Ein erschreckend plausibles Zukunftsszenario, aber humorvoll & mit starken Charakteren. Nur am Ende etwas vorhersehbar.
Liebevolle Dystopie
Was wäre, wenn Deutschland in der Zukunft im Faschismus versinkt und ihr Rechte der Frauen wieder fünf Schritte zurück gehen? Wenn Klimawandel und Artensterben nicht mehr aufzuhalten sind? Dieses Buch gibt einen kleinen Gedankenanstoß dazu mit sympathischen Frauen in den Hauptrollen, einem pro-feministischen Ton und einer Prise Mystik.
Ich hab nichts gegen vereinfacht erzählte Geschichten, wenn ich mich einem Kinder- oder Jungendbuch zuwende. Dieses Buch ist aber nicht als solches ausgewiesen und eignet sich auch nicht dafür, zu ernst und wichtig ist die Thematik: Artensterben, Feminismus, Zwangsstörungen und Widerstand gegen lebensfeindliche Gesellschaftsströmungen. Bei einigermassen hohen Erwartungen, guten Erfahrungen mit der Autorin (Marianengraben) und den vielen begeisterten Kommentaren zu diesem Buch falle ich schon zu Beginn hinten über. Diese Sprache! Die Dialoge lesen sich, als würde eine 12 Jährige einer 6 Jährigen die Welt erklären, wirken gewollt cool und in einem Jargon, für den ein Fremdschämen angebracht wäre. Dabei ist die Idee dieses Romans nicht einmal schlecht: 3 Frauen, 3 Generationen machen sich auf, um eine verschollene Freundin zu suchen, zunächst nach Italien, später weiter nach Schweden. Es zeigt sich, dass sie in einer Region suchen müssen, die als schwer zugänglich erscheint, (besonders für Männer). Mit von der Partie ist ein Endling, eine Weinbergschnecke, die letzte ihrer Art, die als Platzhalter für all die Endlinge steht, mit der die Welt in der nahen Zukunft (2041) konfrontiert ist. Nicht nur die Ich-Erzählerin Zoe sondern auch die Autorin selbst sind Biologinnen, ein Beruf, der nach meinem Empfinden ein gewisses vielschichtiges Denken voraussetzt. Fehlanzeige, hier werde ich bombardiert mit Naivität und trivialer Stereotypisierung. Auf all die Schwierigkeiten, vor denen wir heute schon stehen, wird zwar eingegangen und weitergesponnen, aber derart flach und trivial, dass es in vielen Fällen meine Schmerzgrenze deutlich überschritt. Wir erleben es heute fast überall, das auf komplexe Probleme, die nach einer Lösung schreien, zu schnell und oberflächlich geantwortet wird. Ein vielschichtig denkender Mensch fühlt sich hier schnell von Dummheit umgeben. Die Lösung am Schluss? Ist das wirklich ernst gemeint? Eine Gesellschaft, die plant, sich ihrer Sündenböcke zu entledigen, wird bald nach neuen suchen. Wenn sie unter den Feinden keine mehr findet, wird sie welche in den eigenen Reihen suchen. Noch ein Anmerkung am Schluss. Es gibt noch ein anderes Buch mit dem Titel „Endling“, von Maria Reva im Englischen im gleichen Jahr erschienen, welches erstaunlich viele Parallelen zu diesem Buch aufweist und bei mir die Frage aufbrachte, wer hier wohl zuerst die Idee hatte. Zudem wurde das englische Werk für den Booker Prize longlisted und gewann den Gordon Burn Prize und einige mehr. Vielleicht die bessere Wahl?
es ist beängstigend, wie schnell so ein buch real werden könnte
ich mag jasmin schreiber und ihre art, tiefsinnige themen so zu verpacken, dass sie sich trotzdem erträglich anfühlen. und doch ist es in einer weise überwältigend, wie nah man sich an einem wendepunkt hin zu dieser bisherigen dystopie befinden und der ziemlich schnell zu unserer wahrheit werden kann. die vielschichtigkeit des buches ließ mich abtauchen in eine komplett andere welt, mit charakteren, für die ich so mitgefiebert habe, dass ich mich fast als teil von ihnen gefühlt habe. ich mochte es sehr und ich denke, dass manchmal der blick auf ein erschreckendes „was wäre, wenn…“-szenario, einigen menschen die augen öffnen und sie aus ihrer starre befreien kann.
