„Es ist sehr wichtig, dass es Texte wie die von Hippel, Wollstonecraft und Holst gibt. Sie widerlegen das gängige Narrativ, dass viele der damaligen Philosophen frauenfeindliche Einstellungen hatten, weil sie eben Kinder ihrer Zeit waren und nur das vorherrschende Frauenbild reproduzierten.
Ihre Epoche bot eine ganze Reihe möglicher Positionen, die sie mit guten Gründen hätten einnehmen können. Viele dieser Philosophen, die auch heute noch gelesen werden, entschieden sich bewusst für konservative Position zur Stellung der Frau in Gesellschaften und Philosophie.“ !!!!!!
Menschen, die wissenschaftlichen und/oder philosophischen Texten folgen können, sollten dieses Buch auf jeden Fall lesen.
Der Aufbau vom Buch ist total gut gewählt: Man fühlt sich, als wäre man selbst eine Studierende von Kristin Gjesdal und würde in ihrem Seminar über die "Rebellinnen der Philosophie" sitzen.
Mein Interesse an Theorien ist eigentlich sehr gering, aber vielleicht liegt es lediglich daran, dass es immer alte weiße cis-Männer sind, deren Theorien rauf und runter gelesen und besprochen werden. Dabei werden ihre stark problematischen Aussagen und Meinungen nur selten thematisiert.
Wissenschaftlerinnen dagegen werden höchstens als eine extra-Veranstaltung ganz am Ende vom Semester kurz zusammengewürfelt, wobei selbst dann nur aktuelle Theorien angesprochen werden, so als wären Frauen erst in den letzten Jahren auf den Stand der ach so umwerfenden intelligenten Männer gekommen.
Also liebe Professor:innen der Geistes- und Gesellschaftswissenschaften:
ES GIBT FRAUEN UND GAB SCHON IMMER FRAUEN, DIE HOCHGRADIG WISSENSCHAFTLICHE UND SPANNENDE THEORIEN AUFGESTELLT HABEN!
LEST DAS BUCH UND LERNT!
Danke