und Erfüllung. »There's no such thing as an easy job« heißt der Roman im Englischen und trifft damit den Nagel 100 % auf den Kopf.
Während sich die Erzählerin in verschiedenen Jobs ausprobiert, geschehen allerhand seltsame, mysteriöse und auch etwas skurrile Dinge. Jedes Detail war dabei gewichtig: Mittagspausen, Kolleg:innen, Mahlzeiten, Schauplätze und (banale) Aufgaben haben ineinander gegriffen und ein Bild erzeugt, das mich neugierig gemacht hat. Denn in der Einfachheit der Jobs haben sich plötzlich Geschehnisse, Zufälle, Sekten, Geister, verschwundene Läden gefunden... und ich habe nur gestaunt, in welche Richtung Kikuko Tsumura die Geschichte gelenkt hat. Jeder Job hatte seine Eigenheiten und war auf einmal gar nicht mehr so banal.
Diesen Twist mochte ich sehr - auch die Tatsache, dass die einzelnen Kapitel keinem Schema folgten und damit nicht vorhersehbar waren. Letztendlich betrachte ich den Roman aber neutral, weil er mir zu nüchtern war. Gleichzeitig denke ich, dass gerade diese Kombination aus Nüchternheit und diesem Hauch Unbekannten, dem Unerwarteten und diesem unaufgeregten Überraschungsmoment Wiedererkennungswert hat und dem/der ein oder anderen gut gefallen wird.
Wenige Erwartungen gehabt und tatsächlich positiv überrascht worden!
Ich bin hier wirklich mit sehr wenig Erwartungen ran gegangen und hatte ehrlich gesagt auch nicht sooo viel Lust, weil ich in einer kleinen Flaute war. Aber tatsächlich hat’s mich echt gut unterhalten!
Jede dieser Job-Geschichten ist irgendwie bizarr und es hat mir ganz leichte „geht so“-Vibes gegeben.
Ich hab es abgebrochen.
Ich glaube auch nicht, dass ich es jemals noch zu Ende lesen werde. Für mich eine Aneinanderreihung von langweiligen Geschichten über die Arbeit und Banalitäten.
Vielleicht habe ich den Sinn nicht erfasst oder so, aber ist einfach nicht meins.
Wer es feiert darf das aber natürlich gerne tun (erklärt mir dann aber bitte warum, es gibt noch keine Rezensionen hier dazu 💁🏼♀️😅)
This was a truly... neutral read for me. I felt nothing from the spectrum of very positive OR negative emotions while reading this book. It was pleasant, but it lacked a bigger picture. Definitely can't live up to the comparisons that were drawn (Murakami, Moshfegh, Murata).
In German we would say: nett.
Therefore it gets the most neutral rating: 2.5 ⭐