Ein Blick in eine mögliche Zukunft
Eine wirklich schöne Geschichte für alles hat um sich im den Buch zu verlieren. Und es ist wieder ein Buch das schwer zu beschreiben ist da es so viele verschiedene Ebenen hat. Am liebsten würde ich empfehle: einfach anfangen zu lesen, ohne Vorwissen und sich überraschen lassen

Sehr gelungener, sympathischer und spannender Roman
Das Buch von Jasmin Schreiber ließ sich richtig angenehm lesen. Das Thema Artensterben fand ich spannend und gleichzeitig informativ umgesetzt, ohne dabei zu schwer zu wirken. Die Figuren waren mir durchweg sympathisch, sodass ich sie gern begleitet habe und das Lesen wirklich Spaß gemacht hat. Am Ende hätte ich mir gewünscht, dass die doch etwas mysteriöse Situation noch ein Stück weiter aufgeklärt wird. Trotzdem bleibt es für mich ein schöner und besonderer Roman

Jasmin Schreiber nimmt uns in „Endling“ mit auf eine Reise, die so aktuell wie schmerzhaft ist. Im Kern geht es um den Verlust, nicht nur von geliebten Menschen, sondern von ganzen Arten und Lebensräumen. Wir begleiten die Protagonistin in eine nicht allzu ferne Zukunft, in der das Artensterben bittere Realität ist, und erleben mit, wie sie versucht, in dieser zerbrechlichen Welt ihren Platz zu finden. Es ist eine Geschichte über Abschiede, über die Wissenschaft und über die Frage, was wir bereit sind zu tun, um das zu retten, was noch übrig ist. Der Schreibstil von Jasmin Schreiber ist wie immer packend. Ich bin förmlich durch das Buch geflogen. Man merkt zudem auf jeder Seite, wie viel Fachwissen und Herzblut in das Thema Natur und Artenschutz geflossen ist. Es wird nichts beschönigt: Die Trauer über den Zustand der Welt ist fast körperlich spürbar und hat mich sehr nachdenklich zurück gelassen. Gleichzeitig ist das Buch aber nicht nur schwer, sondern zeigt auch immer wieder kleine Momente, die Hoffnung geben und einen kurz durchatmen lassen. Es ist ein Buch, das einen nicht einfach nur unterhält, sondern das Bewusstsein für die eigene Umgebung schärft. Ein ehrlicher, melancholischer und trotzdem hoffnungsvoller Blick auf das, was wir gerade zu verlieren drohen. ★★★★☆ (4 von 5 Sternen)
In Hanna war einfach etwas gestorben, sie war wie eine von außen hübsch anzusehende Urne, die den ganzen Tag verbrannte Asche in sich trug, und keiner von uns hatte es bemerkt.
Etwas abgedreht
Mochte die Geschichte. Nur manche Sachen wirkten auf mich nicht passend. Darum 4 Sterne.
Wow 🥹🐌 💛 Das ist wohl ein neues Lieblingsbuch. Habe es innerhalb von einem Tag ausgelesen, weil es so spannend und packend war, gleichzeitig heilend und erschreckend, weil Abtreibungsverbote, Artensterben und faschistische Regierungen gar nicht so weit von unserer heutigen Realität entfernt sind …
Das war meine erste Erfahrung mit einer Dystopie. Und was soll ich sagen...es hat mir gefallen 😊 ! Das Buch spielt im Jahr 2041 und leider schildert die Autorin sehr realistisch, wie das Leben in Deutschland in dieser Zeit aussieht...Viele Entwicklungen deuten sich heutzutage schon an und es ist ein erschreckendes aber durchaus vorstellbares Bild , was sie entwirft. Ich mag ihren Schreibstil sehr und die Geschichte hat mir sehr gefallen. Es geht um zwischenmenschliche, aber auch wissenschaftliche sowie gesellschaftskritische Themen, die sehr gut in eine spannende Geschichte verwoben werden. Sie hat mich gefesselt und ich kann euch dieses Buch nur weiterempfehlen
Erste Hälfte: Cool, verspricht was. Zweite Hälfte: AAAAAAAHHHH!!!!
Eine sehr spannend, erzählte Dystopie, die ein Szenario unserer Gesellschaft beschreibt, die in Ansätzen (leider) auch heute zu finden ist. Mir hat sehr gut gefallen, wie die Werte und der Zusammenhalt innerhalb der Familie ein sehr wichtiger Bestandteil des Buchs ist, Trotz der vielen Herausforderungen und Ereignisse halten sie zusammen beziehungsweise finden wieder zueinander. Vor allem Hanna und Zoe sind zwei wunderbare Akteure. In der beschriebenen Gesellschaft geht es auch um die Kraft der Frauen und die Ignoranz der Männer, die einer Regierung der Unterdrückung vorstehen. Das Ende des Buches hat Potenzial für einen zweiten Teil. 😊
Hörbuch empfehlenswert
Dystopien gehören grundsätzlich zu meinem Lieblingsgenre - verbunden mit feministischer Schwerpunktsetzung musste 'Endling' selbstredend sofort auf meine Wunschliste. Ich habe das Hörbuch gehört, welches sehr angenehm gesprochen wurde. Thematisch war es anfangs sehr viel Hinführung um in die Tiefe der Familiengeschichte, aber auch Entwicklung der Gesellschaft und Politik einzutauchen. Dabei blieb mir die Hauptfigur ein wenig zu vage. Als die Geschichte dann an Fahrt aufnahm, wurde es spannend und die Situation hat zum Denken angeregt. Doch mit Ende des Buches blieben so viele Fragen offen, Probleme angerissen, aber nicht nochmal angesprochen oder gar geklärt, das mich das Buch nicht auf 5 Sterne bringen konnte. Dennoch schafft es eine Tiefe und Vielschichtigkeit, die mich mit einem "Ja, das könnte wirklich passieren" zurücklässt.

It‘s always sunny in California.
Die Welt im Jahr 2041 - Artensterben, Klimawandel, faschistische Politik, Abtreibungsverbote, Frauenrechte aus dem 18. Jahrhundert, totale Überwachung des Internets. In dieser Dystopie machen sich zwei Schwestern und ihre Tante auf den Weg in matriachal geführte Dörfer, um ihre verschollene Freundin zu finden, die sich dort versteckt haben soll. Das Buch ist eine Mischung aus Road-Trip, Feminismus und der Darstellung einer ziemlich realistischen Zukunft. Ich mochte es!
Mal was anderes
Wir haben hier eine Dystopie, die im Jahr 2041 spielt. Die Autorin ist Biologin, es gibt viele Verbindungen zu Natur und Tieren, vor allem Insekten. Aktuelle Themen werden angesprochen: Umwelt, ausgestorbene Tiere und Pflanzen, Radikalisierung in der Politik usw. Es ist ein sehr feministisches Werk und eine sehr runde Geschichte.
Tolle Dystopie, die einen Funken Hoffnung schenkt
Wir schreiben das Jahr 2041, der Klimawandel schreitet immer weiter voran, viele Arten sterben aus, es wird immer heißer, Pandemie folgt auf Pandemie. Leider sind die Menschen nicht klüger geworden, denn in vielen Ländern sind rechte Kräfte an die Macht gekommen. Damit einhergehend werden die Rechte von Frauen immer weiter zurückgedrängt. Forschungsgelder besonders für Themen, die Frauen betreffen, werden gestrichen, Frauen aus den Berufen gedrängt. Die Mutter der Biologin Zoe muss wegen eines Alkoholproblems in Reha, Zoe soll sich währenddessen um Schwester und Tante kümmern. Zu dritt begeben sie sich gemeinsam mit der Weinbergschnecke HP14 (einem Endling, also der letzten ihrer Art) auf einen Roadtrip, um ein mysteriöses Frauendorf zu finden und den Geheimnissen der Alpen und später der Wälder in Schweden auf den Grund zu gehen. Weshalb gibt es dort noch Pflanzen, die längst als ausgestorben galten und weshalb halten Männer sich von diesen Gegenden besser fern? Es ist spannend, macht nachdenklich und ist voller überraschender Wendungen. Leseempfehlung!
I really liked the setup but was ultimately quite disappointed, the dialogue is often very forced (" wir fahren zuerst ins italienische Dorf Bozen" - "übrigens, ich bin Ärztin, du bist also in besten Händen") and the explanation at the end did not hold up to the dramatic arc and felt very flat. What I liked most was that the main characters were almost all female, scientists and building community and the dystopian aspects of Germany in the near future felt uncomfortably plausible.
Klimawandel, etwas neurotische Frauen und etwas Fantasy - hat mich gut unterhalten.
Apokalypse mit Weinbergschnecke – zärtlich, wütend, sehr nah
Endling ist so ein Buch, das gleichzeitig weh tut und tröstet. Jasmin Schreiber lässt uns 2041 in eine Welt schauen, in der vieles schon passiert ist, wovor wir heute noch Angst haben: Artensterben, Klimakrise, rechte Regierungen, Einschränkungen von Rechten, die wir lange für sicher gehalten haben. Mittendrin: Zoe, ihre Schwester Hanna und die herrlich eigensinnige Tante Auguste – plus eine Weinbergschnecke namens Helix pomatia, der letzte ihrer Art, der „Endling“. Schön (und schmerzhaft) ist, wie Schreiber all das Große – Klima, Politik, Gewalt – ganz konsequent durch diese drei Frauen erzählt. Es geht um Angst, Wut, Loyalität in der Familie, um Überforderung und Schuldgefühle, aber auch um Lachen, kleinen Quatsch, Geschwisterliebe und dieses „Wir machen jetzt irgendwie weiter“, obwohl alles kippt. Die Kapitel, die jeweils nach Tierarten benannt sind, machen dabei immer wieder klar, worum es im Kern geht: um das Verschwinden von Leben – und um den Versuch, es doch noch zu schützen. Trotz der Düsternis ist Endling kein hoffnungsloser Roman. Es gibt Momente von Solidarität, geheime Orte, an denen etwas Neues ausprobiert wird, und diese ganz leisen, zärtlichen Szenen zwischen den Figuren, in denen man merkt: Menschlichkeit ist immer noch da. Schreiber schreibt wütend und zärtlich zugleich, mit Humor, der an den richtigen Stellen aufblitzt, und Sätzen, die hängen bleiben. Wenn man das Buch zuklappt, bleibt ein mulmiges Gefühl – aber auch das Bewusstsein: Genau jetzt entscheiden wir mit, ob „Endling“ nur eine Geschichte bleibt oder zur Beschreibung unserer Zukunft wird.
Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt. Aber ich mag die Autorin so gerne und ihren tragikkomischen Schreibstil und habe mich für mehr Sterne entschieden. Ich mochte auch die Handlung recht gern, fand die dystopischen Züge nur nicht immer so natürlich eingebunden und etwas gezwungen. Dennoch sehr lesenswert!
In einer Zugfahrt durchgelesen. Die Ideen für die Story sind super, die Ausführungen, die Sprache und der Schreibstil leider sehr holprig.
Ach, ich hab's mal wieder geliebt. Gut, dass wir eine Jasmin Schreiber haben, die sich entschlossen hat für uns zu schreiben. Und diese Idee am Ende vom Buch. Die finde ich richtig gut. Wo genau ist dieser Wald noch gleich?
„Endling“ überzeugt mit einer stimmigen Atmosphäre und spannend erzähltem Inhalt. Die Charaktere sind lebendig und die Handlung fesselnd. Dennoch hat mir etwas Entscheidendes gefehlt, um die volle Punktzahl zu geben. Insgesamt aber ein lohnenswertes Buch, das zum Nachdenken anregt.

Dystopie als Roadtrip
Richtig spannend bis zum Schluss. Ich mochte schon "Mariannengraben" von Jasmin Schreiber sehr. In diesem Buch mag ich besonders den feministischen Aspekt. Die Verbindung von Frauen, die wir in dieser Welt brauchen. Diese intelligente Fiktion mit einem fundierten wissenschaftlichen und biologischen Wissen ist ein Roadtrip der einerseits Bauchschmerzen auf die Zukunft und andererseits auch Hoffnung gibt, dass wir auch in dieser Zukunft richtige und sinnvolle Wege finden. Es ist kein entspannendes Buch. Die Prosa ist einfach, unkompliziert und flüssig. Der Inhalt ist es nicht. Doch wie sollte er das auch sein.
Hat mir gut gefallen. Das Ende kam dann doch etwas flott um die Ecke, aber manche Geheimnisse dürfen wohl einfach gewahrt werden.
It‘s always sunny in California.
2040er Jahre. Akademikerinnenhaushalt. Mehrgenerationenwohnen. Klimakrise. Die Biodiversität schrumpft. Die Regierung rechtsextremistisch. Eine feministische Rebellion formiert sich im Untergrund. Digital und analog. Aus einer Notsituation bricht eine kleine Gruppe aus Mensch und Tier zu einer Rettungsmission auf. Dabei erleben sie zusammen die Urgewalt der Natur. Tiefgreifend, spannend und mit einem großen Sinn für Humor. An diesem Buch hat mich besonders fasziniert, dass jede einzelne Person eine besondere Tiefe, einen Spleen und eine großartige Einzigartigkeit besitzt. Ein Roman, der beinahe ganz ohne Männerfiguren auskommt und sehr vielfältige Perspektiven auf das Leben miteinander vereint. It‘s always sunny in California.
Spannend, gleichzeitig etwas enttäuscht
Ich mochte "Marianengraben" und "Mauersegler" von Jasmin Schreiber richtig gerne, daher habe ich mich auch sehr auf dieses Buch gefreut. Wie immer wirkten die Dialoge echt, Zoes Gedanken nachvollziehbar. Der Spannungsbogen war gut aufgezogen, wenn auch die Geschichte recht krude ist und manches nicht so ganz organisch wirkt. Was mich allerdings wirklich wirklich gestört hat, waren die Stellen, in denen die Entwicklungen der letzten Jahre vor der Dystopie explizit erklärt wurden. Ich finde diese Form der Erzählung unfassbar plump und fühle mich, als würde man mit als Leserin nicht zutrauen, aus impliziten Berichten eigene Schlüsse zu ziehen. Auch wenn das vor allem am Anfang des Buches vorkam, hat das mein späteres Lesevergnügen sehr beeinträchtigt. Schade.
Dystopie mit feministischen Elementen
Zoe ist Biologin und lebt im Jahr 2041 in München. Weltweit gibt es infolge des Klimawandels und infolge rezidivierender Pandemien ein zunehmendes Artensterben. Die Gesellschaft hat sich zunehmend zu einem modernen Patriarchat entwickelt und Abtreibungen wurden grundsätzlich verboten. Als ihre Mutter zu einem Alkoholentzug fährt, kehrt Zoe in ihre Heimat Frankfurt zurück, um sich um ihre 16 Jährige Schwester Hanna und ihre leicht skurrile Tante Auguste zu kümmern. Das Buch entwickelt sich zu einem spannenden Roadtrip durch Europa. Jasmins Schreibers Roman Endling ist ein toller Roman zum Schmökern, der aber manchmal sprachlich wenig anspruchsvoll erscheint. Dem Lesespass tut dies aber keinen Abbruch.
War ganz nett
An sich hat sich der Klappentext sehr spannend gelesen, die Story hat mich dann aber leider nicht wirklich vom Hocker gehauen. Auch den Schreibstil mochte ich leider nicht so sehr.
Ein Roman über den Zusammenbruch von Natur und Gesellschaft
In Endling entwirft Jasmin Schreiber eine Zukunft, die man sich lieber nicht ausmalt. Überwachung und Kontrolle bestimmen den Alltag, Frauen haben ihre Rechte verloren - keine Selbstbestimmung, keine echte Gleichberechtigung. Auch der Umweltschutz ist längst aufgegeben. Zurück bleibt eine Welt, die düster, traurig und hoffnungslos wirkt. Im Mittelpunkt stehen die Biologin Zoe, ihre Schwester Hanna und ihre Tante Auguste, die versuchen, in diesem System zu überleben. Immer wieder fließen biologische Fakten und spannendes Wissen ein, die noch deutlicher machen, wie sehr Flora und Fauna am Abgrund stehen. Das Buch hält einem schonungslos vor Augen, wie schnell gesellschaftliche Errungenschaften verschwinden können, wenn die falschen Politiker an die Macht kommen. Genau das macht die Geschichte so nah an unserer Realität und so beklemmend. Die Figuren sind glaubwürdig, die Stimmung schwer und bedrückend. Man liest mit einer Mischung aus Wut und Traurigkeit, weil alles so nahbar wirkt. Einziger kleiner Kritikpunkt: stellenweise zieht es sich. Trotzdem bleibt Endling ein starkes und wichtiges Buch, das lange nachwirkt.
★★★☆☆ = Solides Hörbuch, das ich zu hören genossen habe
Eine Dystopie für alle, die eine fesselnde Geschichte über Familie, Ängste, Biologie und Prioritäten hören wollen. Man sollte damit leben können, dass man nicht auf jede Frage eine Antwort bekommt. Alterstechnisch etwa ab 15 Jahren.
Das Buch war wieder großartig! Super spannend, lustig, dystopisch, politisch.
🌿“Endling“ ist ein Buch, dass mich von Anfang an begeistert hat. Mal davon abgesehen, dass es fantastisch geschrieben ist und man es einfach weglesen kann, hat es auch noch fantastische Charaktere und eine super spannende Geschichte. . Das Buch spielt in der nahen Zukunft, Anfang der 2040er Jahre, in einem Deutschland das mir persönlich Angst macht. Es ist eine leider doch realistische Zukunftsvision, gebeutelt von den Konsequenzen des Klimawandels und einer rechtskonservativen Regierungskoalition - einer Regierung, die Schritt für Schritt die Rechte von Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund einschränkt und ihr Leben zur Hölle macht. . Mitten drin lebt unser Haufen schrulliger Querulantinnen - absolut liebenswerte Protagonistinnen, die mit ihren Fehlern, Macken und Problemen trotz allem ihr Leben leben. Es ist wie es ist und doch macht es Mut. Denn sie geben nicht auf wenn es um ihre Liebsten geht, lassen sich nicht unterkriegen, ihr Handeln ein stiller sturer Widerstand, eine Weigerung die Seinen aus Furcht aufzugeben. Und genau deswegen war das Buch eins, das mir Mut gemacht hat. Ein stiller Widerstand verpackt in eine fantastische Geschichte. . Mein einziges Manko: das Ende. Das Ende hat mich enttäuscht, weil das Buch zu Ende war als es die Geschichte für mich absolut nicht war. Ehrlicherweise glaube ich aber auch, dass ich das Ende auch einfach nicht verstanden hab. 😅 . Ein überraschend politisches, nuanciertes, unheimliches, aber auch herzerwärmendes und spannendes Buch. Große Empfehlung.
„Endling“ von Jasmin Schreiber spielt im Jahr 2041, Deutschland ist zu einem autoritären Staat geworden, in dem Umweltzerstörung, Artensterben und Einschränkungen von Frauenrechten das Leben prägen. Die Biologin Zoe kehrt zu ihrer Schwester Hanna und ihrer eigensinnigen und etwas schrulligen Tante Auguste zurück. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach Augustes verschwundener Freundin – begleitet von HP14, einer Weinbergschnecke und letztem Exemplar ihrer Art. Und da beginnt das dystopische Abenteuer. Es geht um eine Familiengeschichte, um ökologische, feministische und politische Themen. Detailreich und von naturwissenschaftlichem Wissen geprägt kommen hier zahlreiche Themen auf den Tisch. Nicht mein favorisiertes Genre, hat mich aber gut unterhalten und ist durchaus lesenswert.
Ich habe ganz schön lange gebraucht um in die Geschichte reinzukommen. Das letzte Drittel hat mir sehr gut gefallen. Allerdings fand ich die Geschichte insgesamt zu flach und nicht mitreißend
Ich hab das Hörbuch gerne gehört. Mich hatte die Autorin aber auch schon allein aufgrund der vielen Infos zu Flora&Fauna und der feministischen Einstellungen der Protagonistinnen. Das Ende überzeugt mich nicht zu 100%. Trotzdem hat mir die Geschichte gefallen.
Bitte einen zweiten Teil
Das war mein erstes Buch von Jasmin Schreiber und ich habe es wirklich sehr gemocht wobei es mir so gut gefallen hat, dass für mich das Ende dann zu kurz abgehandelt wurde. Ich wollte so gerne weiterlesen wie es mit Zoe, Hanna, Auguste und Cem weitergeht. Gerade zum Ende bieten sich viele Optionen an, ja sogar für einen weiteren Teil. Also unterm Strich, war ich dann doch vom Ende dieses wirklich guten, eigentlich sehr guten Buches etwas enttäuscht. Gerade der Mix aus verschiedenen Themen war für mich sehr spannend. Gesellschaft, Politik, Mystik, mentale Gesundheit, Familiendrama, Roadtrip und das teilweise spannend wie ein Krimi. Ach ja und der Schreibstil war dazu auch noch sehr angenehm. Die Welt 2041 und auch Deutschland wird ein riesengroßes Arschloch werden. Ich konnte vieles gut nachvollziehen bei der aktuellen politischen Lage und fand nichts, rein gar nichts überraschend.

Eine dystopische Welt und die Hoffnung auf Veränderung.
Die Biologin Zoe soll auf ihre Schwester Hannah und ihre Tante Auguste aufpassen. Doch das verschwindet Augustes Freundin Sophie und zu Dritt machen sie sich auf die Suche nach Sophie, zuerst in Südtirol, dann in Schweden. Der Roman spielt in einer dystopischen Zukunft. Klimawandel, Artensterben und eine rechte Regierung. Darin versuchen die Frauen, sich selbst zu behaupten, ihren Werten zu folgen und einen Ausweg zu finden. Außerdem geht es erneut um die Verarbeitung von Tod und Trauer. Ein sehr spannendes Buch, was in seiner Beschreibung einer möglichen Zukunft erschreckend realistisch wirkt.
"Endling" ist ein unterhaltsamer, in Teilen mystischer Roman der viele wichtige Themen beinhaltet. Im Jahr 2041 wird unsere Welt eher als düster beschrieben, was leider durchaus im Rahmen des Vorstellbaren liegt; das Artensterben ist in vollem Gange, Pandemien sind an der Tagesordnung und es gibt eine Menge frauenfeindliche Gesetze. Eine Menge schwerwiegender und wichtiger Themen, die in Summe allerdings nur angerissen oder angedeutet werden. Hier habe ich ein wenig mehr Tiefe vermisst. Auch mit dem stellenweise magischen Realismus habe ich mir schwer getan
Eine schöne Geschichte über viele aktuelle Probleme: Patriarchat, Erstarken der Faschisten weltweit, Artensterben, Pandemien, Klimaveränderungen etc. Das Buch spielt im Jahr 2040 und bietet ein Ausblick darauf, wir sich alles entwickeln könnte. Es geht um drei Frauen, die sich selbst und ihre Familienbande aus den Augen verloren haben und um eine Schnecke 🐌❤️ Hat mir gut gefallen, habe auch viel gelernt, da die Protagonistin Entomologin ist und ihr Wissen über Insekten sehr gern (mit)teilt. Die Geschichte macht Mut, dass es selbst in schweren Zeiten, immer noch Mittel und Wege gibt, auch zu behaupten und auch gegenseitig zu helfen. Das Ende war so mäh, hätte mich über eine bessere Erklärung der Dinge gefreut. Aber die Geschichte über Freundschaften, Familienbande und gegenseitige Unterstützung und Hilfe ist trotzdem wunderbar ❤️
Für mich ein Highlight in diesem Jahr. Feminismus x Natur ❤️ Ein Buch, was sehr gut zeigt, auf was wir zusteuern.
Das Buch spielt im Jahr 2041, in Deutschland herrscht eine rechtsradikale Regierung, Rechte von Frauen werden beschnitten, durch den Klimawandel sind bereits viele Arten ausgestorben. Die 34jährige Biologin Zoe begibt sich mit ihrer Teenager-Schwester Hannah und ihrer Tante Auguste auf die Suche nach Sophie, einer Freundin der Tante, die verschwunden ist. Der mystische/sagenumwobene Teil der Geschichte war für mich etwas schwach, der gesellschaftspolitische Teil und die Folgen des Klimawandels fand ich dafür um so stärker beschrieben und erschreckend real.
Zwischen Fakten und Fiktion
Endling überzeugt auf den ersten Blick durch seine gut lesbare, moderne Sprache, die jedoch nie ins Künstliche oder Übertriebene abgleitet. Der Ton ist zugänglich, der Stil angenehm – das Buch lässt sich flüssig lesen und macht über weite Strecken Spaß. Besonders gelungen ist die Integration biologischer Fakten: Wer sich für Insekten oder ökologische Zusammenhänge interessiert, wird hier einiges mitnehmen. Die Schilderungen wirken gut recherchiert, detailgenau und sind häufig spannender als so mancher Romanplot. Allerdings bleibt das dystopische Setting in vielerlei Hinsicht seltsam unbestimmt. Das politische System, in dem die Handlung spielt, wird nur gestreift, ohne dass seine Mechanismen wirklich greifbar werden. Diese Oberflächlichkeit im Weltenbau steht im Kontrast zur Präzision der naturwissenschaftlichen Passagen und sorgt streckenweise für Irritation. Gegen Ende verliert das Buch zusätzlich an Klarheit: Die Geschichte gleitet ins Mystische, das Ende ist in meinen Augen nicht ganz klar.

Was für ein wilder, kluger, feministischer Ritt! Ich habe Endling über Ostern regelrecht verschlungen – das Tempo ist hoch, die Geschichte packend und die Themen erschreckend nah an unserer Realität. Kurz davor hatte ich Marianengraben von Jasmin Schreiber gelesen – und war völlig begeistert. Also war klar: Ich muss auch dieses Buch von ihr lesen, das schon eine Weile auf meiner Wunschliste stand. Jasmin Schreiber ist übrigens selbst Biologin – und das merkt man. Ihre Welten sind durchdacht, fundiert und zugleich voller Gefühl. Wir schreiben das Jahr 2041: Rechte Regierungen haben in Europa das Ruder übernommen, Schengen ist Geschichte, Pandemien reißen nicht ab, die Natur ist voll von Lücken – Arten für immer verschwunden. Und mittendrin: Wissenschaftlerinnen, die sich gegen das Vergessen und die Repression stemmen. Frauenrechte? Radikal zurückgedrängt. Was folgt, ist eine dystopische Reise, ein Roadtrip mit einer klaren Mission: eine Freundin retten. Und unterwegs: Skurrilitäten, Lachen, Nachdenken, Hoffnung und Wut. Besonders gefallen haben mir die vielen klugen Gedankengänge, die feministische Perspektive, der Mut, politisch zu erzählen. Das Ende war mir persönlich ein bisschen too much, zu viel Esoterik bzw. Spiritualität und etwas abrupt – aber das schmälert den Gesamteindruck kaum. Gerade nach unserer Lektüre von T.C. Boyles Blue Skies im Lesekreis war es unglaublich spannend, thematische Parallelen zu entdecken – Klima, Krise, Menschsein. Nur eben aus einer ganz anderen, eigenständigen Sicht erzählt. Fazit: Endling ist ein absolutes Must-Read!
Hochaktuelle Themen, spannende Story aber leider etwas schwaches Ende
Insgesamt ein wirklich tolles Buch. Die zukünftige Lebensrealität von Frauen und die damit verbundenen gesellschaftlichen Veränderungen wirkend erschreckenderweise zunehmend realistischer. Verpackt in einer spannenden, emotionalen Familienstory und gespickt mit vielen Informationen über Insekten. Wäre das Ende nicht vergleichsweise oberflächlich und vorhersehbar, gäbe es volle fünf Sterne.
Ich bin enttäuscht Der Buchrücken und der Anfang klang vielversprechend. Ich habe mich auf spannende Themen gefreut, die im Verlauf des Buches jedoch nur sehr oberflächlich angerissen wurden. Habe mich schwer damit getan nicht einfach mit dem Lesen aufzuhören.
Schön geschrieben, die Umstände im Jahr 2041 kommen etwas zu kurz, aber insgesamt hat es mir gut gefallen. Auch die Exkursionen ins Reich der Insekten…
Mein Fehlgriff
Ich hab es so oft in der Hand gehabt und wieder weggelegt und am Ende nach 70 Seiten abgebrochen. Erstmal mag ich die Endzeitstimmung nicht und die Art der Dialoge fand ich auch furchtbar. Das Insektenwissen nebenbei hat mich auch gar nicht interessiert und diese ganze Wunderei der Story. Einfach gar nichts für mich.

















































